stadtnachrichten montag 19. april

bei der oberflächlichen betrachtung des begriffs von der „urbanisierung der welt“ vergisst man gerne, dass auch heute noch der agrarsektor für viele menschen die lebensgrundlage darstellt. einen bericht über internationale landpolitiken bietet die woz.°°°

der markt für büroimmobilien und gewerbegelände droht in sich zusammenzustürzen wie in baufälliges hochhaus. bei allein in hamburg 1 million qm leerstand bei solchen immobilien wundert man sich eh die ganze zeit, wo da die hohen renditen zusammenkommen.°°°

die wirtschaft erhohlt sich, die arbeitsplätze werden weniger und damit das geld, das die verbraucher haben und damit die finanzen, die die infrastruktur der städte am laufen halten: also die kioske, supermärkte, kleinen gewerbebetriebe und so weiter und so fort. °°°

luzern hat nicht nur einen hübschen see und ein tolles comic-festival, sondern auch probleme bei den stadtpolitiken. dagegen schliessen sich kulturschaffende und politaktivisten eng zusammen°°° im luzern-seetal sollen in einem „nationalen sicherheitszentrum“ polizeikräfte ausgebildet werden°°°

in den niederlanden soll legale prostitution künftig erst ab 21 jahren möglich sein und die sex-arbeiterInnen sollen sich mit pässen und speziellen registrirnummern ausweisen°°°

in erfurt demonstrierten achthundert menschen unter dem motto „hände hoch – haus her“ für ein selbstverwaltetes zentrum°°°°

der bundesgerichtshof überprüft, ob mieterhöhungen nach dem einfachen mietenspiegel rechtmäßig sind°°°

die stadt zürich erkennt, dass hohe mieten auch für kleinere gewerbebetriebe das aus bedeuten und versucht mit gezielten massnahmen die kleinen gewerbe zu unterstützen.°°° die wirtschaftskrise zeigt sich noch nicht in den zalen der sozialhilfeempfänger der stadt°°°

spanien leidet immer noch unter einer gewaltigen immobilienkrise. vor allem ferienwohnungen stehen massenhaft leer°°°

die zerstörten synagogen wiens sind jetzt virtuell begehbar und eine initiative kümmert sich darum, dass für die zerstörte synagoge mariahilf ein würdiges mahnmal ensteht°°° die arbeiterkammer oberösterreich fordert mehr wohnbauförderung und spricht davon, dass versteckte obdachlosigkeit von frauen ein großes problem sei.°°°

dass die leistungen der ehemals städtischen wohnungsbaugesellschaft gsw in berlin nach der privatisierung für die mieter wesentlich schlechter geworden sind, ist dokumentiert. deswegen wird der gang an die börse auch skeptisch betrachtet, da börsennotierte unternehmen bekanntlich hohe renditen für ihre anteilseigner herausschlagen müssen und die einzigen, die die gewinne produzieren ohne von ihnen zu profitieren sind an dieser stelle die mieterInnen. profitieren könnten sie nur, wenn sie selber die aktien kaufen würden. aber dann wären sie schon fast eine genossenschaft. °°° am samstag fand auf dem heinrichplatz eine demo mit ca. 500 leuten statt, die gegen die räumung des umsonstladens „diesseits“ , der sich in den räumen eines ehemaligen cafes befand, protestierten. das cafe musste wegen drastischer mieterhöhungen schließen.°°°was grünes gedankengut mit reaktionärer ordnungspolitik zu tun hat, wird in einem interview mit dem ordnungsstadtrat von pankow mehr als deutlich:

„Eine bodenlose Schweinerei ist das. Gegen die hilft auch keine Sozialpädagogik.“ Die Strafandrohung aber hilft. Sagt Kirchner.

°°° berlin will keine „bettensteuer“ einführen°°°in neukölln sollen die eltern für die bildung ihrer kinder mehr verantwortung übernehmen°°° die kampagne „steigende mieten stoppen“ setzt sich dafür ein, dass in berlin nicht noch mehr städtische wohnungen verkauft werden und dass stattdessen der versuch unternommen wird, mit städtischen wohnungen den mietenspiegel zu senken°°°eine art schriftliche kartierung des graefekiezes kam bei einem stadtspaziergang heraus°°°die fdp spricht sich für gentrifizierung aus und möchte damit die soziale mischung befördern. da haben sie etwas noch nicht ganz verstanden und müssen noch mal zurück zu ruth glass, die in den siebziger jahren des letzten jahrhunderts den begriff prägte.°°°linke metropolenkritik veranstaltet einen arbeitskreis mit dem titel „handlungsansätze gegen soziale segregation“°°°

das innenminister verträge mit dem „Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen“ abschliessen ist in hamburg und schleswig-holstein schon länger so, jetzt will auch niedersachsen diesen unheiligen pakt der „private-public-partnership“ eingehen. raus kommt mehr überwachung, weniger privatsphäre.°°°

in köln soll das leerstehende hochhaus der deutschen welle wieder bespielt werden°°°
es hat sich ein autonomes zentrum gegründet°°°

der spitzensatz für kita-gebühren ist in hamburg auf 517 euro erhöht worden. der blog „lost generation“ führt das auf die krise des hamburger haushalts zurück und erzählt noch mal die geschichten von elbphilharmonie und hsh-nordbank, den schlaglöchern des hamburger etats°°°““Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume” “ heißt eine initiative, die in hamburg wildblumen aussäht um insekten anzulocken und das auge zu erfreuen°°°um die bürgernichtbeteiligung bei den planungen zur umwandlung der alten rindermarkthalle an der feldstrasse in ein weiteres vergnügungsareal wird medial gestritten.°°° in wilhelmsburg haben bürgers die schlaglöcher mit stiefmütterchen und anderen gewächsen bepflanzt°°° auf einem teil der bahrenfelder trabrennbahn gibt es dieses jahr konzerte°°°am mittwoch soll in einer öffentlichen anhöhrung die höchsthöhe im bebauungsplan altona diskutiert werden.°°° laut ole von beust tragen bürgerinitiativen die mitschuld daran, wenn es in der hansestadt nicht genügend wohnungen gibt. da lachen ja die hühner bis sie spucken°° am sechsten mai wird in hamburg zum ersten mal seit 20 jahren ein schiff mit vollem militärischem salut also insgesamt 42 schüssen empfangen°°° die spd versucht die verwaltung der liegenschaften wieder zurück in die kompetenz der bezirke zu holen°°° über den zukunftsplan des gängeviertels schreibt die jungle world°°°