Archiv für Mai 2010

stadtnachrichten montag 31 mai

in hongkong sind paradoxerweise die quadratmeterpreise für selbstgebastelte hütten höher als die für luxuswohnungen.°°°

zum häuserkampf in zürich in den achtzigern, der dieses jahr sein 30igstes jubiläum feiert, gibt es eine dvd -serie namens „allein machen sie dich ein“, ein besprechung davon ziert die woz°°°über die reagulation des strassenstrichs wird zur zeit debattiert°°°um das kunsthaus aussersiehl, gibt es rege verhandlungen, bei denen die initiative für das kunsthaus gerade einen rückschlag hinnehmen musste.°°°im uetlihof arbeiten 6000 leute über das für und wider dieser art von umnutzung ehmaliger industriegelände berichtet der tagesanzeiger°°°

über die „lifestyle-besetzerInnen“ im la biu in biel berichtet ebenfalls die woz. °°°

wie man aus gärten eine lobeshymne an deutschland komponieren will zeigt ein artikel in der zeit°°° mehr und mehr menschen investieren in immobilien, die preise steigen und die kaufbaren objekte werden weniger°°°° der deutsche städtebund möchte gerne die kasernen als sichere einnahmequelle behalten°°°

gibt es denn jetz in haiti wieder genügend wohnungen und gesicherte lebensumstände für die von der naturkatastrophe betroffenen menschen? diese frage beantwortet die taz mit nein.°°°

die telepolis konstatiert einen europäischen rechtsruck und belegt diese these recht eindrucksvoll°°°

in köln hält sich der neue wagenplatz „gartenzwerge“ schon seit über zwei wochen°°°

über die brasilianische stadt curitiba und ihr erstaunliches nachhaltigkeitskonzept berichtet der freitag°°°

interkulturelles wohnen, so bewirbt wien ein neubauprojekt namens nordbahnhof, das baldigen baubeginn hat und bei dem wohnraum für 20.000 menschen geschaffen werden soll°°°

über eine renaisscance von „stadtwerken“ berichtet die telepolis°°°

gegen das schrumpfen der städte hat die schrumpfende sächsische stadt köthen die homeopathie entdeckt°°°

welche auswirkungen er kriseninduzierte sparzwang auf köln haben wird versucht der stadtanzeiger in einem artikel darzustellen.°°°

nach einem rassistisch motivierten mord demonstrierten in warschau spontan 150 menschen gegen rassimus°°°

die bundesrepublikanische arbeitsministerin möchte gerne hartz-IV-bezügler für städtische aufräumarbeiten einteilen°°°

„mediaspree entern“ trainierte am samstag im görlitzer park zu berlin, die hohe kunst des wasserbombenwerfens um sich auf den aktionstag am fünften juni vorzubereiten°°°

Mediaspree entern! from Pappsatt on Vimeo.

in pankow wird über verkehrskonzepte debattiert°°° der friedrichsheiner raw-tempel kann noch weitere zehn jahre bleiben°°°° einen recht poetischen text über einen spaziergang über das tempelhofer feld kann man auf spreeblick finden. der autor spricht uns aus dem herzen, wenn er dafür plädiert, das feld einfach zu lassen wie es ist.°°° „steigende mieten stoppen“ hat eine stellungnahme zum sozialen wohnungsbau veröffentlicht°°°°für mehr als eine millionen euro baut berlin eine unnütze brücke°°°° die staatsoper wird saniert und der betrieb zieht solange ins schillertheater °°°° die u-bahn wird im nächsten jahr teurer°°°über die geschichte des tiergartens schreibt der tagesspiegel°°°

über armut in südafrikanischen townships berichtet die faz°°°

in moskau kam es zu einer unerlaubten und unangemeldeten gay-pride°°°

samstag war in hamburg viel los. die innenminister trafen sich und klagten nicht etwa über polizeigewalt, sonder über gewalt gegen polizisten. weiterhin wollen sie härter gegen linke vorgehen und am liebsten aus den städten komplette „gefahrenzonen“ machen. gegen die konferenz gab es einiges an widerstand°°°die elbphilharmonie durfte öffentlich begangen werden, nachdem am freitag richtfest für das millionenmonster war und es regten sich an beiden tagen proteste gegen dieses schuldengenerierende größenwahndokumentierende projekt der stadt, die ihre museen teilzeit schließt, weil sie kein geld mehr hat. die gruppe city.weekend.activism ging ebenfalls am samstag mit dem stadtaktivisten und lefebvre-kenner christian schmid aus zürich nach einem vortrag zum thema „was ist das recht auf stadt“ hinüber zum real-gelände und danach zum neuen pferdemarkt um den vortrag weiter zu diskutieren und abends stellte im gängeviertel das stadt-labor aus zürich ausschnitte aus seiner arbeit vor, toll awaren die vielen aktionsbeispiel wie zum beispiel die „schlafdemo“ bei der vor dem rathaus übernachtet wurde oder die idee des „permanent breakfast“ wo über einen längeren zeitraum hin, immer eine kleine gruppe von leuten ein frühstück im öffentlich raum veranstaltet und am nächsten tag ist die nächste gruppe dran. laut die stadt-laborlerInnen kommt diese idee aus wien, dass ja auch schon durch die sound-demonstrationen gegen haider glänzte.
in der nacht dann wurde das leerstehende gebäude des erotic-art museums besetzt,während auf dem spielbudenplatz massen an menschen dem eurovisionsongcontest auf großleinwänden übertragen folgten. dort waren ungefähr 500 gut gelaunte und entschlossene leute und protestierten so gegen leerstand in einer stadt mit viel zu knappen günstigen raum zum wohnen, spass haben und arbeiten. man darf die aktion wohl auch im kontext der auseinandersetzungen um das bernacht-noch-quartier sehen. leider wurde die besetzung in den frühen morgenstunden des sonntags dann geräumt. °°° der bürgermeister kündigt allenthalben einen „radikalen sparkurs“ an, wo und was genau gespart wird, ist aber noch nicht herauszufinden.°°° in der hafencity sollen jetzt auch mal ein paar wohnungen mehr gebaut werden.°°°eine elteninitiative macht mobil gegen die kita-gebührenerhöhung°°°in bramfeld sorgen sich die anwohnerInnen um ihre einkaufsgelegenheiten°°°° in stellingen regt sich widerstand gegen den umbau der a7 in eine zehnspurige strasse. für den 11.6 ist eine demonstration geplant°°°das altonaer-museum sagt, dass sie nicht schließen werden.°°°die taz diskutiert mit sich selbst, ob hamburg eine musikstadt ist oder eher nicht°°°°auch an diesem wochenende gab es wieder brennende autos°°°

das düsseldorfer prachtstück „hafenperle“ ist pleite°°°die rein-stadt gewinnt den ersten platz im bundesdeutschen städteranking.°°°

marcelo lopes de souza: which right to which city

den artikel in voller länge findet man hier: which right to which city
nachstehend kommt die zusammenfassung. da der autor diesen blog liest, und wir wissen, dass er sich über eine rege diskussion freut, ist dies eine einladung die kommentarfunktion kräftig zu nutzen.

und hier nun der „abstract“:

Abstract

Coined at the end of the 1960s by French philosopher Henri Lefebvre, the expression “(the) right to the city” has become fashionable these days. The price of this has often been the trivialisation and corruption of Lefebvre’s concept: In many cases it seems to mean just the right to a more “human” life in the context of the capitalist city and on the basis of a (“reformed”) representative “democracy”. In contrast to this, David Harvey, an eminent Marxist urban researcher who has paid attention to Lefebvre’s ideas since the beginning of the 1970s, retains a non-reformist understanding of the “right to the city”. What is more, he reaches beyond the usual academic level of critical analysis in order make political-strategic evaluations and recommendations. However, from a libertarian point of view, his words sound very much like an attempt to see (partially) new phenomena (such as many contemporary, autonomy-oriented und radical-democratically based social movements as well as the conditions under which they act) through old lenses: namely through the lenses of statism, centralism, and hierarchy. The result of this is often a misrepresentation of today’s social actors, their agency, potentialities, and strategies. The aim of this paper is to show the limits of such an interpretation, as well as to discuss what a “right to the city” (and the strategy to achieve this goal) could be from a libertarian point of view not as a purely speculative enterprise, but under inspiration of the experiences of different, concrete social movements from Latin America to Europe to Africa.

breaking news: ehemaliges erotic art museum frisch besetzt

seit dem 29 mai:

Das ehemalige Erotic Art Museum in der Bernhard Nocht Strasse ist seit Samstag, 23 Uhr besetzt.

http://de.indymedia.org/2010/05/282480.shtml

„Take That – Denn dies ist auch unsere Stadt

Dieser Raum ist besetzt. Er ist besetzt von uns, die von der „Wachsenden Stadt“ Hamburg ausgeschlossen werden. Besetzt von denen,die in ihr wohnen, arbeiten, feiern: hier leben. Besetzt von uns allen, die keine Ruhe geben werden.

Wir sind heute hier, an diesem Ort, weil die Entwicklung um das so genannte Bernhard-Nocht-Quartier ein Beispiel für die städtische
Politik ist, die die fortschreitende Verdrängung der hier lebenden Menschen fördert. Hier, in diesem Viertel, wo bezahlbarer Wohnraum knapp ist, steht ein komplettes Gelände nahezu leer. Ein wenig sozialer Wohnungsbau darf erhalten bleiben. Der Rest wird in überteuerte Mietwohnungen überführt. Eigentumswohnungen werden hier entstehen, die sich nur eine kleine Schicht der Gesellschaft werden leisten können. Hier soll eine weitere matte Perle in einer überteuerten Kette entstehen, mit der sich die Stadt Hamburg schmücken will. Dieser Spirale der Ausgrenzung wollen wir uns entgegenstellen.

Diese Stadt kotzt uns an, mit ihren Eigentumswohungen, den luxussanierten Mietwohungen, mit ihren Ausschlüssen, die sie tagtäglich produziert, den Prestigeobjekten, wie die gerade befeierte Elbphilharmonie, der Privatsierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums, ihrer Überwachung durch Videokameras und Kontrollen durch sog. Sicherheitsdienste und der verstärkten Polizeipräsenz. Diese Stadt ödet uns an, mit ihrer geplanten Langeweile durch einförmige Architektur und genormten Konsummeilen. Und trotzdem ist es auch unsere Stadt.

Wir sind hier, weil wir uns nicht durch Zugeständnisse befriede lassen wollen. Wir sind nicht das schmückende Beiwerk. Heute sind wir hier, in den Räumen des ehemaligen Erotic Art Museums. Und morgen werden wir an anderen Orten auftauchen. Gegen diese kontrollierte Stadt setzen wir die Unberechenbarkeit des Widerstands.

Denn dies ist auch unsere Stadt.

lefebvre to go: christian schmid zum begriff “ recht auf stadt“ im sinne lefebvres

integration in zürich

mit einer kampagne soll in zürich integration erleichtert werden.
wenn die bilder und texte nicht auf so dermassen viele klischees rekurieren würden, dass einem davon schwindelig bis übel wird, könnte das fast lustig zu nehmen sein:

aber lustig ist es wohl keinesfalls denn wie eine bekannte schrieb:
„Die gutgemeinten Ratschläge verlocken geradezu sie böswillig auf die
Verfasserinnen zurückspiegeln. Böswillig in der Form, dass nicht nur all
die genannten Ratschläge Nicht-Schweizerinnen bislang unbekannt zu sein
scheinen, sondern das Plakat suggeriert, dass bislang von
Nicht-SchweizerInnen Verhalten entgegen der Ratschläge praktiziert wird.
Das Gegentei, die Umkehrung ist dabei nicht definiert, meint die LeserIn
des Plakats kann diese Leerstelle selbst ausfüllen. Ich probier das mal:“
die ganze kampagne ist hier zu betrachten

geht dresden angenehmere wege der bürgerbeteiligung als hamburg?

8. Juni – 8. Juli 2010
www.dresdner-debatte.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Jahren gibt es in Dresden teils kontroverse Diskussionen über die städtebauliche und architektonische Entwicklung der Stadt. Dies zeigt: die Zukunft der eigenen Stadt liegt der Bevölkerung am Herzen. Doch reine Pro-Contra-Auseinandersetzungen werden den komplexen Problemlagen in der Planung selten gerecht. Nur im Austausch entsteht Verständnis für die Haltung des jeweils anderen. Dabei ist nicht der Konsens erstes Ziel, sondern die Reflexion, das Öffnen von Handlungsspielräumen und das Abbauen von klassischem Konfliktpotenzial. Hier setzt die Dresdner Debatte an.

Mit der Dresdner Debatte startet deshalb eine neue Form des offenen und öffentlichen Dialogs zu aktuellen Stadtentwicklungsthemen der Landeshauptstadt Dresden zwischen Politik, Planung und Bevölkerung. Die Instrumente der Debatte sind ein moderierter Online-Dialog im Internet, eine Info-Box am Ort des Geschehens und themenorientierte Veranstaltungen. Den Auftakt bildet das Thema Neumarkt. Andere städtebaulich bedeutsame Projekte wie z. B. der Neustädter Hafen oder der Verkehrsentwicklungsplan, werden folgen.

Ab 8. Juni 2010 kann die Öffentlichkeit unter www.dresdner-debatte.de einen Monat lang zu aktuellen Entwicklungen am Neumarkt diskutieren und sich über die Planung informieren.

In der Info-Box vor Ort können sich alle Interessierten bei Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung über die Dresdner Debatte informieren und über bereitgestellte Rechner direkt am Online-Dialog teilnehmen. Die Debatte wird von einer Auftakt- und einer Abschlussveranstaltung, in der die Dialog-Ergebnisse vorgestellt werden, begleitet.

ein grund mehr die innenministerkonferenz zu kritisieren:

Deutschland/Kosovo: Rückübernahmeabkommen

Am 14. April haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und sein kosovarischer Amtskollege Bajram Rexhepi in Berlin ein Rückübernahme- und Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen soll die Rückführung von ausreisepflichtigen kosovarischen Staatsbürgern sowie von sonstigen Ausländern erleichtern, die illegal aus der Republik Kosovo nach Deutschland eingereist sind. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionsparteien warnten insbesondere vor einer Rückführung von Roma.

Hintergrund: Infolge des Krieges im Kosovo im Frühjahr 1999 kamen rund 130.000 Kosovaren in die Bundesrepublik, von denen seit Ende des Krieges etwa 114.000 zurückgekehrt sind (vgl. MuB 7/99). Derzeit leben rund 14.000 Menschen aus dem Kosovo in Deutschland, die nur geduldet sind und ausreisen müssen. Etwa 10.000 von ihnen gehören der Minderheit der Roma an (vgl. MuB 9/09, 6/05, 5/00). Im vergangenen Jahr wurden 322 Kosovaren abgeschoben, 168 Menschen kehrten freiwillig zurück. Diese Zahlen sollen nun bis auf 2.500 Personen pro Jahr steigen.

den artikel weiterlesen

stadtnachrichten dienstag 25 mai

auch lyon möchte hip und kreativ sein und baut und baut und baut°°°

in mailand sollen jetzt die daten der videoüberwachung auf verdächtige bewegungsmuster hin ausgewertet werden°°°

brandenburg baut sich eine seenlandschaft mit schwimmenden häusern und mehr°°°

ein großes sparpaket wird von der neuen britischen regierung angekündigt. nachdem schon in den achtziger jahren des letzten jahrhunderts margret thatcher staatliche ausgaben massiv gekürzt hatte und in den darauf folgenden jahren nicht viel wieder aufgestockt wurde, kann das für die britische bevölkerung nicht viel gutes heißen.°°°

in wien wurden 100 wohnungen wegen einsturzgefahr evakuiert°°°eine tribüne im sechsten bezirk ist ein kunstwerk und wird als solches im standard besprochen°°°das neue hausbesorgergesetz stehtnun fest°°° die stadt investiert in ein sieben -punkte- programm zur regulierung der strassenprostituion 140.000 euro°°°

dass die bundesregierung bald heftige sparmassnahmen einsetzen wird, ist klar. wo sie das tun wird, darüber beginnt nun so langsam die debatte. schäuble ist dafür erst mal im etat für arbeit und soziales zu holzen. °°° in der bundesrepublik stehen immobilien derzeit ganz hoch im kurs, weil die anleger angst vor inflation haben und wohnungen, häuser und gewerbeimmobilien eine sichere chance zu bieten scheinen°°° dabei ist zu beachten, dass nach griechenland nun spanien die weltweiten börsen ins trudeln bringt°°°die bundesbürger sparen wie verrückt und so sinkt logischerweise die binnennachfrage nach konsumgütern.°°°

neues aus athen lässt sich in der woz nachlesen°°°

die taz beobachtet, dass in finanzschwachen kommunen die kita-gebühren höher sind, als in finanzkräftigen. da haben sie mal gut hingeguckt. in finanzschwachen kommunen sind auch die bücherhallen kleiner und die schwimmbäder werden zum teil geschlossen und in wuppertal trifft es sogar das theater°°°

drei vermieter, die mit an hartzIV-empfängerInnen vermieteten wohnungen zuviel geld eingenommen haben werden in hamburg jetzt von der ARGE verklagt°°°die „galerie der gegenwart“ ist nun tatsächlich wegen geldmangels geschlossen. niemand glaubt daran, dass es um die erneuerung der brandschutzklappen geht, wenn der ausstellungsraum bis oktober seine pforten geschlossen hält. °°°°°° am kommenden freitag hat das euroverschlingende ungetüm „elbphilharmonie“ richtfest°°°° in hamburg werden zur zeit viele immobilien gekauft, weil die anlegerInnen das für die sicherste geldanlage halten. demenstprechend werden natürlich die kauf- und im nachgang die mietpreise noch weiter steigen, wenn sich die hamburger regierung nicht endlich mal für mieterInnenfreundliche gesetze und politiken entscheidet.°°°im hamburger stadtmodell gibt es ikea in altona nun schon, weiß ein blog zu berichten:
°°° in der mopo wird über abrissbagger direkt gegenüber von der hamburger staatsoper erzählt und darüber das hamburg bald einen „opernboulevard“ hat, der sicher nicht bis zur elbphilharmonie führen wird. °°°° weiterhin berichtet die mopo über den brief der „selbsternannten autonomen“ anläßlich der abgesagten taz-diskussion zu polizeigewalt°°°in der nacht zum montag ging ein auto in flammen auf und steine flogen gegen eine polizeidienststelle in rissen°°°die spd will mehr sicherheit in den öffis°°°in der hansestadt hamburg dürfen firmen die reparatur von schlaglöchern nicht finanzieren, da diese eine hoheitliche aufgabe darstellt. in lübeck ist das anders.°°°altona wird jetzt noch flexibler, kreativer und dynamischer und zwar mit dem „werkheim“, da kann man sich dann individuell büroplätze mieten. kein schlechter plan, dann braucht die stadt ja noch weniger büroflächen und könnte endlich mal die 1.000 000 leerstehnden qm büroraum in wohnungen und ateliers umwandeln oder mietfrei vergeben. °°°das wilde hin und hergeplane rund um die universtität treibt neue blüten: jetzt soll das cch für den uni-betrieb genutzt werden°°° der bund der steuerzahler ist gegen die stadtbahn und gegen den uni-umzug°°°das passage-kino ist neueröffnet°°°° hh1 berichtet über den letzten tag im real-markt am heiligengeistfeld°°°owbohl vielen kommunalen krankenhäusern bundesweit schließungen drohen, geht der private betreiber asklepsios mit gewinnen aus der letzten jahresabrechnung hervor.°°° im niedersächsichen landkreis harburg, der direkt an hamburg angrenzt, scheinen nazi-angriffe auf antifaschistische aktivistInnen ein äusserst bedrohliches ausmass anzunehmen°°°

berlin-neukölln hat bald eine „buisness-school“°°°die fu hat über ein paar jahre versucht in new york gelder zu sammeln, hat aber mehr ausgegeben als eingenommen und muss den aussenposten nun schließen°°°über abriss von altbauten in der kastanienallee wird im freitag berichtet.°°° im selben viertel, nämlich prenzlauer berg wurde am sonntag ein tunesier von 10 leuten mit rassistischen motiven angegriffen und verprügelt.°°°mieterhöhung und verdrängung von mieterInnen in alt-treptow werden in einem indymedia-artikel besprochen°°°immer mehr berliner werten die bauminseln vor ihren häusern mit kleinen beetenauf.°°°am gliniecker see wird sich noch immer über den zugang zum wasser gestritten°°°weil sich der senat über den wirbel um tempelhof ärgert will er die umwandlung vom flughafen tegel in eine wohn- und arbeitslandschaft direkt selbst gestalten.so berichtet zumindest der tagesspiegel.°°°sozialmieterInnen in der fanny-hensel-siedlung bekommen jetzt vom senat umzugshilfen. sie müssen aus ihren wohnungen, weil die mieten dort, in der nähe des potsdamer platzes zu teuer geworden sind.°°°über den abriss der deutschlandhalle entscheidet der berliner senat und nicht der bezirk°°°das hausprojekt in der liebigstr. reportiert den stand der dinge und bittet um unterstützung°°°auf der diesjährigen „globale“ gibt es einen schwerpunkt zum thema wohnungspolitik°°°

vierzig prozent der züricher wohnungen werden von singles bewohnt°°°

über kunst beim „kulturhauptstadt ruhr“-spektakel berichtet der spiegel°°° ob streetart noch streetcredebility hat diskutiert das blatt ebenfalls und das in zwei artikeln°°°

große pläne gibt es in der schweizer stadt baden, da soll mit der gondelbahn direkt vom hauptbahnhof zum bäderquartier gefahren werden können°°°

in südafrika vernetzt die initiative „streetnet“ straßenhändler um gemeinsam von den verdienstmöglichkeiten der wm zu profitieren°°°über die situation der sexarbeiterInnen während der wm berichtet der artikel „Fuck the Police“°°°

der us-senat arbeitet an einem neuen einwanderungsgesetz°°°

brautlied ohne hochzeit


das lied ist in dieser version leider so kurz, dass ich es an meinem klappcomputer selber loopen muss – wenn es länger sein soll. was es soll.

lgbt-aktivistin wird durch abschiebung bedroht

Kiana Firouz, 27 Jahre alt, ist eine iranische LGBT-Aktivistin, Filmemacherin und Schauspielerin. Nachdem Ausschnitte aus ihrem Dokumentarfilm über den Kampf und Verfolgung Schwuler und Lesben in ihrem Land die iranischen Behörden erreichten, wurde sie von Agenten der Regierung durch Tehran verfolgt, belästigt und bedroht. Sie floh nach England wo sie ihre Arbeit und ihr Studium in Sicherheit fortführen konnte.

Jetzt soll sie abgeschoben werden, was für sie Folter und Ermordung bedeuten würde! Also unterzeichnet die Petition und verbreitet die Nachricht weiter!!
UNTERSCHREIBEN UND WEITERSAGEN
http://www.petitiononline.com/kianaf/petition.html

Kiana Firouz, 27 years old, is an outspoken Iranian LGBT rights activist, filmmaker, and actress. When clips of her video documentary work featuring the struggle and persecution of gays and lesbians in her country were acquired by Iranian intelligence, agents began to follow Firouz around Tehran, harassing and intimidating her. She fled for England where she could safely continue her work and studies.

She plays a starring role in Cul de Sac, a documentary film produced in the UK about the condition of lesbians in Iran, and based heavily on Firouz’s own life story. Directed by Ramin Goudarzi-Nejad and Mahshad Torkan, the movie willpremiere in London in a few days. Since the trailer was posted on YouTube in December 2009, Cul de Sachas attracted global media attention, with thousands of views. Apparently, some of those views included members of Ahmadinejad’s puppet media in Iran. They know who Firouz is and what she stands for. They want her to come back to the country she was born in to answer for it.

Firouz, understandably, has requested asylum from the British government. Much to everyone’s shock and dismay, the British Home Office has rejected her application for refugee status. Yes, they know she’s gay. Yes, they know she could be deported back to Iran at any time, and that if this happens, Firouz will most likely be sentenced to torture and death after being found guilty of the “unspeakable sin of homosexuality” because she has participated in explicit lesbian sex scenes in the movie, and been a fierce proponent for human rights in her country.

In Iran, the punishment for lesbianism involving mature consenting women consists of 100 lashes. This punishment can be applied up to three times. After a fourth violation of Iranian law, a woman convicted of “unrepentant homosexuality” is finally executed by hanging, often publicly, in front of a howling mob.

PLEASE SIGN THE PETITION!
http://www.petitiononline.com/kianaf/petition.html

and reblog this, unfortunately her story has not gotten
around to the mainstream media!!!

Annette Wehrmann gestorben

traurig und wütend hinterlässt uns die tatsache, dass
Annette Wehrmann
im laufe der letzten woche gestorben ist.

traurig, weil es schön war, sie zu kennen.
weil sie tolle kunst gemacht hat und mit all ihren brüchen voller schönheit war.
ihre schritte waren musik. ihre gesten tanz. ihr aussehen eine erhohlung.
ihre worte harte prosa, ihre werke scharfe analysen. ihr wesen freundlich.

wütend, auf die ARGE und die welt der stipendien.
eine frau, deren werke von vielen personen und institutionen geschätzt wurden, war nicht in die lage versetzt, sich regelmäßig zu ernähren und gezwungen, sich um strom, wasser, telefon und obdach stets zu fürchten.

fucking, fucking hell.


nina und therese, nachbarinnen

SAGA-GWG-MieterInnenversammlung


Dienstag, den 25. Mai um 19 Uhr
In der „Fabrik“ des Gängeviertels, Valentinskamp 34 A im Hinterhof
U2 — Gänsemarkt, Buslinien 3, 112, 35, und 36 bis Johannes-Brahms-Platz

Bei Rückfragen erreichen sie uns unter: 0179-1359252
mieterhoehung@nadir.org

AG Mieten im Auftrag der SAGA-GWG MieterInnenversammlung

saga-mieterhöhung

den jüngsten kommentar auf diesen seiten finden wir so bemerkenswert, dass wir ihn noch mal direkt hier auf der eintrittsseite spiegeln wollen:

habe heute binnen 15 Monaten die nächste Mieterhöung bekommen, die SAGA hält sich strikt an den gesetzlichen Rahmen, rechtlich ist ihr da leider nicht beizukommen. Was wäre eigentlich die Konsequenz, wenn keiner diese Mieterhöungen mehr akzeptieren würde ? Ich kann und werde diesem Erhöungsbegehren nicht mehr nachkommen, es sind zwar „nur“ 50.- EUR monatlich mehr, aber Anfang letzten Jahres waren es auch schon mal 35.- und spätestens Ende 2011 werden es dann nochmal 30-40 EUR sein. Soviel ist mir Wohnen dann auch nicht wert und ich werde wohl mit meinen Hunden auf einen Dauercampingplatz ausweichen.

von unserer seite aus: solidarische grüße und hut ab, wenn man dich irgenwie unterstützen kann, poste das doch bitte auch hier. ach und mieter helfen mietern ist wohl nach wie vor eine gute instanz, die man in solchen belangen auch ruhig ansprechen sollte. und die anwälte von den mietern in der haynstr, die nun schon seit jahrzehnten nur das an miete zahlen, was sie wollen, könnten auch ein gute adresse sein.

wir dokumentieren: krassen kram:

da möchte man doch feind der kunst werden, so sehr stellen sich mir beim lesen die zehennägel hoch.

ehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kunst,

Wie können die Entwicklung und erfolgreiche Verstetigung von Kunst- und Kreativzentren gelingen und zugleich positive Effekte für Stadtteilentwicklungsprozesse angestoßen werden? Diskutieren Sie mit:

Diskussionsveranstaltung „Räume für die Kunst:

Artscape Toronto zu Gast in den Veringhöfen

Zeit: 15. Juni 2010, 09.00 – 12.00 Uhr

Ort: Veringhöfe Nord, Am Veringhof 23b, 21107 Hamburg*

Zur Förderung des Erfahrungsaustausches Toronto – Hamburg sind Interessierte herzlich eingeladen, die Arbeit der kanadischen Non-Profit Stadtentwicklungsorganisation Artscape (http://www.artscape. ca) kennenzulernen. Zum Auftakt der Veranstaltung wird der Geschäftsführer von Artscape, Tim Jones, das „creative placemaking“ und „creative spacemaking“ seiner Organisation vorstellen und von seinen Erfahrungen mit Multi-Nutzerkonzepten im kreativen und kulturellen Sektor berichten. Neben Strategien für die Schaffung nachhaltiger und erschwinglicher Produktionsräume stehen die Netzwerk- und Organisationsentwicklung mit beteiligten Akteuren im Fokus seiner Ausführungen.

Im Anschluss an den Vortrag von Tim Jones findet eine Podiumsdiskussion mit folgenden Gästen statt:

Tim Jones, Artscape Toronto

Markus Schreiber, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte (angefragt)

Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft

Yvonne Fietz, Geschäftsführerin conecco

Künstler der KünstlerCommunity

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen die Fragen:

· Welcher Rahmenbedingungen bedarf es, um das „creative space building“ und „placemaking“ auch in Hamburg voranzutreiben? Welche konkreten Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten gibt es von städtischer Seite?

· Was benötigen kreative Praktiker, Entrepreneurs und Organisationen im Hinblick auf Netzwerk-/Community-Entwicklungen?

· Was sind die Indikatoren für „organisationelle Reife“?

· Können oder wollen Künstler und Kulturproduzenten eine aktive Rolle in Stadtentwicklungsprozessen spielen?

Im Anschluss an die Veranstaltung findet die Enthüllung der Projektstele der Veringhöfe statt.

Die Diskussionsveranstaltung „Räume für die Kunst“ ist Teil des Projektes Veringhöfe Nord [KünstlerCommunity], in dem mithilfe der IBA Hamburg nachhaltige künstlerische und kreative Strukturen auf den Elbinseln geschaffen werden sollen. Das Konzept [KünstlerCommunity] von STADTKULTUR HAMBURG e.V. (jetzt: conecco – Management städtischer Kultur)/ STATTBAU Hamburg GmbH wurde als finales Konzept in einem sechsmonatigen Auswahlprozess eines ergebnisoffenen Verfahrens ausgewählt. Die Kooperationspartner verstehen ihr Konzept als Beitrag, im Rahmen der IBA Hamburg innovative Aneignungs- und Beteiligungsprozesse von Kunst und Kultur in Stadtteilentwicklungsprozessen umzusetzen. Die Aneignung ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen: die zukünftigen Nutzer organisieren die [KünstlerCommunity] in einer gemeinsam entwickelten Trägerstruktur eigenverantwortlich.

* Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
S-Bahn Linien 3 und 31 von Hamburg Hauptbahnhof oder Hamburg-Harburg bis Haltestelle Veddel oder Haltestelle Wilhelmsburg
Von Veddel mit dem Bus 13 Richtung Kirchdorf Süd, Ausstieg: Mannesallee
Von Wilhelmsburg mit dem Bus 13 Richtung Veddel, Ausstieg: Mannesallee
100 m weiter gegenüber der Mannesallee auf dem Veringplatz durch den Hausdurchgang

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Wenn Sie keine Nachrichten mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: aktuell@iba-hamburg.de.

Internationale Bauausstellung IBA Hamburg GmbH

Am Zollhafen 12 20539 Hamburg • Tel +49 (0) 40.226 227-0 Fax +49 (0) 40.226 227-315

aktuell@iba-hamburg.de www.iba-hamburg.de

Vorsitzende des Aufsichtsrates: Senatorin Anja Hajduk

Geschäftsführung: Uli Hellweg (Vs.), Heiner Baumgarten

HRB 96972 Registergericht Hamburg

Lyon: Ausschreitungen bei einer Demo gegen Intoleranz und Homophobie:

Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen Intoleranz und Homophobie in Lyon: Strenggläubige Katholiken und Rechtsradikale mischten sich unter die Homosexuellen und machten ihrem Unmut mit feindlichen Parolen und Plakaten Luft.,

mehr dazu: hier

Real geht- was kommt jetzt?

dieser aufruf flatterte uns heute in die post und wir dokumentieren ihn sehr gerne:

Der Realmarkt in der Alten Rindermarkthalle am Neuen Kamp schließt. Der Bezirk Mitte hat schon 100.000 Euro ausgegeben für Planungen, hier eine Music Hall für 4000 Besucher hinzubauen. Damit sollen über die Köpfe der Bevölkerung hinweg Fakten geschaffen werden.

Wir finden: 
Eine weitere Belastung durch noch mehr Vergnügungsstätten erstickt das Leben im Stadtteil! Wir haben schon genug Probleme durch Lärm, Wild-Pinkler,
Falsch-Parker, Miet- und Preissteigerungen, Verdrängung… .

Wir fordern:
Keine Music Hall!

Planung nur mit und für uns!

Erhaltung günstiger Einkaufsmöglichkeiten!

Stopp des laufenden Planungsverfahrens!

Wir sind „die Leute: real“, eine offene Gruppe von Anwohner_innen und Interessierten. Wir treffen uns regelmäßig, um uns für die Umsetzung dieser
Forderungen zu engagieren und für den Erhalt unseres Lebensraumes zu kämpfen.

Unsere nächsten Treffen sind jeweils um 18:00 Uhr am :

– 20.5.
– 27.5.
– 3.6. im Centro sociale (Sternstr. 2)

Komm gerne dazu und bring deine Meinung und deine Ideen ein!
die Leute: real

stadtnachrichten montag 17 mai

„plätze, häuser, alles“ heißt es vom 20ten bis zum 23 mai in freiburg auf dem freiraumkongress°°°

die göttinger polizei muss sich jetzt an einem runden tisch dem vorwurf stellen gezielt engagierten personen zu kriminalisieren°°°

wuppertal ist mehr als nur pleite. die stadt kann selbst imit der schließung von schwimmbädern, dem theater und anderen projekten nicht mehr genug sparen um überhaupt die schulden zahlen zu können °°°

migropolis, ein architekturprojekt, untersucht venedig und kommt zu wenig gehörten erzählungen über die lagunenstadt°°°

das ehemalige gefängnis klapperfeld in frankfurt, derzeit von der intiative „faites votre jeus“ bespielt, die sich unter anderem um die erinnerung an die geschichte des gebäudes intensiv bemühen, droht abgerissen zu werden°°°

die praxis der bundesarbeitsagentur, mitarbeiter nur befristet einzustellen, steht in der kritik°°°

wien hat jetzt eine anarchistische bibliothek°°°° morgen droht dem wagenplatz „treibstoff“ die räumung°°° über den fortgang der entwicklngen bei der abschiebung von zwei mitgliedern des fc sans papier, berichtet no-racism.net°°°

finsterwalde verliert wahrscheinlich sein linkes zentrum „l44″°°°

in athen sind am 14.05 innerhalb von 24 stunden zwei bomben detoniert°°°

zürich hat nur noch 1200 taxifahrerInnen°°° die initiative „für bezahlbare wohnungen und gewerberäume“ fordert die niedrighaltung städtischer mieten.die initiative trifft durchaus auch auf gegner.°°°

die spanische regierung hat ihre sparmassnahmen vorgestellt. die masssnahmen treffen vor allem den öffentlichen dienst, renter, kinder und die entwicklungshilfe. auch hier wird, wie in england und griechenland aber auch im verminderten masse in der bundesrepublik, nicht über die grundsätzliche gestaltung von verteilungsgerechtigkeit nachgedacht, sondern da gekürzt, wo die regierungen glauben, dass sie es sich leisten können: bei den armen und mittelständischen teilen ihrer bevölkerungen.°°°

den bundesrepublikanischen kommunen fehlen in diesem jahr 15 milliarden euro in ihren budgets. die „zeit“ prognostiziert einen noch nie gesehenen sparkurs.°°°ausgerechnet der „wirtschaftsweise“ peter bofinger stellt sich gegen den wirtschaftskurs der bundesrepublik in den letzten jahren und argumentiert, dass diese art der reinen exportförderung teil des momentanen europäischen desasters wäre.°°°leider zieht der markt für wohnungsflächen in deutschland wieder an. leider, weil das zwar bedeutet, dass mehr wohnungen gebaut werden, aber eben auch die mieten noch mehr steigen.°°°ärzte in kommunalen kliniken streiken für mehr geld°°°

studenten haben ein haus entwickelt, dass unabhängig von strom- und wasserversorgungsnetzen funktioniert und trotzdem keine rückkehr ins mittelalter darstellt°°°

wie warschau in der zukunft sein soll, fragt das festival „promised city“.°°°

oldenburg tritt den beweis an, dass videokameras keine kriminialitätsprävention sind. die kameras sind die leuten einfach egal.°°°

in hamburg schließt die „galerie der gegenwart“ für fünf monate ihre türen. versucht die behörde immer noch zu erzählen, dass es an sicherheitsmängeln nämlich 200 fehlenden brandschutzkappen liegen würde, so schreibt doch jeder journalist, dass geldmangel der feind der kunst in hamburg sei. damit zeigen sich nun auch hier vermehrt die auswirkungden der wirtschaftskrise die noch lange nicht ausgestanden ist. unverdrossen allerdings hält die hamburger stadtplanung an der elbphilharmonie fest, der nun gerade gravierende baumängel attestiert wurden und die schon wieder 5, 5 millionen euro mehr kosten soll. anstatt dieses geld in bestehende kulturelle oder besser noch soziale projekte zu investieren, wird halsstarrig weiter an einem leuchtturm gemauert, der von vorne bis hinten eine fehlplanung ist. in einem dokumentarfilm über die hafencity erklärt selbst hamburgs lieblingsarchitekt teharani, dass die elbphilharmonie nicht durchdacht ist, zum beispiel gibt es überhaupt nicht genügend parkplätze für die besucherInnen der konzerte und keine wendemöglichkeit für reisebusse. also, naja.°°°° der hamburger senat ist sogar so klamm, dass jetzt überlegt wird, grünanlagen umzuwidmen um sie als baugrundstücke verkaufen zu können. die bezirke sollen bis 2014 65 millionen euro einsparen. hätte man die inzwischen als 500 millionen euro projekt bezeichnete elbphilharmonie nicht, müsste wohl nicht raubbau an grünanlagen, eine erhöhung von gebühren, und einschnitte in die eh schon zu knappe städtische personaldecke betrieben werden°°° auch der ndr muss sparen und zwar bis 2012 50 milllionen°°°der hamburger hafen macht immer noch viel weniger gewinne, als vor beginn der wirtschaftskrise. zum jahreswechsel waren es 31% weniger gewinne und das bei wieder steigendem güterumschlag°°°der innensenator versucht immer noch vorteile aus den „maikrawallen“ zu ziehen und möchte am liebsten die ganze schanze zum „gefahrengebiet“ erklären°°° auf indymedia gibt es nun den dritten teil der geschichte von „recht auf stadt“. das ist eine indymedia-reihe, die sich wirklich zu lesen lohnt, und die durch die kommentare auch noch einiges an vertiefung dazu gewinnt, an dieser stelle auch noch eine empfehlung: wir haben jetzt in letzter zeit mal die bücherhallen durchforstet nach büchern und filmen zu hamburg und einiges davon auch schon gesichtet. dabei lässt sich von jeder menge sozialer bewegungen und auseinandersetzungen um wohnraum in der stadt erfahren. erinnert sei hier, an die drachenbau genossenschaft in st.georg, die sich die „Koppel“ bis heute erfolgreich angeeignet haben, an das schröderstift, an die mieterInnengenossenschaft in der haynstr, an die studentInnen, die in den sechzigern zusammen mit den neumietern im osdorfer born für infrastruktur gesorgt haben, an die kämpfe um das karolinenviertel, das ganz der messerweiterung preisgegeben werden sollte, die besetzung der klaustraße, das vorwerkstift und so weiter und so fort. hamburg hat auch neben der hafenstr, die nächstes jahr ihr dreissigtes feiert, eine lange und sehr vielfältige tradition von erfolgreichen häuserkämpfen auf die sich gut aufbauen lässt.°°°

fiaskojoke kommentiert einen spiegel-online artikel über die brennenden autos in hamburg°°° das projekt „fußnote*“ erinnert mit veranstaltungen und an verschiedenen orten in hamburg gesprühten texten an die geschichte hamburgs im nationalsozialismus und macht somit eine kritische ergänzung zu den gängigen erzählungen, eine fußnote also. °°° also, die werften im hamburger hafen machen verdammt viel geld mit krieggerät, das wurde im zuge der wirtschaftskrise noch mal mehr als deutlich, als blohm+voss darüber nachdachte, den zweig „zivile schifffahrt“ ganz aufzugeben, im städtisch kofinanziertem tamm-museum werden militaria huldvoll präsentiert und damit abgefeiert, beim hafengeburtstag gab es mal wieder bundeswehr und befreundete institutionenspektakel und jetzt gibt es noch ein elendes u-boot-museumsschiff direkt am st. pauli fischmarkt. mann mann mann. wieviel militärismus kann man denn verkraften?

berliner homos haben für heute zu einem kiss-in vor der ugandischen botschaft gegen die einführung der todesstrafe für homosexulität in uganda aufgerufen.°°° ein architekturbüro hat für das tempelhofer feld ein gebirgsmassiv skizziert und ins rennen um die nutzung des geländes geworfen°°°nebem dem berliner ensemble entstehen luxus-wohnungen und shoppinggelegenheiten°°°was „media-spree“ für kreuzberg und friedrichshain plant und was diese planung für die anwohnerInnen bedeutet beleuchtet ein indymediaartikel°°° eine initiative wehrt sich gegen abriss von historischen kühlhäusern°°°gestern nacht haben wieder autos gebrannt°°°der berliner umweltschutzplan soll auf kosten der mieter in der stadt umgesetzt werden°°°steigende -mieten- stoppen rufen dazu auf, häuser zu kennzeichnen, in denen hohe mieten gezahlt werden müssen. das scheint mir ein super plan.mietenstopp°°° auch bei mietenstopp zu finden ist ihr lesenwerter redebeitrag zur recht-auf-stadt-parade am achten mai°°°in lichtenberg gibt es ein bürgerbegehren gegen steigende mieten°°° einen bericht über die veranstaltung „gentrifizierung im wedding“ stellt der gentrification-blog zur verfügung°°°

eine geschichte über die kölner buschgasse wird im stadtanzeiger erzählt°°°

mehr zu athen: The Morbid Explosion of Ideology

von occupied london

The Morbid Explosion of Ideology

Why is this age worse than earlier ages?

In a stupor of grief and dread

have we not fingered the foulest wounds

and left them unhealed by our hands?

(Anna Akhmatova “Why is this age worse?”, 1919)

On May the 5th the explosion of ideology that has plagued radical circles for some time now reached its tragic apex: 3 dead bank workers. With few honourable exceptions, in the next days knee-jerk reactions to the deaths consisted of blaming the police, the bosses, or even more abstractly Capital and the State for the carnage. Among these accusatory rituals, the lack of self-criticism is deafening. If the great silence were merely the result of some sort of existential numbness, it would be purely proof of the radicals’ inability to cope with the inevitable. Yet this silence is structural. It is an organisational component of the degeneration of the radical movement into a cult with its own oaths of secrecy, its own rules of speaking the truth, and of course its own precious totems and taboos.

After almost 16 months since December 2008 there has been an astonishing lack of critical analysis on the social uprising and the conditions of possibility and impossibility that it has opened. On this arid soil a morbid plant has cast its roots: a string of actions that can only be interpreted as ritual invocations for the return of the event, a mode of fidelity to December that both fails to recognise its historically situated uniqueness and attempts to substitute its spontaneous social dynamism with the programmatic dynasticism of some revolutionary vanguard. Such actions, focused as they are on the implementation of some absolute truth, are not only pillaging the event of December of its radical potential, but are projecting into the future the image of an evental trace which is intelligible only in terms of an impotent present, a present that contains no positivity other than an imagined negation of negation, that Hegelian double-bind that entraps the social into a dialectical circle of the return of the same: authoritarianism. Thus all that made the bourgeois criticism against the December Uprising (in terms of “nihilistic narcissism”, “a vicious sterile circle”, etc.) look like a Persian exercise of beating the sea with chains, today acquires a disturbing validity that can only make us conclude that the worst enemy of the revolution are the revolutionaries themselves.

Some people during the last general strike march, seeing 200,000 protestors roaring in rage and some even trying to storm the steps to Parliament, could only think of a means to perform their own petty identity as the vanguard of militancy. For that is what this cult has at its core: rituals of performativity, rituals of sustaining and reproducing the equilibrium of “toughness”, of “strength”, of “militancy”, of “fist-readiness”, or what may the symbolic order of rebel-masculinity consist of. Violence, so abstractly demonised by the bourgeoisie, is only a functional component of this process – not the objectified problem but the effect of an acutely problematic relation. A relation of competition for the most “advanced”, the most “dynamic” action, the most aggressive and seemingly uncompromising “attack”, the most one-dimensional being-in-the-world. What connects all these performances of “revolutionary singularity” is not their violence per se, but the vainglorious competitive culture of militaristic machoness. The establishment of a gendered hierarchy of “will” to the exclusion of the open mass-struggles that are developing throughout the country: a new Stalinism.

Voluntaristic activism, that bastard of the worst Blanquist traditions of the Left, is thus posing self-content as a spectacular substitute to the long and painful processes of self-organisation and proletarian recomposition. With the abyss of egoistic ambition as its only promise, it threatens to devour any sense of principled struggle, any sensibility of egalitarian responsibility towards social emancipation, and any value of mutual help. This militantism is growing into the symptomal kernel of an ailing society. And like all symptoms it functions only so that this society and its ailment endure.

The 5th of May signalled the final end of innocence. In its nearly four years of publication Flesh Machine has tried to introduce into the radical movement a critical perspective in the hope to sweep away the stale air of revolutionary ritualism and help equip people who genuinely care for the creation of a social and desiring rupture with tools of analysing the real in non-dogmatic ways. This was an effort based on the tradition of Michel Foucault, Gilles Deleuze, Felix Guattari, Judith Butler, the great heretics of western philosophy and aesthetics. Trying to engage these in the actual social struggles of its time was the prime goal of the magazine and its auxiliary publications, a process not without its problems or contradictions, yet sincerely committed to social and desiring emancipation. If Flesh Machine was in its own terms a desiring machine, it has turned out to be a locomotive deprived of its tracks. An effort of deterritorialisation (in terms of theory, ethics and aesthetics) that can no longer relate to the ground it originally invested as a plane of immanence. Rather than degenerating into a frustrated and resentful process of intellectual exploration within an increasingly alienated environment, Flesh Machine and its human component have decided to withdraw their labour, and interrupt permanently any contribution to the radical milieu.

This move will be inevitably interpreted by professional revolutionaries as a final proof of the bourgeois nature of the project, of the weakness of intellectuals, of the treachery of academics at the “height of the struggle” and so on and so forth. We leave them at their antiquated Marxist meta-narrative to enjoy the surplus-enjoyment of their position as being eternally right on the condition that they always fail. Let them remember however that the breaking point of every revolutionary process is when subjects who have no objective class interest in the revolution but who are committed to social emancipation because of an ethical mode of inhabiting the world decide that the revolutionary process in place can only lead to a new form of tyranny. Some people will remember the murder of Kitsos Maltezos, more the Soviet invasion of Hungary, the Chinese invasion of Vietnam etc. – these were events that revealed how the revolutionaries, being so preoccupied with changing the world, had forgotten to change themselves and were thus bound to reproduce the same old world in ever more suffocating and brutal versions of authoritarianism. This does not mean that all revolutionary processes are doomed to failure – for they only do so when people forget that what lies outside the state of things is always-already part of a structural relation of that state of things. Only when people forget to walk through the Oedipal wound that constitutes them in their negation of the symbolic Other.

In its desertion Flesh Machine does not forget the readers who have supported this heretical project and pointed out at its various mistakes and weaknesses. With them lies the force of rupturing thought and critique. With them lies the force of responsibility.

FIN (En Fin)

Flesh Machine, 10 May 2010

athen: statement zu den toten in der marfinbank

das statement ist bei labournet zu finden

Statement from some groups in Athens
10 May 2010
Some background notes:
1. On the 5th of May three people lost their lives in a fire at Marfin bank in
the centre of Athens, during one of the greatest demonstrations the capital of
Greece had ever seen.
2. 200.000 people participated. For the first time, even the Communist Party,
usually patriotic, sectarian and lawful, joined tens of thousands of
demonstrators in their attempt to enter the functioning parliament. Their
general secretary was even forced to declare later that the CP block had been
a victim of provocation by fascists, who waved red flags and were recorded
calling for the burning down of the parliament.
3. The mass media workers were all on strike. Nothing was being reported about
the mobilization in the morning. As soon as the three deaths at Marfin banks
were announced, the strike was lifted.
4. The bank manager of Marfin on Stadiou street had threatened workers they
would lose their job if they took part in the general strike and didn¹t show
up at the bank which, it turns out, had no fire exits or other provisions
for the security of staff in case of fire.
5. Vgenopoulos is a successful grand capitalist backed by Arab and other
capital, buyer of Olympic Airlines, and CEO of the Marfin Investment Group,
often celebrated by the media and the polls as the ³solution to Greek economic
problems².

On the events of the 5th of May
In December 2008 during the riots that followed the murder of Alexandros
Grigoropoulos, the anarchist-antiauthoritarian milieu responded to the media¹s
fascist appeals for return to law and order with the slogan: ³You¹re talking
shopwindows, we¹re talking lives².
Some dangerous tolerance of hypocrisy is now allowing certain people to talk
about the lack of fire-security measures in the bank, some Orwellian reversion
of reality is allowing them to refer to the tragic death of the three workers
as if it were a mere domestic accident.
Don¹t we understand that this is exactly the NATO-speak of ³collateral
damage“? Don¹t we understand that the protests against the expected cynicism
of a businessman who forced the workers to stay in the bank, will not wash
anybody¹s hands of the blood?
Don¹t we understand that by using the tactics of the Beast, you become very
much like it?

In a demo on the 6th of May 2010 at the centre of Thessaloniki, called by the
Union of State Hospital Doctors and first degree unions, one of the many demos
protesting the unprecedented attack against collective contracts and workers¹
rights, wages, welfare and pensions to satisfy the IMF- and EU- economy of
bankers, many antiauthoritarians from the last contingent of the demo
repeatedly shouted: ³it was murder, we have no illusions the State and
Vgenopoulos murdered the workers.² For some people, an easy conclusion is
indeed comforting: ³The State and Vgenopoulos are killing workers². Yet do
they realize what this actually means and what they consequences are of this
wishful thinking?
We do not know what exactly happened at Marfin in the afternoon of the 5th of
May. What we do know for sure is that when we heard the tragic news, nobody in
our circles was in any position to refute, with absolute certainty, the
verdict of the media. And that was tragic too. For if we cannot render
completely unthinkable (first of all to our own selves) that what happened
might have anything to do with people in our milieu, then we have already
prepared the grounds for tragedies like this (be it through fatal
irresponsibility, twisted malice, or perilous tactics).
In a general uprising there can be deaths under uncontrollable circumstances
it happened in LA, it happened in Argentina. It never occurred to anyone to
blame the deaths on an organized political movement of dissent. The mere fact
that the 3 murdered people in Marfin bank are being associated with anarchism
points to anarchists¹ great responsibility. Who can really ignore the
tolerance of vanguardist practices, who can ignore the contempt of life?
Sure, anarchists are experienced, they have burnt so many banks and noone¹s
life was ever put in danger. Sure, Vgenopoulos forced the workers to stay in
the bank, had no fire security. No matter what we say, the responsibility
cannot be shifted. If even a miniscule number of people who define themselves
as anarchists are irresponsible enough to burn a building with people inside,
we must ask ourselves how this irresponsibility has been licensed and
cultivated. If, and that is even worse, we have laid the grounds for the
grandest act of postwar provocation in Greece, then the longterm consequences
surpass even the tragedy of the 3 murders.

The answer is not the soothing declaration that ³the enemy is ruthless². We
are aware of what happened in Piazza Fontana in Milan, and at the Scala in
Barcelona.
The answer is the nascent opposition, spreading its roots in all social groups
throughout the country, doing hard and stubborn work, with mutuality,
solidarity and a spirit of community and comradeship. The answer is the
collective struggle for life, not death.

Signed by:

Panopticon publishers/journal
Editions des Etrangers
Stasei Ekpiptones Editions
Black Pepper of Euboia
Nyktegersia Journal
Exarcheia Editions