gangster rap aus st.pauli


5 Antworten auf „gangster rap aus st.pauli“


  1. 1 frank 07. Mai 2010 um 11:44 Uhr

    Sagt mal, findet ihr diesen macho-gangster-scheiß gut? Ich glaubs einfach nicht. Blöder Kapitalismus affimierender Mist. Sorry, dass das jetzt so emotional ist. Aber ich bin wirklich ziemlich angekratzt.

  2. 2 Administrator 07. Mai 2010 um 13:07 Uhr

    ich fand, das wirkt nicht so als, würden sie das abfeieren mit „ausicht: blaulicht“ sondern als würden sie recht pointiert in ihren worten aus ihrer lebensrealität berichten und sich dabei erfolgreich mühe geben eine angemessene ausdrucksform dafür zu finden. mir scheint das ganz in einer jazz-tradition zu sein, wo es nicht darum geht, fortschritlliche perspektiven zu entwickelen, sondern sich gegenseitig aus dem leben zu erzählen, um damit dann wenigstens der vereinzelung zu entgehen. was meiner meinung nach, schon ein gewaltiger fortschritt ist. da in hamburg immer noch jugendliche keine lehrstelle kriegen, die die falsche adresse haben, was selbst bei st. pauli oder karoviertel kombiniert mit einem nicht-germanischen namen häufig noch der fall ist, scheint mir die erzählung leider recht der deskritptiven ebene verhaftet und gehört mir in eine betrachtung der stadt in der wir wohnen.

  3. 3 Frank 08. Mai 2010 um 11:18 Uhr

    Moin,
    danke für die ruhige Antwort. Seltsam, aber mir vermittelt sich immer noch ein ganz anderes Bild. Das stellt mir eher eine Abklatsch-Ebene der stereotypen und klischeebehafteten Standards der Verwertungsindustrie dar und ist damit eines, dass nicht eigene Realität abbildet, sondern eher Kopie der Großstadt-Gangsta-Metapher (passt perfekt zum offiziellen Großstadtpanoramabild //‘wirsindwiederwer‘).

    Was ich da sehe, bestätigt, für mich, nichts anderes als die eigene Rolle innerhalb des Systems, inklusive rassistischer, patriachaler und sexistischer Momente.

    Das es mal wieder ausschließlich Männer sind die sich so produzieren müssen ist klar, wären es Frauen, würde es aber auch rein gar nichts an meinem Empfinden beim Ansehen von so etwas ändern.

  4. 4 Administrator 26. Mai 2010 um 17:47 Uhr

    ich finde das gar nicht so sexistisch, welche bilder siehst du da? im verhältnis zu sonstigem gangsterrap finde ich hier nur angzogene frauen und keine dummen sprüche im text.tatsächlich ist es nicht die sprache, in der ich mich ausdrücken würde, aber es ist ja auch nicht meine realität, von der sie da singen. und gegen den wunsch nach jeans, wohnung, mobilität habe ich nichts. ich finde es sind andere dinge, die den kapitalismus mörderisch machen. waren des täglichen gebrauchs stören mich da nicht.

  5. 5 Takechi 26. Mai 2010 um 18:26 Uhr

    @frank: Es drängt sich der Verdacht auf, dass du das Video nicht mal angesehen hast. Deine Kritikpunkte treffen auf so ziemlich jedes aktuelle Pop-Video zu, in „Blaulicht“ finde ich da aber keine Ansatzpunkte. Klär doch mal auf, wie Kapitalismus, Patriarchat, Rassismus und Sexismus in dem Video affirmiert werden, und warum du es unter „macho-gangster-scheiß“ einsortierst.

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