Archiv für März 2010

mailtipp: Aktion Sperrminorität

Aktion Sperrminorität
Unternehmen Stadtbau übernehmen: Satzung besetzen

Die dreijährige Bindungsfrist des Bürgerentscheids gegen den Verkauf von städtischen Wohnungen ist abgelaufen. Ab jetzt könnten wieder Wohnungen der Freiburger Stadtbau GmbH und auch andere städtische Wohnungen verkauft werden. Kaum vorstellbar ist, dass die Freiburger BewohnerInnen turnusmäßig, jedes vierte Jahr, erneut einen Bürgerentscheid zum selben Thema herbeiführen wollen.
philosoph

Der Philosoph macht sein Kreuz

Die Aktion Sperrminorität hat ein Modell entwickelt, mit dem die basisdemokratische Einflussnahme auf die Geschäftspolitik der Stadtbau dauerhaft gesichert sein wird:

gegen zwangsräumungen

richtet sich die anti-evicition-alliance in südafrica, die anläßlich der fussballweltmeisterschaft auf die probleme arme menschen aufmerksamen machen möchte. sie ist bestandteil der poor-people-alliance einer zusammenarbeit von armen menschen, die in südafrika versuchen politischen druck aufzubauen, um sich und allen armutsbetroffenen ein besseres leben zu erstreiten.

Grüner Salon wurde sich von Recht-auf-Stadt-AktivistInnen angeeignet

toll, hoffentlich gibt es bald davon videos im netz zu finden:

protest

Alibiveranstaltung „Grüner Salon“ vom Aktionsnetzwerk „Altona steht auf“ gekapert | „Schreberspacken“

Alibiveranstaltung „Grüner Salon“ vom Aktionsnetzwerk „Altona steht auf“ gekapert

Zur heutigen Veranstaltung des „Grünen Salons“ erschienen rund vierzig Aktive aus acht Initiativen aus dem Recht-auf-Stadt Zusammenhang, die sich zu dem Aktionsnetzwerk „Altona steht auf“ zusammen gefunden haben um gegen die inszenierte Form von Bürgerbeteiligung zu protestieren.

Wir durch Zauberhand waren für die Teilnehmer des Aktionsnetzwerks ausreichend Ehrenkarten vorhanden mit dem Aufdruck „freier Eintritt – die Stadt gehört allen“.

Die Moderatorin wies zu Beginn Ihrer Eröffnungsansprache leicht angesäuert darauf hin, dass sich „die Hälfte der Teilnehmer auf kreative Weise Zugang erschlichen hätten“. Sie erklärte, dass die Vortragenden Honorare erhielten und das wertvolle politische Bildung ihren Preis kosten würde. Darum seinen Eintrittspreise notwendig und drei bzw. fünf Euro wären kulant. Erstaunlich, dass ein „grüner“ Lobby-Verein wie die Heinrich-Böll-Stiftung seinen „grünen“ Demokratie-Versagerinnen Geld bezahlt und eine Bühne zur Verfügung stellt, auf der sie ihr lädiertes Image polieren können. Für mein Empfinden sollte es anders herum sein.

Nach der Eröffnungsansprache durch die Moderatorin standen einige Aktivisten auf und entrollten diverse Transparente. Ein Teilnehmer trug die Forderungen des Aktionsnetzwerks vor:

* Sofortiger Stopp aller Großprojekte inkl. Masterplänen.
* Schluss mit der Pseudo-Bürgerbeteiligung. Her mit der Entscheidungsbeteiligung für die Anwohner.
* Hamburg braucht sozialen Wohnungsbau.
* Runter mit den Mieten und Baustopp für Büroflächen.
* Keine Umstrukturierung von Grünflächen.
* Schluss mit der Kriminalisierung von Bürgerprotesten.

Nach ihrem Statement rollten die Aktivisten ihre Transparente wieder ein, und verließen die Veranstaltung zusammmen mit den übrigen Protestlern. Die Botschaft war unmissverständlich: Mit Lügnern wollte niemand diskutieren.

Während des Vortrags fiel Lars Andersen, Geschäftsführer der GAL-Fraktion in Altona, unangenehm durch penetrante Zwischenrufe aus dem Publikum auf.

Der Versuch einer Verhöhnung echter Bürgerbeteiligung durch die Alibiveranstaltung „Grüner Salon“ konnte heute abgewehrt werden. Einer „grünen“ Imagepflege auf Staatskosten darf keine Chance gegeben werden.

stadtnachrichten mittwoch 31.3.2010

wie er das schrumpfende detroit vor dem ruin bewahren möchte, erzählt bürgermeister bing in der zeit°°°

die krise auf den globalen immobilienmärkten hält immer noch an°°°

in der konkurrenz der städte wähnt sich düsseldorf, wegen seiner hohen dichte von tollen marken auf der kö, mit der nase im wind des kapitalismus°°°

in wien wurde vor 30 jahren ein flüchtlingsdorf namens „macondo“ gegründet. jetzt kümmert sich eine gruppe von aktivistInnen darum, das die freien flächen rund um das gelände in gärten für die bewohnerInnen verwandelt werden°°°

in italien kam es bei einer migrantischen revolte zu schüssen in die luft durch die polizei. in dem indymediabericht klingen die zustände in den lagern für asyl- und arbeitssuchende menschen grauenhaft. °°°

unter anderem wegen zu hoher mieten schließt in köln ein großes kino°°°
in rotterdam haben 50 aktivistInnen das abschiebegefängnis zestienhoven besetzt°°°
an hesssischen schulen sollen 45 millionen euro eingespart werden in diesem jahr°°°

zürich hat das letzte jahr mit einem minimalen minus abgeschlossen.°°°der tagesanzeiger blickt am beispiel der altstadt kritisch zurück auf die stadtentwicklung in zürich.

baugruppen sind irgendwie out in berlin. die stadt versucht fünf grundstücke zu vergeben und keiner möchte sie so richtig haben.°°°das gelände der kreuzberger markthallen wird umgestaltet und bürgers dürfen an einem workshop zur ideenfindung teilhaben. von möglichen entscheidungskompetenzen wird abe rmal wieder nichts geschrieben. diese durchgängige bürgermarktforschung zur nachhaltigen erzeugung von engagement, bei der noch nicht mal ausfallshonorar gezahlt wird und die sich dann auch noch „partzipation“ nennt, nervt. °°° der senat versucht sich in pressemitteilungen über die geringen wirtschaftlichen einbussen zu profilieren. nur: man kann einem armen mann nicht in die taschen greifen. in einer stadt, deren wirtschaftlicher schwerpunkt behörden und verwaltung sind, kann eine kleine wirtschaftskrise das geringe budget nicht noch viel geringer machen. obwohl, kann sie doch, aber das dauert noch bis zum einsetzen der schuldenbremse.°°°anwohner des groß glienicker sees versuchen das gelände zu ihrem zu machen, indem sie einfach zäune aufstellen und zufahrtswege absperren.°°°über den umzug der wagenburg „schwarzer kanal“ nach neukölln berichtet der tagesspiegel°°°indymedia diskutiert das papier „sozialrevolutionäres stadtentwicklungsprogramm“°°°

hamburgs wirtschaftsleistung hat sich im letzten jahr nur um 3,2 prozehnt verschlechtert. das ist im verhältnis zum ausmass der wirtschaftskrise ein ziemlich niedriger satz. nichtsdestotrotz hat es den hafen deutlich getroffen.°°°die sozialleistungen bei den kitas sind deutlich gekürzt worden. zum beispiel sind die preise für das essen bis zu 60 prozehnt gestiegen°°°bis ende dieser woche fällt die entscheidung, ob nobnq das gelände auf dem bnq entstehen sollte für 9,5 millionen euro kauft. °°°am 24 april macht das hafenmuseum doch wieder auf°°°wegen des kahlschlags des buchhofwaldes an der osdorfer landstrasse versammelten sich 200 leute vor dem bauverein der elbgemeinden und drückten ihre wut aus. interessanterweise wird auch noch ein pastor einen gedenkgottesdienst für den wald halten. das mutet recht heidnisch an.°°°das spendenparlament hat eine viertel milionen euro an soziale projekte vergeben°°° die elbphilharmonie ist nicht nur viel zu teuer, nein jetzt kann sie auch noch tatsächlich nicht rechtzeitig fertig werden. was für ein schildbürgerstreich, dieser leuchtturm auf dem festland.die kultursenatorin steht deswegen in der kritik.°°° °°°das lichtkonzept für die iga wilhelmsburg steht und hat bestimmt nicht wenig geld gekostet°°°die saga und frank otto bieten jetzt aufs gängeviertel°°°

„Alleine machen sie dich ein“ – die Zürcher Häuserbewegung 1979 – 1994

zeichnung

Recht auf Stadt, das wurde und wird sich in Zürich schon lange genommen. Einen Blick in zwanzig Jahre der Züricher Häuserbewegungsgeschichte ermöglicht eine 8-teilige DVD-Sammlung, die diesen Monat erschienen ist und die wir euch gerne präsentieren möchten.
Dazu zeigen wir euch nicht nur einen der Filme, sondern es werden auch noch zwei Aktivisten aus Zürich über die derzeitige Situation in der „little big city“ sprechen.


Freitag, 2. April – Hamburg:
Ort: Centro Sociale, Sternstrasse 2, Hamburg, ab ca. 19.15 Uhr

wie verdrängung erzeugt wird

auf der suche nach fotos vom real-markt-gebäude auf dem heiligengeistfeld stolperte ich über folgenden text, der deutlich macht, wie gezielt die entwicklungen in richtung „teure wohnlage“ der anliegenden viertel betrieben wurde:

Die 1911 erbaute „Alte Rinderschlachthalle“ zählt zum denkmalgeschützten Gebäudeensemble des alten Hamburger Schlachthofs. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Fleischgroßmarkt sowie zum Messe- und Congress-Zentrum im Stadtteil St. Pauli.

Der Schlachthof stellte früher eine undurchlässige bauliche Barriere zwischen Schanzen- und Karolinenviertel dar. Beide Viertel zählen zu den verdichteten Innenstadtquartieren mit einem hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen. Dort kam es aufgrund von Attraktivitätsverlusten im Wohnungsbestand beim Kleingewerbe und den Einzelhandelsgeschäften zu einer Abwanderung der höheren Einkommensschichten.

Seit 1994 verfolgt die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen ihres Stadtentwicklungskonzepts in St. Pauli die Bündelung von sozial-, beschäftigungs- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen in einem quartiersbezogenen, integrierten Handlungsansatz. Dadurch wurde eine behutsame Aufwärtsentwicklung möglich.

st pauli music hall

gestern, am montag den 29.märz, trafen sich über 60 anwohnerInnen im centro sociale um sich wegen den veränderungen auf dem heiligengeistfeld zu beraten.
klar wurde, dass es nach der schließung von real ende dieses monats, weiterhin einen großen bedarf für fussnahe lebensmittelversorgungsmöglichkeit gibt.

klar wurde auch, dass keinerlei interesse an mehr eventschauplätzen in direkter umgebung besteht. schon jetzt ist die alltägliche belastung durch massen von menschen die dh die angrenzenden viertel auf der suche nach auf- und anregung durchstreifen, schon jetzt fast zu hoch.

außerdem wurden weiter mietensteigerungen und noch knapper werdender wohnraum befürchtet.
es entwickelten sich im laufe der diskussion erste ansätze zu eigenen planungen für das gelände und auch ideen zum protest gegen die derzeitigen stratgien der stadt, die fast schon entschieden hat, was auf dem gelände geschehen soll und unter bürgerbeteiligung versteht, dass ein oder zwei vertreter beliebiger gruppierungen gegen ende des planungsprozesses im besten fall kritisch anmerken dürfen, dass der eine baum doch besser erhalten bliebe.

das zahlreiche erscheinen der menschen gestern zeigt deutlich, dass diese art von beteiligung nicht mehr ausreicht um den berechtigten unmut in schach zu halten

also iheart digital live hat es von helga und wir haben es von ihnen.

facadeprinter.org – three stones from Facadeprinter on Vimeo.

wir haben es von spreeblick

stadtnachrichten dienstag 30 märz

die verbraucherpreise steigen. die wirtschaftskrise kommt nun also in form einer bisher steil ansetztenden inflation auch in der bundesrepublikanischen gesellschaft an. insbesondere in städten mit ihren geringen gelegenheiten zur substistenzwirtschaft, wird die effekte sicherlich schnell spür- und sichtbar.°°°

die wirtschaftskrise verschärft die eh schon schlechte lage für wanderarbeiter in spanien um einiges.°°°

in wuppertal haben über 5000 leute gegen die schließung des theaters protestiert. bei einer unterschriftensammlung kamen 36.000 stimmen gegen die schließung zusammen°°°

jetzt trifft die immobilienkrise den us-amerikanischen mittelstand°°°

über die verdrängung von mieterInnen in stuyvesanttown schreibt der mietenstoppblog.°°°

nicht nur will die stadt wien, wie wir gestern berichteten, betteln verbieten, nein auch die prostitution soll in die zone der unsichtbarkeit verbannt werden.°°° der wagenplatz „treibstoff“ ist auf der suche nach einem neuen ort, da sie jetzt das winterquartier räumen mussten.°°°

einen neuen platz gefunden hat der „schwarze kanal“. die queere berliner wagenburg steht nun mitten in einer kleingartenkolonie °°° eine kleingartenkolonie in der nähe des kurfürstendamms hingegen muss investorenarchitektur weichen°°°investoren zahlen 30 milllionen euro, damit die ehmals landeseigene gsw nun an die börse gehen kann. das könnte die stadt berlin ja mal in anti-gentrifizierungsmassnahmen wie budgets für selbstverwaltung von stadtteilen investieren, oder als dividende an die mieterInnen auszahlen, die das kapital schließlich mit ihren monatlichen abgaben erwirtschaftet haben. °°° die schöneberger initiative „sozialmiete“ lädt zu einem umzug gegen teure mieten ein.°°°über die entwicklung der rütli-schule vom „problemfall“ zum „campus“ berichtet der tagesspiegel°°° in kreuzberg werden die beliebten grundschulen knapp.°°°

düsseldorf möchte seine bahnhöfe eher langweilig und geht deswegen verstärkt gegen graffitis vor°°° 22 millionen mehrkosten beim bau der neuen fachhochschule werfen fragen auf.°°°

die debatte um die kosten für die elbphilharmonie schlägt hohe wellen. jetzt fragt sich die mopo schon, ob es ole von beust schaden kann, das projekt mit auf den weg gebracht zu haben. die spd fordert einen untersuchungsausschuss und will damit erreichen, das tatsächlich alle bücher offengelegt werden müssen und aussagen zu dem thema unter eid geschehen. die partei die linke unterstützt die forderung. °°°

Kein Abriss des »Klapperfeldes«!

faitesvotrejeu.tk

Wie bereits mehrfach in der Presse berichtet wurde, plant die Stadt Frankfurt den Abriss des ehemaligen Polizeigefängnisses »Klapperfeld«. Dies manifestiert sich im vom Stadtplanungsamt vorgestellten sogenannten »Innenstadtkonzept«. Dort heißt es auf Seite 29: »Das Untersuchungsgefängnis soll abgebrochen werden und durch einen Neubau ersetzt werden.«

Imke Kurz, eine Vertreterin der Initiative »Faites votre jeu!« – die das »Klapperfeld« seit Ende April 2009 als selbstverwaltetes Zentrum nutzt – sagte dazu: »Wir sind sehr verwundert darüber, dass es bisher von Seiten der Stadt wohl niemand für nötig gehalten hat, uns über diese neueren Pläne in Kenntnis zu setzen.« Sie ergänzte: »Erst im April letzten Jahres mussten wir das bis dahin von uns genutzte ehemalige Jugendzentrum in Bockenheim verlassen und in die Klapperfeldstraße umziehen.«

Seit dem Umzug setzt sich die Initiative bzw. der »Arbeitskreis Geschichte« mit der Historie des Gebäudes auseinander. Die Dauer­ausstellung dazu eröffnete im August 2009, deren bisheriger Schwerpunkt die Nutzung des Baus durch die Gestapo während des Nationalsozialismus ist. Seit kurzem ist diese Auseinandersetzung auch auf der Website klapperfeld.de dokumentiert. Dazu Maja Koster, eine Vertreterin des AK-Geschichte: »Die Auseinandersetzung mit der über 115-jährigen Gefängnisgeschichte begreifen wir als kontinuierlichen Prozess, welcher integraler Bestandteil unseres Projekts geworden ist. Nachdem wir damit begonnen haben, die Geschichte des Gebäudes zu rekonstruieren, die trotz der zentralen Lage in der Frankfurter Innenstadt vorher so gut wie keine Beachtung gefunden hat, plant die Stadt den Abriss dieses geschichtsträchtigen Ortes. Wir halten es für unererlässlich, dass dieser Teil der Frankfurter Geschichte erhalten und allen interessierten Menschen zugänglich bleibt. Die Abrisspläne werden wir keinesfalls hinnehmen.« Neben dieser geschichtspolitischen Auseinandersetzung wurden zahlreiche Räume in Eigenleistung renoviert und seitdem vielfältig genutzt – zum Beispiel als Ateliers, Ausstellungs- und Veranstaltungsräume, Sporträume, Fotolabor, Plenaräume und Proberäume

Zu den angeblichen Mitwirkungsmöglichkeiten, die das Stadtplanungsamt im Rahmen ihrer Kampagne zur Legitimierung des »Innenstadtkonzeptes« einräumt, sagte Imke Kurz abschließend: »Dass jetzt die Stadt im Rahmen sogenannter ›Themenwerkstätten‹ versucht, ihrem Konzept durch vermeintliche Partizipationsmöglichkeiten den Anschein einer demokratischen Legitimation zu verleihen, ist nichts als Schönfärberei. Da augenscheinlich die vom Konzept direkt betroffenen Menschen und Gruppen in diesem weder Erwähnung finden, noch von diesem informiert worden sind, halten wir eine Teilnahme an derlei Veranstaltungen für absolut sinnlos. Nichtsdestotrotz werden wir das gesamte Vorhaben der Stadt ab jetzt kritisch begleiten.«

CENTRO SOCIALE

CENTRO SOCIALE
März 29th, 2010

HINGEHÖRT: Der Sanierungsbeirat Wohlwillstraße tagt öffentlich (!) am Dienstag 30.3. um 19 h, Paul Roosen-Str. 13. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Bebauung des RealMarkt-Geländes / MusicHall un das Pestalozziquartier (Kleine Freiheit/Große Freiheit).

stadtnachrichten montag 29 märz


niedersachsen
möchte video-drohnen zur überwachung einsetzen°°°

immer weniger läden gibt es in der bahnhofsstraße in zürich, weil die mieten zu stark steigen°°°über die weiteren wachstumststrategien der stadt berichtet der tagesanzeiger°°°

die innenminister von berlin und brandenburg halten an der residenzpflicht für asylsuchende fest°°°

die eu sucht nach neuen wirtschaftsstrategien um armut zu senken und jobs zu schaffen.das mit der arbeit scheint eine veritable religion zu sein. °°°
in china wächst eine immoblienblase°°°°

immer noch verlieren massenweise us-amerikaner ihre häuser°°°das handelsblatt hingegen empfiehlt genau die strategien, die in den usa zur bildung und zum platzen der immobilienblase geführt haben, jetzt auch in deutschland endlich mal anzuwenden.°°°

in berlin wird für 300 millionen euro eine neue s-bahn-strecke gebaut°°°die berliner immobilien holding erlebt starke umstrukturierungen, nachdem sie mit städtischem kapital missgewirtschaftet hat und jüngst von der staatsanwaltschaft angeordnet durchsucht wurde°°° termine für „mediaspree entern“ stehen hier°°° wirbleibenalle stellt einen längeren bericht über die freiraumdemo in poznan ins netz. bei der demo waren 2000 menschen°°°

gegen das bettelverbot in wien setzte ein flashmob vor dem rathaus ein deutliches zeichen°°°

ein düsseldorfer architektur-kongress fordert schöneren städtebau.°°°

die langzeitstudie über das schrumpfen von wittenberg komt bei den wittenbergern nicht so gut an.°°°

finanznot führt kommunen zu beachtlich breit gefächerten massnahmen: bad oeyenhausen wettete mit städtischem kapital auf zinsen. in nordrheinwestfalen werden reihenweise theater geschlossen, das dorf lengden hat sich zum einem münsterländer vegas entwickelt und wirft massiv vergnügungssteuer ab, statt schlaglöcher zu flicken werden überall in der republik „tempo 30″-zonen eingerichtet, in leipzig werden der jugenarbeit eine halbe millionen euro entzogen und in köln ist die hotelsteuer jetzt eine beschlossene sache°°°

in berlin gehen mehr touristen als bewohnerInnen der stadt in die museen°°°falls jemand eine nachgebaute „historische“ fassade fürs humbold-forum gut findet, so ist diese person zum spenden aufgefordert. wir würden nur geld für einen nachbau des palasts der republik geben.°°°

gegen die mietenpolitik der hamburger wohnungsbaugesellschaft saga haben sich bei einem ersten treffen 120 interessierte verbündet°°°wie aus dem buchenhofwald holzpellets wurden beschreibt der schreberspacken°°°über die von bezirksamtsleiter warmke-rose angedrohten sanktionen gegen ein nicht angemeldetes schanzenfest wird debatiert°°°die arge fordert geld von dem cduler kuhlmann, der über jahre menschen in unwürdigen wohnungen zu überteuerten preisen hat wohnen lassen°°°in hammerbrook gibt es jetzt ein bordell, in dem 100 frauen zeitgleich ihrer arbeit nachgehen können°°° wegen des fussballspiels von st. pauli gegen rostock, wurde st.pauli zum „gefahrengebiet“ erklärt. ging man gestern durch die straßen, kam man sich auch so vor, da an allen ecken und ende polizisten herumlungerten. in einem „gefahregebiet“ gelten andere polizeiliche regeln. zum beispiel dürfen „verdachtsunabhängige“ personenkontrollen durchgeführt werden. °°° der blog artlabor stetzt das buch „die stadt ist unsere fabrik“ in einen zusammenhang mit den „recht auf stadt“-bewegungen in hamburg im letzten jahr.°°° ein fünftel der stadtteilschulen hat zu wenig anmeldungen°°°die stadtreinigung fordert millionen wegen der mehrarbeit im winter°°° über den bau eines möbelhauses in eidelstedt wird gestritten°°°

Lefebvre gezeichnet # Christoph Schäfers Die Stadt ist unsere Fabrik

fabrik

Gestern Nacht an der S-Bahn Reeperbahn: Ein halbes Dutzend Polizisten steht an der Treppe zum Bahnsteig und holt Leute raus, um „Personenkontrollen“ durchzuführen. Mich auch. Ich werde abgetastet, meine Tasche wird durchsucht. Wieso fischen die mich raus? denke ich, und fühle mich diffus schuldig. Liegt’s an der schwarzen Wollmütze, die mich zum potentiellen Pauli-Fan macht, denn – so die knappe Erklärung für diese sog. Sicherheitsnahme – „St. Pauli gegen Rostock“. In meiner Tasche ein Buch: Christoph Schäfers „Die Stadt ist unsere Fabrik“, das er am selben Abend im Pudelsalon vorgestellt hatte. „Die Stadt ist nicht der Staat“, fällt mir ein. Der Satz hängt nach. Er findet sich auf einem Bild in diesem Buch.

Nach der Kontrolle steige in die S-Bahn und suche die entsprechende Seite. Schäfer bezieht sich hier auf Kowloon Walled City, eine von 1946-1990 von den BewohnerInnen selbstorganisierte Stadt, bei der nicht klar war, ob sie zu Hong Kong oder China gehörte und auf deren Boden sich viele Menschen und Dinge versammelten, die in den Nachbarstaaten verboten waren. Wie wäre wohl eine Stadt, die nicht unter staatlicher Kontrolle steht? frage ich mich. Wie könnte so eine Selbstverwaltung aussehen? Und was machen die BewohnerInnen, wenn sich Rostock-Hools zum Besuch ankündigen?

Heute hab ich immer wieder im Buch rumgelesen oder besser rumgeguckt und bin oft ins Nach- und Weiterdenken geraten. Zunächst zum Buch selbst: Es ist mit 304 Seiten so dick wie ein Fabrikziegel und hat eine großartige Druck- und Papierqualität, so dass man sich fragt, ob man aus Versehen das Original-Skizzenbuch mitgenommen hat. Tolle Zeichnungen und tolle Stadtgeschichten, die ihren Anfang in der historischen Ursuppe haben und ihr Ende im Hier und Jetzt finden. Radikal subjektiv und assoziativ erzählt & erzeichnet ist das Buch im besten Sinne unterhaltend und schlau, da es zum Mitdenken herausfordert.

Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt: #1: Lefebvre 4 Kids # 2: Der angeeignete Raum # 3: 1979: Grande Latte – Die Stadt ist unsere Fabrik # 4: Schwarze Löcher # 5: Hamburg – Die „Wachsende Stadt“ mit Projekten umstellen #6: Der Abend, den ich gerne als Film hätte.

Grob nimmt die Lefebvre-Dichte gegen Ende des Buches ab und die Hamburg-Referenzen zu. Sicher ist, dass sich nicht alle Bilder sich von alleine herleiten lassen ohne ergänzende Erläuterungen. Ist aber auch nicht weiter schlimm. Oft ergeben sich über die Folge von Bildern und über die Wiederkehr von bestimmten Motiven assoziative Verknüpfungen. Ich empfehle: Mut zum Eintauchen und Gedanken-schweifen-lassen und picke mir einfach mal ein Bild raus…

Warum gehen Leute gerne in komplizierten Stadtentwürfen spazieren?, lautet die bildgebende Frage auf S. 96, die auf einer Treppe startet und über das Blatt geht und dabei von verschiedenen farbigen Linien durchkreuzt wird. Der Text ist Teil des Bildes und umgekehrt. Kompliziert heißt: nicht gleich auf den ersten Blick zu durchschauen. Das Gängeviertel fällt mir ein und dass mal große Teile Hamburgs so verschachtelt ausgesehen haben bis zum Großen Brand 1842. (Kehrseite dieser uns heute so attraktiv erscheinenden Unübersichtlichkeit: Enge, schlechte hygienische Bedingungen und eben Brandgefahr). Trotzdem glaube ich auch, dass Stadt vor allem dann geschätzt wird, wenn die verdichtete Unterschiedlichkeit und die historischen Schichten von Stadt sichtbar werden. Das Gegenteil von kompliziert sind z.B. die Planungen für die „Führerstadt Hamburg“ mit einer riesigen Elbhochbrücke und einer geraden Nord-Südachse an der Elbe mit Gauhochhaus und pompöser Volkshalle.

Komplizierte Stadtentwürfe sind aber nicht nur charmante Altstadtviertel, sondern vielleicht auch eine nicht auf den ersten Blick zu fassende Bewohnerschaft. Die Hafencity, von der sogar 60% der eher konservativen AbendblattleserInnen in einer jüngsten Umfrage meinten, sie sei nicht gelungen, lädt auch aufgrund seiner homogenen BewohnerInnen nicht unbedingt zum Flanieren ein. Die Zeit hatte ein Dossier zur Hafencity mit dem treffenden Titel „Der gelbe Planet“ überschrieben, schließlich haben unglaubliche 27,5 Prozent in der Hafencity die neoliberale Lobbypartei FDP gewählt. Ganz zu schweigen davon, dass die Patina und die Sichtbarkeit von Gewordenheit von Stadt in diesem in den letzten zehn Jahren hochgezogenem Stadtteil natürlich fehlt.

Oh je – wer hat an der Uhr gedreht? Jetzt bin ich an einem einzigen Bild hängengeblieben. Mein heimlicher Plan ist es, ab sofort Blog-kompatiblere Texte zu schreiben: kürzer und schneller. Aber weitere Bilder und Gedanken dazu folgen bestimmt. Jetzt fix die ersten Leseeindrücke hochladen. Vielleicht bleiben ja andere Schätzchen-LeserInnen an anderen Bildern aus die „Stadt ist unsere Fabrik“ hängen?

2. Infobrunch « no-bnq

2. Infobrunch « no-bnq
2. Infobrunch
18. April 2010
11:00

Wir laden nochmal alle, die eine Wohnung oder Gewerberaum auf St. Pauli suchen und keine erschwinglichen Räumlichkeiten finden ein.
ALLE, die gegen Profitmaximierung und soziale Aussiebung durch Mieterhöhungen und für einen neuen Umgang mit Wohnraum kämpfen.

Denn: Es gibt mögliche Lösungen – wenn wir uns zusammentun.

Ort: wird noch bekannt gegeben
Zeit: vermutlich 11 Uhr.

stadtnachrichten freitag 26 märz

hausbesetzung in wien. die besetzer wollen ein selbstverwaltetes kulturprojekt und fordern die ermöglichung von selbstverwalteten und nichtkommerziellern wohn-projekten°°°die stadt kauft ein grundstück für einen krankenhausbau°°° betteln soll hart sanktioniert werden°°°bürger sollen bedrohte altbauten melden, damit sie vor dem abriss geschützt werden können°°°liverpool und wien möchten sich konkurrenz um das „coolste“ stadtmuseum machen°°°

über den schrumpfungsprozess von detroit berichtet der economist°°°

ob halle oder leipzig diskutiert die jungle-world°°°

im kölner viertel eigelstein versucht die polizei die prostitution zu regulieren°°°die sanierung der oper und der neubau des schauspiels wird aufgrund der knappen kassen fraglich°°° die kölner hotelbettenseuer wird zum modell für andere kommunen°°°

wenn banken sich die teuren innenstadtlagen selber nicht mehr leisten können, dann ziehen sie mit großen teilen ihres unternehmens so wie alle anderen durch zu teure grundstückspreise und mieten getriebene an die ränder der stadt. in diesem fall die schweizer bank ubs die größtenteils an die ränder zürichs zieht°°°die illegalen bauten auf dem uetliberg werden vermutlich legalisiert°°°°über dem fluss und unter der strasse möchte ein architekt wohnungen und büros bauen, sieht gut aus auf der zeichnung°°°eine der züricher gemeinden möchte das auspucken auf öffentlichem grund ohne not verbieten°°°die gartensasion in den 23 züricher schulgärten hat begonnen.°°°

über den un-habitat bericht erzählt diesmal der freitag°°°

warum sie nicht nach belgrad möchte, beschreibt slavenka draculic bei eurozine°°°

die ftd empfiehlt das wahnsinnig langweilige bonn, als gute stadt für arbeitnehmer. es steht in einem neuen ranking ziemlich weit oben bei „lebensqualität“°°°

düsseldorf wächst und die nachbarstädte schrumpfen°°°die citystrände eröffnen demnächst°°°der künftig stadtdirektor glaubt fest an investitionen°°°

2004 hatte berlin den investoren von goldmann-sachs die wohnungsbaugesellschaft gsw verkauft. jetzt müssen die investoren der stadt geld geben, wenn sie mit dem unternehmen an die börse wollen, was demnächst passieren soll. die ftd spricht dabei davon, dass es sich bei der gsw seit jahren um eine der größten immobiliengesellschaften handelt, die den gang an die börse wagt. was das für die mieter bedeutet ist so klar, wie es die scheinbar natürlichen gesetze der warengesellschaft sind: der druck auf die produktion von rendite wird steigen, damit die aktionäre auch etwas von ihren aktien haben und zahlen werden es die mieter, die höchst wahrscheinlich keine anteilseigner von goldmann sachs sind. wenn man sich dann noch ein paar transferleistungsempfänger als mieter vorstellt, dann zahlt berlin, was berlin verkaufte in mietfinanzierung an die aktionäre wieder zurück. um da noch eine schleife drauf zu setzen: die kommunen klagen in den letzten wochen über die hohen ausgaben für den wohnraum von transferleistungsempfängern: wie wäre es denn mit günstigen wohnungen im eigentum der leute die dort wohnen? dann hätten die städte nur einmalige ausgaben, für die schulden machen würden, die sich sicher als derivate irgendwie bündeln und verkaufen lassen. °°° ein südkoreanischer staatsfond kauft das sony-center am potsdamer platz.°°° in marhzahn leben die meisten alleinerziehenden°°°

der bezirk hamburg altona droht dieses jahr schon den morgendlichen flohmarkt des schanzenfestes räumen, wenn das fest nicht angemeldet wird.warum der bezirksamtsleiter es nötig zu meinen hat zehntausenden von menschen die party zu verderben, kann man nicht wirklich nachvollziehen. freunde außerhalb der polizeigewerkschaft macht sich die hamburger politik damit sicher nicht viele. gerade in zeiten der wirtschaftskrisenfolgen ist es für viele menschen wichtig, flohmarkt machen zu können, ohne gebühren zahlen zu müssen und gemeinsam den ort zu gestalten, an dem sie interessiert sind. °°°die planung einer gartenstadt auf dem autobahndeckel stellt schreberspacken vor °°°weder senat noch iba finden fahrrad- oder fusswege nach wilhelmsburg besonders dringend°°° die spd möchte, dass das schauspielhaus nicht unbedingt besser arbeiten kann, aber auf jeden fall gut aussieht und wehrt sich gegen den bau eines turm für die bühnentechnik°°°neubauhäuser mit eigentumswohnungen heißen jetzt immer häufiger „wohnprojekt“,°°°die elbvertiefung kostet wahrscheinlich 385 millionen euro, da die stadt, wie bei den meisten derzeitigen bauprojekten zu merken ist, definitiv entweder nicht rechnen, oder nicht verhandeln kann, wird es sicher mindestens ein drittel teurer.°°°heute morgen brannte ein auto°°

stadtnachrichten donnerstag 25 märz

der stellvertretende chef der agentur für arbeit, heinrich alt, machte der rheinischen post gegenüber folgenden, meines erachtens nach, skandalösen vorschlag:

Die Kommunen sollten den Betroffenen künftig nicht mehr ihre reale Miete erstatten (in einer Wohnung, deren maximale Größe man ihnen schon jetzt vorschreibt). Statt dessen sollte es, so Alt, künftig eine Wohn-Pauschale geben, die von Kreisen, Städten und Gemeinden festgelegt würde. Das würde – die Arbeitslosen sind ja bekanntlich zu faul – endlich „Anreize schaffen, sich günstigeren Wohnraum zu beschaffen“.

. wie weit soll denn diese medienkampagne gegen transferleistungsempfänger noch gehen? haben wir hartzistInnen, denn die wirtschaftskrise ausgelöst?

köln wird jetzt messestandort für die schau der kreativwirtschaft°°°

eine kartografische darstellung von schuldnern in der republik findet sich hier.°°°

in berlin wurde jemand, der „freiwillig“ ausreisen wollte, mit staatsgewalt abgeschoben°°°das stasimuseum schließt wegen sanierung die pforten, mitarbeiter fürchten, dass sie nicht wieder aufgehen werden°°°die diesjährige autonome maidemo führt von kreuzberg nach neukölln°°° näheres zur „offensive gegen armut in berliner quartieren“ berichtet die monatszeitschrift für kommunalpolitik°°°

über die situation der von städtischen umstruktierungsmaßnahmen meist am härtesten getroffenen von roma in der türkei lässt sich bei paperbite ein refernzgespickter artikel lesen°°°

das züricher stadthaus wird teurer als geplant°°°eine kriminalitätsstatistik der stadt findet sich im tagesanzeiger°°°

eine brücke im wendtland ist zu verkaufen°°°

irgendwie zieht die hamburger uni nicht in die hafencity, aber irgendwie schon. °°°in altona wird eine alte protestform aktualisiert. menschen schleichen mit ihren fahrrädern durch die straßen und verlangsamen damit den verkehr bis in die stupdität. das ganze richtet sich gegen den bau des vielerwähnten möbelhauses und jeder ist eingeladen einen nachmittag auf den straßen des umbaugerüttelten viertels zu verbringen°°°die innenministerkonferenz die dieses jahr in hamburg stattfindet, möchte auch das thema autobrände und linksextremismus behandeln. vielleicht nehmen sie noch kaugummisaufdenjungefernstiegmarmorspucken als straftatsbestand auf?

stadtnachrichten mittwoch 24 märz

in wien gibt es jetzt eine übernachtunsstätte für obdachlose, die vorbehaltlos plätze vergibt. menschen können dort auch zu zweit in einem bett übernachten, ihren hund mitbringen, von woanders herkommen oder stimulierende substanzen brauchen.°°°

telepolis diskutiert ausführlich den neuen un-habitat bericht „state of the world cities“°°°

auch in düsseldorf brennen autos°°°

der markt für häuser ist in den usa immer noch im rückgang. an dieser stelle wird nicht die these vertreten, dass weniger rückgang schon wieder erhohlung bedeutet. so wie wir auch finden, dass wahlschlappen keine wahlgewinne sind.°°°

gegen straßenprostitution und damit im wesentlichen gegen die chance für die frauen einigermassen selbstbestimmt und wenig kontrolliert zu arbeiten, wendet sich jetzt die italienische regierung°°°

die schweizer gemeine wetzikon hat sich jetzt eine wetzipedia eingerichtet. da sollen dann geschichten aus dem gebiet hinein°°°

geht es um die miesen kassen der kommunen, werden als kostenfaktor gerne wohnkosten für transferleistungsempfänger angegeben. es scheint zur zeit ein sport zu sein, die bedrängten noch mehr zu bedrängen, denn es könnten ja auch städtische dienste wie gewerbeimmobilienverwaltung oder polizei als kostenfaktoren mehr im vordergrund der berichterstattung stehen. °°° der bund möchte derzeit nicht auf steuereinnahmen verzichten und so bleibt auch die zweitwohnsteuer im paket°°°

die landeseigene berliner immobilienholding wurde heute morgen staatsanwaltlich angeordnet durchsucht.°°° bei der ebenfalls landeseigenen howoge wird langsam klar, wer alles an den aufträgen verdient hat°°° „wir bleiben alle“ postet einen bericht über die „lange nacht gegen nazis!“ und einen weiteren über car-lofts°°°

°°°hamburg hat mit unternehmensanteilen 100 millionen miese gemacht. unser tipp: schulden bündeln, an der börse verkaufen und damit die tolle philharmonie finanzieren.°°°die spd stellt fest, dass die elbphilharmonie zu teuer wird.°°°der flughafen ist fertig umgebaut°°°°auf wilhelmsburg wachsen riesige schlaglöcher. vielleicht siedeln iba,iga und bsu dort ein paar kröten an? das könnten die auslgeichflächen für all die neubebauung werden.°°°blohm und voss gehört ab heute nicht mehr thyssen-krupp. jetzt fürchten sich die angestellten vor der umstrukturierung. vor der festmachung des verkaufs hatten thyssen-krupp verlauten lassen, ihre investitionen im bereich der zivilen schifffahrt drastisch runter zu fahren. dabei wurde mir erst bewusst, dass im hamburger hafen sicherlich recht viel unzivile schifffahrt und unziviler schifffbau existiert. erschreckend.°°°das neo-nazi konzert, das am wochenende unbehelligt in moorburg stattfand, war in einem saga-haus, die wollen jetzt dem pächter kündigen.°°°die museen erwirtschaften der stadt zu wenig und bekommen jetzt ein neues finanzkonzept. das klingt nicht gut und wird nicht gut, dessen kann man sich sicher sein. hamburg sollte sich mal entscheiden, ob es geistiges leben in der stadt will oder nicht und wenn, dann könnte breitenförderung und bildungsgerechtigkeit durch öffentliche multiplikatoren wie museen und bücherhallen kein schlechter gedanke sein für so einen exellenzcluster.°°° auf hh1 gibt es einen kleinen film zu nobnq°°°ehemalige zwangsarbeiter aus osteuropa sind gerade zu besuch in der stadt°°°die uni denkt immer noch darüber nach, ob sie nicht umziehen will°°° der jahreszeitenverlag kündigt aus betrieblichen gründen. über 70 mitarbeiterInnen verlieren ihren job und das ganze redaktionskonzept wird umstrukturiert.

von der insel in die mitte