
das freut uns, vor allem weil es ja damals 1967 beim pentagon nicht gelungen ist. es gibt also fortschritt:
EMPIRE HEBT AB!
Bewiesen: Psychokinetiker lassen St. Paulis Kupfertürme schweben
Hamburg, Dienstag, der 9. Februar 2010: Die Teilnehmer des Immobiliensymposiums zeigten sich verstört und verunsichert. Wenige Minuten vor 12 fährt ein Zittern durch das Empire Riverside Hotel. Dann bewegt sich die gesamte Architektur in die Höhe, schwebt Sekundenlang in der Luft. Wie ist das möglich? Bürger verwandelten ihren Hass auf Gentrifizierung in psychokinetische Kräfte – und liessen diese mit einem magischen Ritual auf das Gebäude mit den Investoren wirken.
Nichtsahnend versammeln sich unter dem Motto Macher, Denker und Entscheider sprechen Tacheles, am 9. und 10. Februar im Empire Hotel St. Pauli „Entscheider, Investoren, Innovatoren und Interessenten des Hamburger Immobilienmarktes“ zu einem „standortorientierten“ Meeting.
Eingeladen hat der dubiose „Management Circle“. Der verspricht „Bildung für die Besten“ – und kassiert für sein zweitägiges Auditing 1.895 Euro pro Teilnehmer. Dafür bekommen die Zahlungswilligen „C(r)ash Creativity“ versprochen. In „Tough Talks“ wird die Versammlung auf „Business Improvement Districts“ eingeschworen.
Bedenklich: Auch hochrangige Politiker wirken in dem zwielichtigen Kontext mit: „Rezession, na und?“ heißt es unter dem Einfluß des „Circles“ plötzlich. Guru oder Götzendienstleister – das ist bei dieser undurchsichtigen Veranstaltung nur schwer auseinander zu halten: Finanzsenator Freytag ist dabei, die Real Estate Abteilung der HSH Nordbank, Einkaufszentrumsentwickler ECE, Vermarkter der Hafencity, usf.. Also genau die Leute und Organisationen, die sich in ihren neoliberalen Irrglauben verrannt haben. Und deren verzerrte Weltsicht genau die Stadtentwicklungspolitik produziert, die direkt in die aktuelle Krise geführt hat. Der „Circle“ weicht in die Esoterik aus: „Optimismus – Die wichtigste erneuerbare Energie zur Stadtentwicklung?“.
Kurz: das Immobilien Symposium ist die Indoktrinationsveranstaltung einer Sekte, die Ihren verbohrten Irrglauben mit der Realität verwechselt. Wer so mystisch redet, dem ist mit rationaler Argumentation nicht mehr beizukommen: „Metropolis en vogue: Aufstieg in die internationale Liga – Schießt der Hamburger Immobilienmarkt vom Mittelfeld in den Olymp?“,
Deshalb entschließen sich Bürger dieser Stadt, das Aktionsfeld zu wechseln – und die Versammlung mit den Mitteln der Spiritualität aufzulösen. Im größten Psychokinetischen Experiment seit 1972 werden Magische Rituale, Mediation und rituelle Tänze kombiniert, um das kupferne Empire zum Schweben zu bringen. Die geistigen Kräfte der Psychokinetiker werden durch orangene Stirnbänder konzentriert. Tanz und Gewänder, bedruckt mit dem schwebenden Gebäude, wandeln Hass in Kinese, wandeln Kupfer und Beton zu Staub.
Und das Experiment glückt: wenige Minuten vor Zwölf geht ein Ruck durch den Kupferturm. Unabhängige Experten stellen Fundamentbewegungen im Nanobereich fest.
Drinnen: bleiche Gesichter, draußen: Jubel wie bei der Mondlandung.
Ein Sprecher: „Hier wehren sich Bürger gegen negatives Karma in ihrer Nachbarschaft. Der Versuch der paranoiden Immobiliensekte, sich hinter Kupferwänden vor der Welt abzuschotten, um in Isolation ihre alten neoliberalen Ideen weiter zu verfolgen, ohne die geänderten Realitäten des neuen Jahrtausends wahrnehmen zu müssen, ist gescheitert. Dies war nur ein erster Versuch. Wir machen weiter! Morgen schicken wir die Investortenarchitektur zum Mond!“
Agentin Zucker hat anscheinend Verstärkung bekommen. Elke Kleine folgt dem großen Vorbild und fühlt der regierenden GAL mal auf den Zahn. Zum Beispiel zum Thema schwarzgrüne Energiepolitik. Hier gibt es eine interessante Frage an Michael Gwosdz (Mitglied des Umweltausschusses):
In der Bündnis90/Die Grünen-Pressemitteilung „Jetzt die Weichen für mehr Klimaschutz stellen“ vom Dezember 2009 heißt es: „Auch Hamburg kann seinen Teil für mehr Klimaschutz beitragen. Als Europäische Umwelthauptstadt 2011 sind wir verpflichtet, national und international als Vorbild voranzugehen. Mit der Gründung eigener Stadtwerke, dem konsequenten Ausbau des ÖPNV und einem ehrgeizigen Klimaschutzkonzept, das die CO2-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent senken will, sind wir auf einem guten Weg.“
Wie wollen Sie denn die CO2-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent senken, wenn zeitgleich das Kohlekraftwerk Moorburg gebaut wird und ans Netz geht? Das Kraftwerk würde jährlich mehr als acht Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. (Zur Orientierung: Das ist mehr als das Doppelte der Menge, die der gesamten Straßenverkehr in Hamburg jährlich an CO2 emmissiert.) Was sagt Ihr „ehrgeiziges Klimaschutzkonzept“ zu Moorburg?
Seine Antwort ist mehr als nichtssagend und lässt sich so zusammen fassen: Die Bürger/innen sollen schön CO2 sparen, während wir weiter munter das Kohlekraftwerk bauen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/michael_gwosdz-131-19245.html#questions
So einfach lässt sich Madame Kleine aber nicht abwimmeln und hakt noch mal bei Jenny Weggen nach, die zumindest zugibt: „die Genehmigung des Kohlekraftwerks Moorburg war für uns eine wirkliche Niederlage“. Ihre Lösungen sind aber auch nur heiße Luft, denn „Hamburg Energie“ ist d a s Feigenblatt schlechthin des schwarz-grünen Senats. Erst munter die HEW verticken (damals unter rot-grünem Senat), um dann zehn Jahre später nun ein kleines Alibi-Öko-Häschen aus dem Hut zu zaubern. Besonders peinlich ist, dass Ole von Beust bei der Einführung sagte: Er müsse für sich erst mal finanziell durchkalkulieren, ob er von Vattenfall zu Hamburg Energie wechselt.
Und auf die Nachfrage, wie viele Kund/innen das Wunderunternehmen denn nun habe, hat Agentin Kleine och keene Antwort bekommen….
Fortsetzung folgt hoffentlich auf http://www.abgeordnetenwatch.de/
war wohl ein „reclaim the streets“

mehr dazu findet sich bei indymedia
in paris ist das schloss mitten in der stadt immer noch besetzt und jeudi noir hat auch vor zu bleiben°°°
bezirke in berlin dürfen bei binationalen paaren einen vaterschaftstest anfordern°°°sind brennende autos immer brennende autos, weil die anzündenden gegen gentrifizierung demonstrieren`? dieser frage wird in einem längeren text auf dem gentrification-blog nachgegangen°°°
das hamburg eine wohlstandsmäßig hochaufgeteilte stadt ist, wurde auch auf der konferenz zur sozialen spaltung deutlich. einer der redner formulierte wie folgt: „Sag mir deine Postleitzahl und ich sage dir, wie hoch dein Einkommen ist“, Das ist schön griffig, allerdings gilt dsa ja nun für hemals arme stadtteile wie eppendorf, altona, schanze und teile von st.pauli nicht mehr. meine these: gerade die gentrifizierung löst ja die spaltung auf. allerdings nur zu einem geringen teil zum wohle der finanziell schlechter gestellten.°°°stadt in sozialem wohnungsbau und die unterstützung von transferleistungsabhängigen steckt der senat seine gelder lieber in jedes beliebige auch nur wie ein leuchtturm aussehende projekt. heute: 10 millionen in dass troparium bei hagenbeck. da fragt man sich doch, warum es im kapitalismus eigentlich banken und kredite für privatwirtschaftliche projekte wie den ex-kolonial-show-zoo gibt.°°° das gericht stellte fest, dass polizisten ruhig auch mal einer demonstrantin die nase brechen dürfen.°°°
kibera, nairobi größte bewohnerInnenorganisierte ansiedlung wird von staatlicher seite abgrissen und die bewohnerInnen werden zwangsumgesetzt. einigewehren sich dagegen°°°
wohnimmobilien werden für großinvestoren immer interessanter, sagt das handelsblatt. in dem artikel lernt man jede menge über die akteure. ich persönlich hätte nie gedacht, dass sich hinter „KWG Kommunale Wohnen“ eine börsennotation und damit der zwang zur hohen rendite verbirgt.°°°
in zürich kam es bei einer spontandemo zu enormen sachschaden, die nzz ist ob der ziele der demonstranten mehr als ratlos.°°°
ein halbstaatlicher tschechischer Stromkonzern verfolgt säumige schuldner mit gewaltvollen methoden°°°
die stadt als fabrik, so zumindest liest sich die indische stadt pune in einem artikel der ftd°°°
schon wieder wurde in calais eine selbstorganisierte ansiedlung von migranten durch einen polizeieinsatz zerstört. mehr über die situation von migrantInnen in calais erfährt man in dem film „welcome“°°°
über die segregation bis hin zur verfolgung von roma in vielen teilen der eu lässt sich in diesem artikel etwas lesen°°°
unter anderem wegen der wirtschaftskrise verlassen viele menschen london°°°
ab achten mai darf man von animateuren unterhalten auf das eingezäunte und bewachte gelände des ehemaligen flughafen tempelhof in berlin°°° am samstag forderten ca. 250 leute den erhalt des räumungsbedrohten hausprojekts liebigstr.°°°architektur als städtische bildpolitik verhandelt ein artikel des tagesspiegels am beispiel eines galerieneubaus.°°°
in düsseldorf werden munter weitere bürokomplexe gebaut°°°während sich eine ausstellung im stadtmuseum mit der „grünen“ stadt wenig kritisch auseinanderzusetzen scheint°°°
°°°hamburger senat und bezirke wollen weniger spielhallen. da sie auch weniger zigarettenrauch in kneipen wollen, sehe ich hier eine prima gelegenheit für echte prohibitionsromantik: in einem schummrigen hinterzimmer bei guter musik rauchen und geld in automaten versenken. eine rote birne über der tür blinkt, wenn die ordnungsmacht kommt. die automaten verschwinden hinter den wänden und das koblauch-kaffeeraumspray lässt den nikotiongeruch entweichen. °°°harburg kriegt noch geld für wilhelmsburg, obwohl die insel gar nicht mehr in den bezirk gehört, sondern inzwischen nach mitte°°°heute streiken in hamburg die kitas und der streudienst. beim streudienst hatte man doch schon die ganze zeit die vermutung, dass er mit asklepsios zusammenarbeitet und deswegen lieber mal nicht zuviel macht.°°°in hamburg, berlin oder kiel kann man jetzt per sms plakatieren.°°°es haben sich schon mehr als 1000 leute in die sms-liste für den tag der fällung der bäume im gählerspark angemeldet. da dürfte der energiekonzern, zu dessen gunsten die bäume fallen sollen kein vergnügen haben. °°°für die internationale gartenschau sollen in wilhelmsburg neben den 484 schon gefällten bäumen noch 2235 abgeholzt werden. braucht da jemand dringend kaminholz, oder was macht das für einen sinn?°°°was will der hamburger senat eigentlich: bürgerbegehren oder in ruhe regieren könne, wie sie wollen, das fragt sich die magerfettstufe°°°
°°°griechenland, spanien und portugal wanken sind ökonomisch angezählt und die drohenden wirtschaftskrisen dieser länder senden signale der beuunruhigen in die welt der finanzwirtschaft. °°°
eine grobe übersicht über die finanznöte bundesdeutscher kommunen gibt es hier°°°
seoul soll zur grünen metropole werden.°°°
mehr und mehr us-amerikanerInnen verlieren ihre arbeit°°° selbst us-elite-unis müssen jetzt kräftig sparen. yale zum beispiel an den heizkosten°°°
jetzt, wo man mit fug und recht behaupten kann, dass die unselige „agenda 2010″ ein voller erfolg war: die soziale spaltung ist auffallend stärker geworden , eine deutliche steigerung der angst vor dem sozialen abstieg ist sichtbar und somit hat sich sicher auch die produktiv der einzelnen arbeitnehmer erhöht, scheint der name „agenda 2020″
für ein gemeinsames projekt von merkel und sarkozy wie eine drohung für die lohn- und transferleistungsbezieher beider länder.°°°
°°° für die sicherheitskonferenz 2010 wird münchen zur streng normierten zone°°°
morgen, am 6.2 gibt es in berlin eine demo gegen die drohende räumung der liebigstr.°°° die gebäude der sechziger und siebziger werden in berlin nicht gepflegt.°°° im wedding wächst die kunstaffine gruppierung der bevölkerung mietenspiegelunauffällig°°°
der frankfurter nahverkehr wurde durch warnstreiks lahmgelegt°°°
in wien gibt es an einer straßenecke einen offenen bücherschrank, wo jeder bücher abstellen und oder herausnehmen kann°°°
°°°der hamburger senat findet naherholung und büergerwillen nicht so wichtig wie eigentumswohnungen oder hübsche bürotürme°°°deswegen greifen nun die bürger zum schnee und bauen sich iglus als tempöräre wohnstätten°°°endlich financiers für die elchphilharmonie gefunden: die partei gibt spendengelder ab um endlich mal ein tolles bauwerk in die stadt zu bringen. hätten wir welche wir würden dazu stiften.°°° dabei hilft ihnen die oppositonspartei spd wahrscheinlich unwillentlich, in dem sie für einen bausstopp bei der elbphilharmonie plädiert°°° kiezterror diskutiert, ob man die aufwertung von stadtteilen wie steilshoop gut finden kann. ich bin letztens mit einem taxifahrer gefahren, der dort wohnt und begeistert davon erzählte, wie toll die wohnungen sind, dass die nachbarn untereinander gut klar kommen, und dass es schön ist, wenn die häuser saniert werden. ihm fiel ottensen und der kiez mit diesen ganzen neu- und prachtbauten gewaltig auf die nerven und er war der meinung, man hätte doch einfach die alten häuser gut mal ein bisschen raus putzen können, so wie in steilshoop, und dafür nicht die mieten steigern. da kann ich ihm nur zustimmen. nicht die doppelverglasung und der park sind meines erachtens das problem, sondern die hohen laden- und wohnungsmieten°°° die mittelschicht ist armutsgefährdet so eine der thesen der konferenz zur sozialen spaltung°°°die haspa gleitet wohl doch nicht so stabil durch die finanzkrise, wie sie es gerne täte: kundengelder, die die sparkasse bei ubs investierte sind nun wech°°° dafür erholt sich angeblich der hafen jetzt von seiner großen flaute im letzten jahr°°°in der schanze ist es den anwohnerInnen nachts zu laut°°°die berliner künstler aus dem räumungsbedrohten tacheles wollten gerne nach hamburg kommen um bei der hsh-nordbank zu erreichen, dass ihr grundstück nicht verkauft wird, der senat möchte sie aber nicht unterstützen. er mag ja auch lieber büroflächen°°°
954 YEARS OF SULUKULE | TRAILER from Jinnah Komatsu on Vimeo.
Bis 2010 soll das Roma-Viertel Sulukule in der Stadtmitte Istanbuls vollständig abgerissen sein – um Platz für Villen zu schaffen. Im Gegenzug dazu soll die ehemalige Bevölkeurng Sulukules in Neubausiedlungen am Rand der Stadt untergebracht werden; zumeist fernab ihrer Arbeitsmöglichkeiten.
Die interdisziplinäre Sulukule-Plattform wehrt sich gegen die Zwangsräumungen und den Abriss der Siedlung.
Ich gehe durch die Stadt – ohne Ziel; Rechts und links von mir: Häuserschluchten. Rhythmische Schritte auf dem Asphalt, meine Gedanken im Leerlauf. Ich tauche auf, ich tauche ab. Alle Menschen auf der Straße sind auf der Suche. Flüchtige Begegnungen, kurze Blicke: Weiter.
Ich gehe durch die Stadt – stundenlang. Dem Dorf entkommen, suche ich meinen Platz in der Stadt. Ich schmiege mich an die Glas-Fassade: Ich passe nicht. Ich kommuniziere mit der Ecke, trete in Kontakt mit dem leeren Platz: Passe nicht. Ich neige mich im rechten Winkel zur Laterne: Passe immer noch nicht.
Ich gehe durch die Stadt – ohne Zweck. Ich bin einfach nur da. Bin nicht kreativ, male keine Bilder, entwerfe keine Kleider oder Häuser, schreibe keine verdammten Artikel, sitze an keinem neuen Projekt. Bin nicht produktiv. Schaffe keinen Mehrwert. Schaffe Kilometer und verharre unvermittelt.
Ich gehe durch die Stadt – ohne Plan. Gilt das schon oder ist es nur Simulation? Weiter. Zurück. Nochmal. Anders. Mein Aussehen? Not your business! Meine Gedanken? Weiter im Leerlauf. Zerissen. Fahrig. Unperfekt. Zweifelnd. Nicht passend. Ich … möchte Teil einer Bewegung sein: Recht auf Stadt.
Aus dem „Recht auf Stadt“-Netzwerk stammt der Fund eines Zeit-Artikels von 1985, der die Positionen von Anwohner_innen und Senat hinsichtlich Ikeas damaligen Ansiedlungsplänen in Schnelsen beschreibt.
So regte sich auch im Hamburger Norden Widerstand: Die Anrainer fürchten um ihre Wohnqualität und der Schnelsener Einzelhandel gar um seine Existenz. „Sie wollen“, so schrieben die erbosten Krämer in einem Brief an Wirtschaftssenator Lange, „hier ein Exempel statuieren und in skrupelloser Art und Weise … das Geschäftszentrum durch Wettbewerbsverzerrung ruinieren.“ (…)
Werben soll das Projekt Ikea aber auch für die Hansestadt Hamburg, deren Erster Bürgermeister Klaus von Dohnanyi erst jüngst in einer programmatischen Rede zur Unterstützung des „Unternehmens Hamburg“ aufgerufen hatte, um dem Ruf der Wirtschaftsfeindlichkeit entgegenzuwirken. Wirtschaftssenator Volker Lange griff denn den Umsiedlungsplan von Ikea erfreut auf: „So eine Ansiedlung hat ja auch eine Symbolkraft. (…)
Händlerproteste und Bürgerzorn freilich müssen ach nicht in bösen Briefen und Versammlungen erschöpfen. Die Belange und Vorstellungen von Bürgern oder Interessengruppen, so will es das Bundesbaugesetz, sollen „frühzeitig“, solange also aoch Änderungen des Bauplans möglich sind, mit einbezogen werden. (…)
Den Hamburger Senat freilich muß die Kontroverse im Eimsbütteler Bezirk nicht weiter stören: Er hat das Recht, die Entscheidung an sich zu ziehen.
Wem gehoert die Stadt? from Sebastian Loewe on Vimeo.
seit mindestens einem halben jahr versuchen die wirtschaftsnachrichten mit dem mottosong: „die rezession ist vorbei“ die lage zu beruhigen.
so ist es schwer parameter für die auswirkungen der finanz- und wirtschaftskrise zu finden. einer davon sind die haushalte der kommunen über die gestern an dieser stelle ausführlich dokumentiert wurde, ein weiterer die zahl der insolvenzen vor allem mittelständischer betriebe, da diese das leben in den städten nicht unwesentlich mitprägen. bei diesen zahlen sieht es genau wie bei den kommunenkassen recht düster aus. 2009 sind in europa 230.000 firmen insolvent geworden, das sind 26 prozent mehr als im vorjahr und selbst dort war schon wirtschaftskrise. erstaunlich finde ich wie wenig man zum beispiel über die wachsende armut in irland mitbekommt, selbst wenn man, so wie für diese zeilen hier, fast täglich alle führenden printmedien und einige randständige mindestens schlagzeilenmäßig konsumiert. ein weiterer allerdings recht ungenauer gradmesser ist das konsumklima und das trübt sich in der bundesrepublik zumindest ein. wenn da mal kein nebel aufzieht.°°°
in granada wehren sich menschen gegen die gentrifizierung und haben ein manifest veröffentlicht°°°
wie der öffentliche raum für wirtschaftliche zwecke durchreguliert wird, entfaltet sich bis zur absurdität in cadiz: dort durften anwohnerInnen wegen eines filmdrehs nur zu bestimmten zeiten ihre wohnungen verlassen.°°°
der züricher gemeinderat streitet vehement über die wohnungsproblematik, dabei geht es unter anderem um die letzen drei „entwicklungsgebiete“ und die politisch scheins ungewollte verknappung kostengünstigen wohnraums.°°°
in köln wird der nord-süd-bahntunnel nicht gebaut°°°
in vancouver bildet sich eine bewegung gegen olympia, das olympia resistance network und die auswirkungen der spiele, auf die städte die sie beherbergen.°°°°
berlin schreibt die „ringbahn“ eine s-bahn-strecke, die im kreis durch die berlin zieht, öffentlich aus und eröffnet damit einen wettbewerb gegen die db°°° die öffentliche wohnungsbaugesellschaft howoge stellt sich den vorwürfen mangelnder transparenz und überprüft ihre vergabeverfahren°°°kreuzberger anwohner stellen sich gegen die eröffnung eines druckraums.°°°
°°° „recht auf stadt“ in hamburg wird in einem indymedia-artikel chronologisch betrachtet. da lohnt sich das indy-format und man kann auf weitere ergänzungen hoffen°°° die konferenz „eine stadt für alle“ im bürgerhaus wilhelmsburg ist mit 200 teilnehmern komplett ausgebucht°°° die klasse 9a der otto-hahn-schule hat einen film über mobbing ins netz gestellt „she-wands-bek“, super titel, ganz schön gute musikunterlegung und coole schnitte. hut ab. °°° die wohlfahrtsverbände warnen vor der sozialen spaltung hamburgs. 13 ,1 prozent der hamburger haben nicht genug geld zum leben°°°die fernsehturm-plattform wird erneuert und vielleicht kann man bald mal wieder von da aus über die stadt gucken.°°° in lokstedt entsteht ein neues „quartier“ mit 600 wohneinheiten. wieviele davon eigentum und wieviel sozialwohnungen wird nicht in dembeitrag von hh1 erwähnt, dafür erfährt man aber von einer sportkita, wofür auch immer das notwendig sein soll. °°°
ACTION:
> alle, die sich für künstler_innen-räume persönlich
> und unmittelbar engagieren möchten und auf der suche
> nach arbeitsräumen sind: die seefahrtschule heuert noch an.
> alle die mitmachen würden, das heißt, sich für
> den erhalt des gebäudes einsetzen möchten
> und dafür, dass das gebäude für kulturschaffende
> nutzbar gemacht wird, anstatt abgerissen oder
> zu einer schönheitsklinik, sollen einfach eine
> mail an die mailto:seefahrt@wonderful-world.com senden.
Familiengärtner wehren sich (Zürich , NZZ Online)
Die Mitglieder des Familiengartenvereins Altstetten-Albisrieden starten am kommenden Wochenende eine Unterschriftensammlung. Damit wollen sie verhindern, dass ihre 120 Schrebergärten dem geplanten Eishockeystadion zum Opfer fallen.
Altonaer Güterbahnhof soll Künstler aufnehmen
Die alten Güterbahnhallen in Hamburg-Altona könnten ein neues Domizil für die 130 Künstler werden, die zur Zeit noch in der Frappant-Ruine arbeiten. Die Atmosphäre eigne sich sowohl für ein Bürgerkulturzentrum als auch für Künstlerateliers, sagte Altonas CDU-Fraktionschef Uwe Szczesny dem Sender NDR 90,3.
die auswirkungen der wirtschaftskrise stellen viele bewohner großbritanniens vor die existenzielle frage: hungern oder frieren°°°
über das leben in suedfranzsösischen flüchtlingsansiedlungen berichtet die jungle-world°°°
°°°jetzt wird es laut: den kommunen brechen die gelder unter den wackligen dächern weg und sie greifen, so wie oberhausen mit der sexsteuer, zu verzweifelten massnahmen.
“Deutschlands Städte und Gemeinden rechnen in diesem Jahr mit einem Rekorddefizit in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Das seien fast 50 Prozent mehr als in der bislang schwersten kommunalen Finanzkrise im Jahr 2003, sagte Städtetagspräsidentin Petra Roth bei der Vorlage der Finanzprognose in Berlin. „Ein Teil der Städte steht vor dem Kollaps und droht handlungsunfähig zu werden.
in chiapas wurde eine zapatisitsche gemeinde geräumt°°°
in bosnien wurde eine muslimische stadt durchsucht°°°
wegen der forderung „museen sollten ihre sammlungen verkaufen um ihre haushalte zu sanieren“, äußern kulturminister ihr unbehagen°°°
die bombodrom-gegnerInnen entwickeln ein eigenes nutzungskonzept für die heide°°°
die stuttgarter „elbphilharmonie“, der bahnhof stuttgart 21, wird nun gebaut. was für ein weiterer leuchtturm des wahnwitzes.°°°
in zürich wird an der kunstuni gespart°°°
in sachsen wird das versammlungsrecht so umgebaut, dass versammlungen fast nicht mehr möglich sind.°°°
°°°°die aufgrund einer immobilienblase gestartete finanz- und wirtschaftskrise ist noch lange nicht vorbei aber in der zeit wird schon mal wieder werbung für hypotheken gemacht.°°°
ikea bleibt wohl nicht alleine in der großen bergstraße in hamburg-altona, jetzt will auch c und a einen platz dort haben. da wird es wohl eng werden für die kleinen einzelhändler dort.°°° die städtische wohnungsgesellschaft saga betreibt lohn-dumping°°° vielleicht stoppt die gal die moorburg-trasse°°°als neue karte im hamburger uni-monopoly wird jetzt der harburger hafen auf den tisch gelegt°°° eine webseite über das mieten in hamburg findet sich hier. was ich davon halten soll, weiss ich noch nicht, aber im zweifelsfall ja immer lieber mieten als kaufen°°° bezirksamtsleiter schreiber und möchtegernmäzen kretschmer guckten sich zusammen den brandshofer deich an°°° wie aus einer einkaufs- und wohnstr. ein mini-hans-albers-platz wird, kann man am beispiel der susannenstr. hervorragend sehen. auch, dass man dabei nicht, wie der steg-geschäftsführer rösner es so gerne tut, von einer „natürlichen“ entwicklung sprechen kann, sondern von einer eindeutigen politischen willensäußerung.°°° „beim „landgang durch die sonderrechtszone“ wurde 2009 ein demonstrant durch die polizei verletzt, trotz deutlicher videoaufzeichnung, konnte bis jetzt angeblich noch keiner der polizisten auf den aufnahmen erkannt werden.°°
wie berliner wohnungsbaugesellschaften ihre aufträge vergeben ist momentan eine im berliner senat diskutierte frage°°°
Wallisellens urbane Metamorphose (Zürich , NZZ Online)
In Wallisellen fahren bald Baumaschinen auf: Auf dem Richti-Areal ist der Spatenstich gemacht worden. Als erstes entstehen ein 18-stöckiger Büroturm sowie ein 6-stöckiger Flachbau. Auf dem Brachland werden bis 2014 fünf weitere Wohn- und Bürogebäude gebaut
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