stadtnachrichten montag 31 mai

in hongkong sind paradoxerweise die quadratmeterpreise für selbstgebastelte hütten höher als die für luxuswohnungen.°°°

zum häuserkampf in zürich in den achtzigern, der dieses jahr sein 30igstes jubiläum feiert, gibt es eine dvd -serie namens „allein machen sie dich ein“, ein besprechung davon ziert die woz°°°über die reagulation des strassenstrichs wird zur zeit debattiert°°°um das kunsthaus aussersiehl, gibt es rege verhandlungen, bei denen die initiative für das kunsthaus gerade einen rückschlag hinnehmen musste.°°°im uetlihof arbeiten 6000 leute über das für und wider dieser art von umnutzung ehmaliger industriegelände berichtet der tagesanzeiger°°°

über die „lifestyle-besetzerInnen“ im la biu in biel berichtet ebenfalls die woz. °°°

wie man aus gärten eine lobeshymne an deutschland komponieren will zeigt ein artikel in der zeit°°° mehr und mehr menschen investieren in immobilien, die preise steigen und die kaufbaren objekte werden weniger°°°° der deutsche städtebund möchte gerne die kasernen als sichere einnahmequelle behalten°°°

gibt es denn jetz in haiti wieder genügend wohnungen und gesicherte lebensumstände für die von der naturkatastrophe betroffenen menschen? diese frage beantwortet die taz mit nein.°°°

die telepolis konstatiert einen europäischen rechtsruck und belegt diese these recht eindrucksvoll°°°

in köln hält sich der neue wagenplatz „gartenzwerge“ schon seit über zwei wochen°°°

über die brasilianische stadt curitiba und ihr erstaunliches nachhaltigkeitskonzept berichtet der freitag°°°

interkulturelles wohnen, so bewirbt wien ein neubauprojekt namens nordbahnhof, das baldigen baubeginn hat und bei dem wohnraum für 20.000 menschen geschaffen werden soll°°°

über eine renaisscance von „stadtwerken“ berichtet die telepolis°°°

gegen das schrumpfen der städte hat die schrumpfende sächsische stadt köthen die homeopathie entdeckt°°°

welche auswirkungen er kriseninduzierte sparzwang auf köln haben wird versucht der stadtanzeiger in einem artikel darzustellen.°°°

nach einem rassistisch motivierten mord demonstrierten in warschau spontan 150 menschen gegen rassimus°°°

die bundesrepublikanische arbeitsministerin möchte gerne hartz-IV-bezügler für städtische aufräumarbeiten einteilen°°°

„mediaspree entern“ trainierte am samstag im görlitzer park zu berlin, die hohe kunst des wasserbombenwerfens um sich auf den aktionstag am fünften juni vorzubereiten°°°

Mediaspree entern! from Pappsatt on Vimeo.

in pankow wird über verkehrskonzepte debattiert°°° der friedrichsheiner raw-tempel kann noch weitere zehn jahre bleiben°°°° einen recht poetischen text über einen spaziergang über das tempelhofer feld kann man auf spreeblick finden. der autor spricht uns aus dem herzen, wenn er dafür plädiert, das feld einfach zu lassen wie es ist.°°° „steigende mieten stoppen“ hat eine stellungnahme zum sozialen wohnungsbau veröffentlicht°°°°für mehr als eine millionen euro baut berlin eine unnütze brücke°°°° die staatsoper wird saniert und der betrieb zieht solange ins schillertheater °°°° die u-bahn wird im nächsten jahr teurer°°°über die geschichte des tiergartens schreibt der tagesspiegel°°°

über armut in südafrikanischen townships berichtet die faz°°°

in moskau kam es zu einer unerlaubten und unangemeldeten gay-pride°°°

samstag war in hamburg viel los. die innenminister trafen sich und klagten nicht etwa über polizeigewalt, sonder über gewalt gegen polizisten. weiterhin wollen sie härter gegen linke vorgehen und am liebsten aus den städten komplette „gefahrenzonen“ machen. gegen die konferenz gab es einiges an widerstand°°°die elbphilharmonie durfte öffentlich begangen werden, nachdem am freitag richtfest für das millionenmonster war und es regten sich an beiden tagen proteste gegen dieses schuldengenerierende größenwahndokumentierende projekt der stadt, die ihre museen teilzeit schließt, weil sie kein geld mehr hat. die gruppe city.weekend.activism ging ebenfalls am samstag mit dem stadtaktivisten und lefebvre-kenner christian schmid aus zürich nach einem vortrag zum thema „was ist das recht auf stadt“ hinüber zum real-gelände und danach zum neuen pferdemarkt um den vortrag weiter zu diskutieren und abends stellte im gängeviertel das stadt-labor aus zürich ausschnitte aus seiner arbeit vor, toll awaren die vielen aktionsbeispiel wie zum beispiel die „schlafdemo“ bei der vor dem rathaus übernachtet wurde oder die idee des „permanent breakfast“ wo über einen längeren zeitraum hin, immer eine kleine gruppe von leuten ein frühstück im öffentlich raum veranstaltet und am nächsten tag ist die nächste gruppe dran. laut die stadt-laborlerInnen kommt diese idee aus wien, dass ja auch schon durch die sound-demonstrationen gegen haider glänzte.
in der nacht dann wurde das leerstehende gebäude des erotic-art museums besetzt,während auf dem spielbudenplatz massen an menschen dem eurovisionsongcontest auf großleinwänden übertragen folgten. dort waren ungefähr 500 gut gelaunte und entschlossene leute und protestierten so gegen leerstand in einer stadt mit viel zu knappen günstigen raum zum wohnen, spass haben und arbeiten. man darf die aktion wohl auch im kontext der auseinandersetzungen um das bernacht-noch-quartier sehen. leider wurde die besetzung in den frühen morgenstunden des sonntags dann geräumt. °°° der bürgermeister kündigt allenthalben einen „radikalen sparkurs“ an, wo und was genau gespart wird, ist aber noch nicht herauszufinden.°°° in der hafencity sollen jetzt auch mal ein paar wohnungen mehr gebaut werden.°°°eine elteninitiative macht mobil gegen die kita-gebührenerhöhung°°°in bramfeld sorgen sich die anwohnerInnen um ihre einkaufsgelegenheiten°°°° in stellingen regt sich widerstand gegen den umbau der a7 in eine zehnspurige strasse. für den 11.6 ist eine demonstration geplant°°°das altonaer-museum sagt, dass sie nicht schließen werden.°°°die taz diskutiert mit sich selbst, ob hamburg eine musikstadt ist oder eher nicht°°°°auch an diesem wochenende gab es wieder brennende autos°°°

das düsseldorfer prachtstück „hafenperle“ ist pleite°°°die rein-stadt gewinnt den ersten platz im bundesdeutschen städteranking.°°°