Archiv für August 2010

der neue kreativverwalter hamburgs

egbert rühl ist bei hh1 zu sehen. nicht sehr hübsch.

und noch mehr schanzenfest

jetzt will wohl der kuschelinvestor kretschmer das fest anmelden.

schanzenfest wird geduldet

meldet das abendblatt.

fussball hfbk

was soll man dazu sagen.


bild ist aus dem spiegelartikel

altonas bewohnerInnen

können jetzt die mieterInnen der Elbtreppenhäuser unterstützten. die fordern nämlich zu einer unterschriftensammlung zwecks bürgerbegehrs auf.

berliner stadtgeschichten

darüber gibt es in der „wall street“-travelausgabe was zu lesen. über einen klub für die gehoben kreativgesellschaft, das soho-house, oder so.

The city’s creative energy and social scene have long been shaped by the starving artists and hipsters lured by its cheap rents and abandoned building space over the years—the flip side of the capital’s nearly 15% unemployment rate (roughly double the German national average) and nearly €60 billion ($78 billion) debt burden. „Poor but sexy“—as Berlin’s mayor, Klaus Wowereit, inadvertently branded the metropolis in 2003—a large contingent remains stubbornly wary of gentrification symbols, from the rise in rents and strollers in the once avant-garde neighborhood of Prenzlauer Berg to a $3.2 billion airport being built just outside the city. Even BMWs are suspect: Last year a record 270 cars, most of them luxury brands, were torched here.

Taz & GAL: Mit einer Stimme

Gut, dass die Taz Hamburg für die GAL Hamburg Wahlkampf macht, ist nix Neues und ich habe es schon vor Jahren aufgegeben, mich darüber aufzuregen. Vor allem ihr rechter Flügel, Gernot Knödler und Sven-Michael Veit, sind in ihrer grünen Hofberichterstattung einfach nur zum Gähnen. Den aktuellen Kommentar von Sven Micheal Veit zur Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition muss ich nun doch zitieren, weil hier im Wortlaut die Positionen der GAL-Führung als eigene Analyse verkauft werden:

Sven Michel Veit: „Natürlich wird es weiterhin Stimmen geben, die den Grünen vorwerfen, es gehe ihnen nur um die Macht. Diese Einschätzung ist das Gegenteil einer politischen Analyse. Die CDU hat den Koalitionsvertrag nicht gebrochen, nicht mal in Frage gestellt. Es gibt keinen Grund, das Regierungsbündnis zu beenden. Kein politisch wichtiges Thema wurde durch den Chefwechsel ad acta gelegt. Zumindest bislang und unbeschadet der Tatsache, dass demnächst mächtig gespart werden wird. Die Zusagen, die Ahlhaus machte und machen musste, dienen eher als Beleg dafür, dass die Grünen sich über Inhalte bestimmen.“

Katharina Fegebank (GAL): „Die CDU stellt den Koalitionsvertrag nicht in Frage, die Spielregeln bleiben dieselben.“

Anja Hajduk (GAL): „Es muss inhaltliche Gründe für einen Ausstieg oder eine Fortsetzung der Koalition geben. Wenn man inhaltlich so viel vorhat wie wir, sollten wir die Anstrengung weiter übernehmen, Politik für Hamburg zu machen.“

Für die Taz und die machtversessene GAL gibt es also keinen Grund, das schwarz-grüne Regierungsbündnis zu beenden. Warum auch? Die auf allen Ebenen gescheiterte Politik (Stichworte: Schulreform, Moorburg, Elbphilharmonie, etc.)? Nicht erwähnenswert! Die rechte Personalpolitik der CDU? Nicht erwähnenswert! Da schnapp ich mir doch lieber das Abendblatt, das über den frisierten Lebenslauf des Schillianers und designierten Wirtschaftssenators, Ian Karan, ausführlich berichtet. Die Grünen kann man ja leider erst in zwei Jahren abwählen, das Taz-Abo lässt sich bequemerweise online kündigen.

unterstützung für von abschiebung bedrohte roma

kann man leisten, wenn man sich auf die webseite von „alle bleiben“ begibt und sich dort informiert:

Wir fordern: alle bleiben!

In ganz Deutschland gibt es Organisationen, die das Blei­berecht für Roma in Deutschland durchsetzen wollen und hierfür unter dem Motto „alle bleiben“ bundesweit zusammenarbeiten.

Schließe auch du dich einer Gruppe in deiner Nähe an und hilf mit, das Bleiberecht für alle Roma zu erreichen!

Eine Gruppe in deiner Nähe kannst du auf der Landkarte finden.

Mach mit bei Projekten, informiere dich über die Hin­tergründe zum Bleiberecht und beteilige dich an der Entwicklung von Perspektiven! Seit Jahren gibt es bun­desweite Vernetzung von Roma-Organisationen und Un­terstützern, darunter auch viele jugendliche Roma, die hier geboren sind und ihre Zukunft in Deutschland sehen, die nicht kampflos zulassen wollen, dass man sie in ein fremdes Land abschiebt, in dem sie massiv diskriminiert werden. Sie versuchen durch Informationsveranstal­tungen und Protestaktionen eine breitere Öffentlichkeit zu schaffen, auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen und ein Bleiberecht für die in Deutschland lebenden Roma zu erreichen. Aber hierfür brauchen sie die Unterstützung ihrer FreundInnen, LehrerInnen und NachbarInnen. Jeder Einzelne zählt! Auch deine Stimme ist wichtig!

Die Kampagne „alle bleiben!“ unterstützt den Kampf aller Flüchtlinge für ihr Recht, selbst zu bestimmen, wo sie leben möchten.

stuttgart 21

da machen die gegnerInnen des bauprojektes wirklich mobil. laut welt, werden am wochenende 20.000 menschen zu einer demonstration gegen den umbau des stutgarter bahnhofs erwartet. und das in einer stadt mit 600.000 einwohnerInnen. beeindruckend. schön wäre, wenn ähnliche zahlen gegen die hamburger elbphilharmonie, steigende mieten und das berliner stadtschloss auf die strassen gehen würden.

Mittlerweile erreichen die Demonstrationen immense Ausmaße: Bis zu 20.000 Menschen werden am Freitag Abend zu einem Schweigemarsch in der Landeshauptstadt erwartet. Mit schwarzer Kleidung und weiß geschminkten Gesichtern wollen sie gegen den jüngst gestarteten Abriss der beiden Bahnhofsseitenflügel protestieren. Ende vergangener Woche hatten ebenso viele Opponenten eine Kette um den gesamten Hauptbahnhof, der zu einer unterirdischen Station umgebaut werden soll, gebildet. Mehrfach wurden auch schon die Baustelle und die zum Abriss vorgesehenen Bahnhofsflügel besetzt, Widersacher blockierten Zufahrten, Bagger kommen mittlerweile nur noch unter Polizeischutz aufs Gelände. Es gab Schweigemärsche und minutenlange Pfeifkonzerte, Gebete und Sitzblockaden. Die Polizei stöhnt bereits über die hohen Kosten.

Wandertage in Altona zum Weglaufen

Na, da waren aber mal welche kreativ: Wandern statt Mitbestimmen. Die BSU hat einen Verein gefunden, Freiwerk in Altona, der sich nicht zu schade ist, in ihrem Auftrag ein so genanntes „Beteiligungsmanagement“ für den Zukunftsplan Altona durchzuführen. Hier soll nun den BürgerInnen mal wieder vorgegaukelt werden, dass man sie in die Planungen für die – auch eine peinliche Wortkreation – „Neue Mitte Altona“ miteinbezieht.

Wie in diesem Blog mehrfach beschrieben, gibt es für die BewohnerInnen aber nichts zu entscheiden, da sie entweder wie beim Wettbewerb um das Bahnhofsgelände kein Stimmrecht haben oder die Ergebnisse wie hier im Fall der „Koordinierungsgruppe“ für die Politik nicht bindend sind. Die Gruppe gibt lediglich Empfehlungen ohne Rechtskraft. Punkt. Da helfen auch nicht die „mehreren mündlichen Äußerungen“, dass sich die Parteienvertreter an die „Beschlüsse und Ergebnisse gebunden fühlen“. Die Betonung liegt hier wohl auf dem Fühlen. Und Gefühle können sich ja – wie wir wissen – jederzeit ändern. Schriftlich und formal gibt es für keins dieser Beteiligungsgremien eine Mitsprachemöglichkeit, die bindend ist.

Und nun liegt also der erste „kreative Output“ der Beteiligungsmanager vor: „Wandertage in Altona“. Heute konnte ich eine lustige Szene beobachen: Auf dem Glücksburger Platz saßen von der Stadt beauftragte Personen, die nun Stimmung für dieses tolle Beteiligungsverfahren machen sollen. Sie hatten eine riesige Folie und bunte Stifte dabei. Ich zitiere mal aus der Ankündigung: „Mit dabei ist der Plan – eine begehbare Folie, auf der das Planungsgebiet schematisch abgebildet ist und auf der Wege, subjektiv wichtige Orte und mögliche Interventionsschwerpunkte temporär von den Beteiligten aufgebracht werden können. Vor-Ort-Fotos von den individuellen Bewegungsräumen und –orten der Menschen mit ihnen selbst drauf und dem Veranstaltungstermin der Auftaktveranstaltung gibt es zum Mitnehmen.“

Ich bin zwei Mal dran vorbei geradelt: Morgens und noch mal gegen halb zwei. Die drei mit Altona-T-Shirt gekleideten Frauen standen jeweils alleine auf dem Platz. Weit und breit keine interessierte Person und auch keine, die stehenbleiben wollte. Auch ich hatte nur den Impuls, wegzulaufen bzw. zu fahren. Diese Beteiligung ist eine Verarschung und schön ist, dass das viele so sehen und sich dem verweigern. Einfache Faustregel: Beteiligung ist nur dann gegeben, wenn es auch wirklich was zu entscheiden gibt. Das ist hier nicht der Fall. Mein „temporärer Interventionsschwerpunkt“ der nächsten Wochen wird sein, diese Pseudopartizipationen in Altona an dieser Stelle weiter zu begleiten.

Zur Übertragung der Planungen rund um die „Neue Mitte Altona“ an die BSU gibt es bereits einen Text: Neue Mitte Altona – Mir kommt die GALle hoch. In diesem Sinne…

Die Stadt der Investoren stoppen! NoBNQ!

Stühle raus zur freundlichen Übernahme

Ideen für St. Pauli

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, geschätzte Interessierte

Ein neuer Hoffnungsstreif zeigt sich am Horizont:

Die Nachbarschaftsinitiative NoBNQ ist im Gespräch mit der Stadt. Von amtlicher Seite wurde uns weitgehende Unterstützung durch stadtentwicklungspolitische Instrumente, günstige Kredite und neue Ankaufsprogramme in Aussicht gestellt.

Dadurch wird eine genossenschaftliche, dauerhafte Lösung, die Mieterinnen und Mieter einbezieht, wieder wahrscheinlicher.

Es kommt jetzt darauf an, mit Blick auf Förderprogramme ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Besonders für die riesigen Gewerberäume, für die nicht nur eine kommerziell tragfähige Struktur – sondern vor allem eine ausstrahlungsstarke, innovative und förderungswürdige Lösung entwickelt werden muss.

Wir laden Sie alle ein, um Informationen zum Stand der Dinge auszutauschen und Ideen zu diskutieren:

Stühle raus zur freundlichen Übernahme -

Ideen für St. Pauli auf die Straße bringen.

FREITAG, 27. August, 19 Uhr

Bernhard Nocht Straße vorm Erotic Art Museum

Das Centro Sociale lädt ein zum Sommerfest mit Abendparty

am Freitag, 20. August
* nachmittags ab 14 Uhr Hoffest auf dem Holzplatz an der Alten Rinderschlachthalle, eine Gemeinschaftsaktion des alster|stern mit dem Knust und dem Centro Sociale.
* abends ab 21 Uhr Party im Centro, Gerald legt auf. Eintritt frei.

ab 14.00 Uhr: Hüpfburg, Torwandschießen & Co., Wasserspiele von und mit Viva con Agua de St. Pauli, Bunte Tombola, Orientalischer Tanz von Shammadan, Tanztheater vom Theaterensemble, „Meine Damen und Herren“, Galerie der Schlumper, Frisches Gemüse aus dem Hamburger Umland, Kaffee und Kuchen, Wurst und Kaltgetränke.

Am Centro-Stand gibts politische Informationen, Kinderschminken und anderes mehr.

Ab 17.00 Uhr — Livebands: – Ain ́t Miss Behavin (Jazz) – Tonbandgerät (Intelligente Popmusik) – Wir Nicht (Poppunk) – The Iron Lung Quintet (Indiefolk)

Eintritt frei. Bringt schönes Wetter mit!
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schanzenfest

dazu gibt es einen recht informativen indymediartikel

die fpö, österreichs rechtsaussen politik, macht schlimme neue kampagne

könnte man das nicht so sehen, könnte ich es nicht glauben:

puh: minderheitenpolitik in frankreich

aus der sueddeutschen von gestern:

Auslöser der Empörung war eine Polizeiaktion am Wochenende. Da stürmten die Beamten im Morgengrauen ein besetztes Haus in Montreuil bei Paris, das jahrelang leergestanden hatte und nun von Roma bewohnt wurde. „Sie haben die Türe eingeschlagen und geschrien“, erzählte eine Bewohnerin der Nachrichtenagentur AFP. „Sie befahlen uns, herauszukommen, ohne uns Zeit zu lassen, zu essen oder uns zu waschen.“ Alle Männer seien mitgenommen worden. Sie wurden später wieder freigelassen – mit dem Bescheid, Frankreich zu verlassen.

Was macht der Sommer?

Pause, wie es scheint. Und da ist die gelegenheit günstig, zu schauen, was eigentlich passiert und passiert ist in den vergangenen wochen – zumindest stichprobenhaft.
Die Leipziger Wohnungsbaugenossenschaft Kontakt – mit 15.000 verwalteten Wohnungen die größte in der Stadt – übernahm vor Kurzem einen zweiten von Schließung bedrohten Buchladen, weil:

Zum „lebenswerten Wohnumfeld“ gehört, neben Kneipe, Einkaufszentrum und Friseur, auch eine Buchhandlung.

– so das Börsenblatt.

Am kommenden Wochenende feiern in Hamburg nicht nur das Schröderstift (Sommerfest) und das Gartenkunstnetz (Platzfestival), sondern auch das Gängeviertel – Letzteres ihr Einjähriges. Von Freitag bis Sonntag ist mit Programm zu rechnen.

Die Mopo veröffentlicht den Hamburger Miet-Atlas, für den Immobilienscout 24 gut 10.000 Objekte analysierte und der besagt, dass sich die Preise bei Neuvermietungen innerhalb eines Jahres (2009 – 2010) um 3,21 Prozent erhöht haben. Auf der entsprechenden Karte ist der durchschnittliche Kaltmietenpreis pro Stadtteil zu sehen. Das also, worüber seit längerem geredet und gestritten wird.

Das Tempelhofer Feld, vor Kurzem für die Allgemeinheit geöffnetund seither offensichtlich mit großer Begeisterung von Vielen als Park genutzt, soll weiterhin anders genutzt werden als durch unsortierte Massen Thema: Die Entscheidung von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, aus mehr als 100 Bewerbungen für 3 Bereiche des Feldes ausgewählte „Pionier- und Zwischennutzungen“ zu bestimmen, fällt in dieser Woche. Eine der Möglichkeiten: „in der Wissensecke (könnte) eine Teststrecke für Elektrofahrräder entstehen“.

Im Jahr 2007 schienen sie gerettet – gut 200 Bäume am Landwehrkanal – nun sollen sie doch abgeholzt werden. Zu lesen ist darüber und über den Protest dagegen im Berliner Tagesspiegel

karolinenviertel