Archiv für April 2010

stadtnachrichten ändern sich

im urlaub wurde einen entschluss gefasst: ab montag erscheinen die stadtnachrichten jeden montag und im rest der woche wird akkumuliert.
schließlich ist städtisches selten tagesaktuell. breaking news kommen natürlich trotzdem. falls jemand die stadtnachrichten gerne häufiger haben möchte, verschicke ich gerne meine liste mit den zeitungen, die ich täglich durchgucke, um den überblick zu erstellen. weitere autorInnen für diesen blog sind herzlich willkommen.
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the schaetzchen-admin

elbphilhamonie
wie witzig. ein konzersaal. da lässt sich die freistelle ja beliebig füllen mit n oder t. oder vielleicht auch tt wie teuerteuer?
danke an den mailverteiler und den flickerbereitsteller des bildes

werbung für den euromayday hamburg

euromaaydaylogo

euromayday

Stadt geht los – Euromayday 010
21.04.2010 20:46

Level 1 –
Mayday Mayday 1. Mai – wieder werden wir mit tausenden Prekären auf der Straße feiern. Wieder werden wir unsere persönlichen Geschichten erzählen. Unsere Fragen sind noch unbeantwortet: Woher kommt morgen mein Geld für die Miete? Welche Jobs gehen ohne Pass? Was ist, wenn ich krank werde? Wo bleibt der Scheck für das Grundeinkommen? Wie streike ich als Arbeitslose? Wie und wofür will ich lernen? Dennoch wird an diesem 1. Mai vieles anders sein. Im letzten Jahr haben wir den Beginn einer neuen Bewegung erlebt, die die festgefügten Verhältnisse zum Schwingen bringt. Es geht nicht mehr allein um den Wunsch nach einem anderen Leben, sondern dieses tatsächlich möglich zu machen.

Stadt neustarten – Vom Recht auf Stadt für alle
Ob der Rückkauf des Gängeviertels oder der Baustopp für die Moorburgtrasse: Noch vor einem Jahr hatte kaum jemand diese Erfolge für möglich gehalten. Die Stadt der Investoren hat deutliche Risse bekommen. Die lokalen Geschichten, die in den Werbeprospekten der Marke Hamburg keinen Platz fanden, haben sich zu einer urbanen Erzählung verdichtet. Künstler-Besetzerinnen, Schreberspacken, Anwohner-Aktivistinnen, Mietpreissensible und Baumbesetzerinnen haben begonnen, Hamburg zu ihrer Stadt zu machen. Längst geht es nicht mehr um Geld und Freiräume allein. Immer wieder taucht eine Frage auf: Wer bestimmt hier was?

Alice im Wunderland –
Die Förderung, die ich fordere Diese Frage stellen wir auch mit der Initiative „Die Förderung, die ich fordere“. Eine Freundin von uns kämpft um ihre Zukunft. Sie ist 54 Jahre alt und verliert bald jeden Anspruch auf Förderung der beruflichen Weiterbildung. Zurzeit arbeitet sie als Lageristin und bekommt aufstockendes Hartz IV. Für die Firma und die ARGE ist das ein gutes Geschäft. Die Firma bekommt 50% Eingliederungszuschuss und die ARGE hat eine Arbeitslose weniger in der Statistik. Nur für Alice bleibt es ein miserabler Deal. Zu wenig Geld zum Leben für eine Arbeit, die höchstens bis zum Ende des Zuschusses dauern wird, und die weder ihren beruflichen Qualifikationen noch ihren Zukunftsvorstellungen entspricht. Stattdessen will Alice eine Fortbildung an der freien Kunstschule machen. Wir finden, dass ist ihr gutes Recht. Gemeinsam wollen wir deshalb eine neue Eingliederungsvereinbarung durchsetzen. Eine Vereinbarung, in der sich die ARGE verpflichtet, Alice die Gebühren für die Kunstschule zu finanzieren. Es geht darum, ein anderes Leben möglich zu machen.

Nächstes Level –
Betriebsversammlung im Unternehmen Stadt Was Alice fordert ist klar. Für’s erste. Aber was sind deine Fragen, deine Wünsche und vor allem deine Forderungen? Machen wir eine Parade, auf der die Zahl der Wünsche nur von der Zahl der Forderungen übertroffen wird. Machen wir eine Betriebsversammlung im Unternehmen Stadt. Eine Betriebsversammlung ohne Stellvertreter, ohne Maßhalteappelle und vor allem ohne den Zwang, sich auf eine einheitliche Forderung zu einigen. Du entscheidest wie du spielen möchtest. Ob mit unbegrenzten finanaziellen Mittel, völlig ohne Regeln oder im sozialen Bewegungsmodus.

Für eine Inflation der Fragen, Wünsche und Rechte.
Wir sehen uns.
Wir sind unter euch. Euromayday 010 – Parade, 1. Mai, 14 Uhr, Park Fiction (Kinderwagen ist am Start)

Big Zis „Fett“ from Benjamin Weiss on Vimeo.

musikmetropole hamburg zur musikhall

wenn ich das schon wieder lese „die halle soll ein leuchtturm für das viertel werden“ wie karsten jahnke sagt. als ob die elbphilharmonie mit ihrem schuldendesaster und das öde tammmuseum mit seiner militärverherrlichung nicht schon leuchttuerme genug wären. außerdem könnte diese leuchtturmpolitik endlich mal wieder zugunsten breit angelegter instiutioneller förderung von sinnvollen dingen wie sozialen und kulturuellen einrichtungen mit breiten- oder tiefenwirkung geändert werden. nieder mit der höhe. runter mit den türmen.

mit dank an den verteiler:

musikmetropole

Die Musikmeile Reeperbahn ist legendär, zahlreiche Clubs haben hier ihre Heimat, das Reeperbahn Festival lockt alljährlich tausende von Fans. Nun werden in Kieznähe Pläne für eine neue St. Pauli Music Hall diskutiert, die mit einem Fassungsvermögen zwischen 2500 und 4000 Besuchern eine ideale Ergänzung zu den vorhandenen kleineren Spielstätten und Clubs auf der Reeperbahn wäre. Sie hätte genau die richtige Größe zwischen Fabrik und Docks (jeweils 1500 Besucher) und Alsterdorfer Sporthalle (7000 Plätze) oder gar Color Line Arena (11.000 Plätze) und entspräche einer „mittelgroßen Konzerthalle für Popmusik“. Standort der „St. Pauli Music Hall“ wäre ein Areal an der Feldstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Musikzentrum Karostar und dem Medienbunker, in dem unter anderem der Szene-Club Übel + Gefährlich, das Internet-Radio Byte.fm oder die Formation „Weisser Rausch“ beheimatet sind. Die Reeperbahn ist nur wenige Minuten entfernt, ebenso das Karo- und das Schanzenviertel, wo viele Musiker und Kreative leben und arbeiten. Auf dem ehemaligen Schlachthof-Gelände, das der Stadt Hamburg gehört, befindet sich derzeit ein Supermarkt, dessen Mietvertrag im Dezember 2011 ausläuft. Danach könnte nach dem erklärten Willen einiger Politiker und einer Gruppe von Hamburger Konzertveranstaltern das bisherige Gebäude abgerissen werden. Zu den Befürwortern zählen unter anderem Konzertveranstalter Karsten Jahnke und Leif Nüske vom Mojo Club. Um dem lebendigen Musikstandort Hamburg an dieser erstklassigen Adresse neue Impulse zu geben, sollen sich die Aktivitäten dort nicht nur auf Abende und Nächte beschränken. Denkbar sind ein Restaurant, Ticket- und Merchandise-Shops sowie eine Probebühne. Außerdem wird über einen Club mit 300 Plätzen nachgedacht. „Diese Halle soll ein Leuchtturm für das Viertel werden“, erklärte Karsten Jahnke im „Hamburger Abendblatt“. Im Idealfall könnte die „St. Pauli Music Hall“ schon im Spätsommer 2012 eröffnet werden, hoffen die Befürworter aus der Musikbranche, pünktlich zum Beginn des alljährlichen Reeperbahn Festivals.

fette-mieten-party im karolinenviertel

fette mieten

Hamburg: „Fette Mieten“-Party
Avanti Hamburg 27.04.2010 21:24 Themen: Soziale Kämpfe
Image
Rund 25 AktivistInnen der Initiative Droit au logement / Recht auf Wohnraum haben heute, am 27. April 2010, eine Wohnungsbesichtigung im Hamburger Karolinenviertel gestört, um auf den anhaltenden Wohnungsmangel und die überteuerten Mieten in Hamburg aufmerksam zu machen.

mehr dazu bei indymedia

die stadtnachrichten machen urlaub

in blankenese. und bleiben da auch bis freitag.
die bücherhalle dort lohnt einen ausflug und es ist festzustellen, dass öffentliche orte, an denen selbst die toiletten luxuriös sind, durchaus ihre vorteile haben. schlimm ist es, dass die bücherhalle in st. pauli vor ein paar jahren geschlossen wurde und dass die holstenstr. offensichtlich nicht genügend gelder bewilligt bekommt, um ähnlich gut ausgerüstet mit medien und infrastruktur zu sein. es ist vor allem schlimm, weil in st. pauli die meisten menschen pro quadrameter in hamburg wohnen und sich davon sicher weniger bücher leisten können als im relativ lose besiedelten, dafür aber gut betuchtem blankenese. aber was solls, die filmauswahl ist wirklich gut.

zureich
wohlgrot areal in zuerich

joan

st. pauli music hall gmbH

kiezterror hat sich den mühen unterzogen in der handelskammer im register nachzusehen, ob es tatsächlich eine betreibergesellschaft für die st.pauli music hall gibt und ist fündig geworden. karsten jahnke ist vorne mit dabei und mehr dazu findet sich hier

wilhelmsburger infoladen lässt sich von der saga-kündigung nicht unterkriegen

und macht heute abend um 20 uhr eine infoveranstaltung

infoladen wilhelmsburg

Dem Infoladen-Wilhelmsburg wurde die Räumlichkeit in der Fährstraße 10 durch die SAGA-GWG zum 30.06.2010 gekündigt. Grund sind unsere kritischen Inhalte zur Internationalen Bauausstellung, mit der die SAGA-GWG kooperiert. Diese politisch begründete Kündigung werden wir nicht widerspruchslos hinnehmen und wollen uns nun gemeinsam mit euch auf einen heißen und spannenden Sommer einstimmen.

infoladen

spreeblick gucken und bescheid wissen: fassadendruckerei

kann man am nächsten mittwoch in berlin live bestaunen. da wäre ich gerne dabei und hoffe es gibt viele videoaufzeichungen von dem ereignis

spanischen werbekampagne gegen die wirtschaftskrise

„das machen wir unter uns aus“ dürfte die grobe übersetzung der kampagne sein, in der jeder mit einer kleinen „mutmach“– und/oder „ist doch nicht so schlimm“-geschichte teilhaben darf. denn schließlich, so sagen die macher der kampagne, sind sie auch nur menschen wie du, und denken das gleiche wie du und es ist toll, wenn wir alle wissen, was wir denken und vor allem du, und das die krise schon nicht so schlimm ist, wenn man sich gut drauf einstellt. muss man halt ein bisschen flexibel sein.
da bei uns die spanisch kompetenzen gering sind, freuen wir uns über jeder übersetzungshilfe:
hier die kampagnenseite: esto solo lo arregelamos entres todos

besonders krass fand ich diese gestalttherapeutin mit ihrem exotisierenden blick:

gut dass es initiativen gibt, die solche dinge aufmerksam beobachten. hier der link zu enmedio.info

protokoll der „gentrifizierungsanhörung“

findet sich unter dem schlagwort „ausschussprotokoll“ und der dokumentennummer 22 auf den seiten der parlamentsdatenbank.
hier der versuch eines direkten links.

stadtnachrichten freitag 23 april

durch die klage des erbfolgers einer der architekten des stuttgarter hauptbahnhofs, könnte das mammut-projekt „stuttgart21″ noch gestoppt werden. gegen die unsinnige tieferlegung des bahnverkehrs richtete sich im letzten jahr massiver protest°°°

griechenland hat ein derzeitiges haushaltsdefizit von 13,6 prozent. getoppt wird das allerdings noch vom irischen mit 14,3°°°2, 5 millionen einwohnerInnen großbritanniens sind arbeitslos, wobei es vor allem die jugendlichen extrem schwer haben eine berufliche perspektive zu entwickeln°°°
offene immobilienfonds in deutschland stehen vor einer historischen wende, denn das bundesfinanzministerium wird in den nächsten tagen einen tiefgreifenden plan zur verhinderung der schließung solcher fonds auf den tisch legen°°°über den derzeitigen stand des immobilienmarktes wird im handelsblatt referiert°°°

deutschland möchte gerne eine europaweite kartei über politische aktivisten durchsetzen und setzt sich beim eu innenministertreffen dafür ein°°°

im schweizer adliswil, können die bürger die weiternutzung eines innerstädtischen areals mitbestimmen°°°°

köln hat bald keine hauptschulen mehr°°°gestern haben 3000 studentInnen und SchülerInnen gegen die bildungspolitik demonstriert°°°wegen eines fussballspiels dürfen fans des fc köln große teile der stadt nicht betreten und wehren sich gegen diese sperrgebietspolitiken°°°

berliner wohnungsbaugesllschaft fordern geld vom senat, wenn sie das bekämen würden sie wohl 90.000 wohnungen zu sozial verträglichen mieten vermieten°°°
„die Linke“ wird wohl gegen die verlängerung der a100 stimmen°°°

für das hamburger bernhardt-nocht-quartier läuft laut den investoren bis zum 27.april die letzte frist ab, innerhalb derer die anwohnerInnen das grundstück zurückkaufen können°°°altonaer bürgerInnen haben sich erfolgreich gegen einen hochhausbau am elbufer ausgesprochen°°°“recht auf stadt“ recht praktisch, die ag mieten hat mit der zeitung 2% ein print-forum für mieterInnenbelange geschaffen°°°aufgrund der finanzkrise hat hamburg kein nennbares bilanzierteseigenkapital mehr°°° immerhin werden noch wietere fünf millionen in die schlaglochsanierung gesteckt°°° und der prozess gegen die elbphilharmoniebaufirma hochtief läuft weiter°°°nach dem sich zwei menschen in abschiebhaft umgebracht haben, soll nun das gesamte verfahren der abschiebungen geprüft werden°°° in einem kleinen video erklärt der bezirksamtsleiter hamburg-mitte schreiber den umzug des bezirksamt, dessen notwendigkeit, und seine mangelnden paritizipationsmöglichkeiten bei der entscheidung. nicht nur erscheint darin urkomisch, wenn er sich über die gleiche medizin beklagt, die den anwohnerInnen von „mitte“ seit jahren verabreicht, nein bedenklich wird es, wenn er konsequent sich selbst korrigiert, sobald er das wort „bürger“ auspricht und es schnell durch „kunde“ ersetzt. damit macht er immer wieder den sprung vom akteuer einer demokratie zum empfänger einer dienstleistung. kurz ein recht sehenswerter clip°°°dr spiegel nennt ole von beust einen „bürgerschreck“ und begründet das unter anderem mit der kita-gebührenerhöhung°°°das „museo aero solar“ weigert sich am iba-kultursommer teilzuhaben und stellt seine motivationen in einem offenen brief deutlich dar.°°°

„Cities for all“ – neues Buch

Habitat International Coalition (HIC) hat jüngst ein Buch, das zum Download im Netz steht, herausgebracht: „Cities for .
All Proposals and Experiencies towards the Right to the City“. Ich selber hab nur kurz drüber geguckt, werde aber beizeiten mal mehr lesen. Und vielleicht kommentieren ja auch andere ihren Eindruck.

was macht eigentlich: ein bezirksamtsleiter?

gewählt wird der bezirksamtsleiter von der bezirksversammlung. diese besteht seit 2008 aus 45 bis 57 mitgliedern.
eine gute quelle um etwas über hamburgs kommunalpolitiken in ihrer gedachen form zu erfahren, ist in der Regel das zweijährlich erscheinende Hamburg-Handbuch. zu den aufgaben des bezirksamtsleiters schreibt es allerdings wenig. mehr geht es hier auf den seiten zu den bezirksämtern um die bezirksversammlung, die bürgernah die geschicke des bezirks bestimmen soll.
so weit diesmal. über fortführende kommentare wären wir sehr erfreut.

markus schreibers öffentliche auftritte im jahr 2009

aus welchem interesse die cdu-fraktion in einer anfrage eine liste der öffentlichen termine des bezirksamtsleiters-mitte markus schreiber veröffentlicht hat, ist klar: sie stellen die kompetenz des politikers in frage. trotzdem lustige liste

karolinenviertel: alte rindermarkthalle – anwohnerInneninitiative

ANWOHNERINITREFFEN

das nächste anwohnerInnentreffen zum alten rindermarkt findet statt
am Freitag den 23. April 2010 im vorwerkstift vorwerkstraße 21 um 18.30 uhr -
in der galerie am ende des ganges links.
zum verdauen, wiederkäuen und nachfüttern.

mit bestem gruß
die anwohnerini

recht auf stadt in berlin

recht auf stadt

steigende mieten stoppen schreibt dazu:

Daher wol­len wir am 8. Mai nicht nur für eine echte Öff­nung des Flug­felds auf die Stra­ße gehen, son­dern auch die an­de­ren un­so­zia­len Sei­ten einer neo­li­be­ra­len Stadt­ent­wick­lung an­spre­chen und an­grei­fen. Dazu ge­hört ganz klar, für be­zahl­ba­re Woh­nun­gen in den In­nen­stadt­be­zir­ken zu kämp­fen. Wir las­sen uns das Recht auf Stadt nicht neh­men!