auf den ersten unangenehmen abendblatt-artikel zur bürgerbeteiligung hin gab es einen leserinnenbrief, den wir gerne hier dokumentieren:
Auf diese Form der sogenannten „Bürgerbeteiligung“ können wir verzichten – das ist eine Farce und Beleidigung für uns AnwohnerInnen.
Es wird hier mal wieder gelogen, dass sich die Stützpfeiler der Rinderhalle biegen: Es wurde behauptet, dass es politik- und behördlicherseits keinerlei Vorplanung oder Vorgespräche in dieser Sache gäbe und in dem Zusammenhang wurde es als blanker Unsinn bezeichnet, dass es bereits eine „Music Hall GmbH“ gibt – dabei ist sie seit Oktober 2009 beim Amtsgericht eingetragen!
Auch sie lügen, indem sie schreiben, dass u.a. Alkoholisierte und Krawalltouristen anwesend waren – es war niemand alkoholisiert und die Krawalltouristen? Das sind doch wohl genau diejenigen, die grölend und alkoholisiert! durch unsere (Wohn)Straßen laufen, auf Schlagermooves und anderen zweifelhaften Events sich die Hucke vollsaufen und überall hin – aber explizit in unsere Eingänge – pinkeln und kotzen!Wir AnwohnerInnen haben genug von diesen Krawalltouristen, die heuschreckenartig unsere Viertel überfallen und sich auf Ballermannart rücksichtslos verhalten – wir wollen keine Music Hall, sondern selbst bestimmen, was wir auf dem Gelände der Alten Rinderhalle brauchen!
(****** *****)(durch admin)
auzug aus dem artikel:
Nach 20 Minuten verlor Bezirkschef Markus Schreiber (SPD) im Wirtschaftsgymnasium auf St. Pauli die Geduld: Er schrie die Demonstranten an: „Das geht gar nicht!“ Und brach die Anhörung zur Zukunft der Rindermarkthalle ab. „Diese Form der Bürgerbeteiligung wird es in diesem Verfahren nicht mehr geben“, sagte Schreiber später. Zuvor hatten Punks, Krawalltouristen, Autonome, Alkoholisierte und andere Protestler den Bezirkschef angebrüllt, mit Wasserpistolen beschossen und mit Konfetti beworfen. Eskaliert war der Streit, als Markus Schreiber versuchte, den Demonstranten ein Spruchband („Die Stadt gehört allen“) zu entreißen.
An dieser Stelle finde ich es nun doch angebracht, etwas in Punkto „Sankt Pauli Music Hall GmbH“ hier richtig zu stellen, was mit gefährlichem Halbwissen so leicht als Fakt hingestellt wird:
Ja, die Sankt Pauli Music Hall GmbH wurde im Oktober 2009 gegründet. Genau genommen arbeiten die sich in dieser Firma zusammen gefundenen Hamburger Musikfirmen sogar bereits seit Anfang 2009 an diesem Projekt. Denn schon seit Ende 2008 steht fest, dass der Realmarkt schließen wird. Das war kein Geheimnis, sonder etwas, was jeder der sich z.B. mit dem Real Markt Betriebsrat, den Angestellten oder den Mitgliedern der Moschee unterhalten hat, erfahren konnte.
Seit über einem Jahr führen und suchen wir nun Gespräche im Viertel und bei den zuständigen Stellen. Letztendlich und leider wurde nun durch unsere vielen Gespräche unser Projektname „Sankt Pauli Music Hall“ zum Synonym für eine mögliche Konzerthalle auf dem Gelände. Soweit wir wissen, gibt es noch weitere potentiellen Bewerber für den Betrieb einer Musikhalle auf dem Real Markt Gelände. Bei diesen Betreibern wird es dann um eine groß gefasste Konzernlösung und nicht um ein relativ kleines Hamburger Modell gehen. Und so wie Initiativen gegründet werden um eine Ernsthaftigkeit des Anliegens zu verdeutlichen, haben wir eine Projekt-Firma gegründet,
Neben der Platzierung einer Musikhalle wurde an die Architekten am 12.04. dier Auftrag raus gegeben u.a. zu prüfen, in wieweit ein Vollsortimenter, eine Markthalle, soziale Einrichtungen, kulturelle Einrichtungen, Sport, kleine Handwerksbetriebe, kleinteilige Büros für Kreative, die Moschee,… auf dem Areal Platz finden. Ergänzt durch die Beteiligung der Anwohner in den kommenden 2 Workshoptermine.
Ach ja, für unsere Konzept würden wir eine Grundfläche von rund 10% des Real Markt Areals – weniger als 4.000 qm von insgesamt 34.000 qm – benötigen. Damit reicht eine relativ kleine Ecke irgendwo rund um die Bestandshalle völlig aus.
Und letztendlich sei noch anzumerken, dass eine solche Konzerthalle die dann eine durchschnittliche Auslastung von 2.500 Besuchern, natürlich ein Grundrauschen im Viertel erhöhen würde. Aber weder zieht ein Musikclub dieser Grösse Touristen, noch Ballermänner und auch sicher keine Krawalltouristen an, sondern Hamburger Publikum. Dies zeigen vergleichbare Hallen in Berlin, Köln, London, Amsterdam,..
Bleibt zu sagen, dass wir mit jedem das Gespräch suchen und jeder der Fragen hat eingeladen ist sich bei uns zu melden: office (AT) sanktpauli-music-hall.com.
Lieben Gruß,
Denise