Archiv für September 2010

solidarische grüße

nach stuttgart.

Parole?

Hochformat!!

als vorschlag für urbanist_innen, flaneure und spaziergängerinnen, faszinierende videos an den unterschiedlichsten orten zu finden – überall in hamburg.

es gilt also eine stadttour zu machen, sich an bekannten orten neue visuelle eindrücke zu verschaffen und sich an unbekannten orten zu nähern .
mit der parole, gelangt man in versteckte ecken.
unsere freundinnen vom rehtro-frauentag sind als gastgebende auch mit dabei und zwar am donnerstag, 14. oktober, 17 – 19 uhr das sieht dann so aus:

wasserwerfereinsatz gegen stuttgart21-protestler

was bis eben nur über mailinglisten, twitter und facebook zu lesen war, ist jetzt auch in den tickern der zeitschriften zu lesen: im stuttgarter schlossgarten, in dem es wegen der geplanten baumfällungen für stuttgart 21 massive proteste gibt – laut zeitung sind dort bis zu 4.000 protestierende vor ort, um die zufahrten zum park zu blockieren – , ist es zu heftigen wasserwerfereinsätzen gekommen. Auch Tränengas wurde eingesetzt. Die Stuttgarter Zeitung schreibt außerdem

Schüler, die für den heutigen Donnerstag zu einer Kundgebung aufgerufen hatten, versammelten sich in der Nähe des Biergartens im mittleren Schlossgarten und bildeten eine Sitzblockade.

über eine stuttgart21-webcam kann man sich einen eigenen eindruck machen.
bei der taz gibt es einen ticker zu den protesten.

öffentliche stimmbildung vor dem schauspielhaus

stadtnachrichten donnerstag 30 . september

wegen dem ausweisung von roma, kritisiert die UN die bundesrepublik°°°
in brüssel demonstrierten 10.000ende gegen den abbau der sozialstaatlichkeit in vielen länder der eu.°°°

die hypo-real-estate wird aufgespalten°°°

trotz den, gestern erwähnten, mindereinnahmen von 200 millionen franken liegen die schwerpunkte der züricher stadtverwaltung bei kultur,kindern, quartiersentwicklung und dann erst bei informationstechnologie.

in wien wird die öffentliche auftragsvergabe an frauenfördernde maßnahmen gekoppelt°°°

die bankenblockade in frankfurt am 18.oktober wurde abgesagt°°°

über gentrifizierung und istanbul gibt einen lesenswerten beitrag beim gentrificationblog°°°

die zeit titelt einen artikel damit, dass es für hartzIV-empfänger wohl kein recht auf datenschutz gäbe°°°
nach dem bundeskanzlerin merkel, wie wir gestern berichteten, es vollkommen in ordnung findet, wenn vermieter die kosten der energiesanierung auf mieter umlegen, protestieren nun die mieterInnenverbände°°°

vor dem roten rathaus zu berlin trafen sich gestern abend rund 1000 menschen um ihre stimme gegen das sparpaket zu erheben.°°°frau matuscheck von der linken erklärt in der taz, wo in berlin gespart werden könnte, sie bleibt dabei so unkonkret wie alle anderen parteien auch.°°°

der hamburg architektur-blog berichtet über die esso-häuser am spielbudenplatz und stellt dar, dass sie ein gute chance für den senat wären, einfluss auf die mieten zu nehmen. °°°in bezug auf die kürzungen beim schauspielhaus rudert der nicht-kultursenator inzwischen öffentlich schon etwas zurück. da wünscht man gute armmuskulator, vielleicht schaft er es ja bis weit hinter die startlinie und erhöht die etats für kultur und soziales in der hansestadt, die mal aufhören sollte, wie ein schlechtes unternehmen jeden wert nur auf die billigste einahmen-ausgaben-rechnung zu reduzieren. das tun sie, obwohl die hamburger wirtschaft schon wieder wächst.°°°über die gründe für fette-mietenpartys lässt sich detailliert bei indymedia lesen°°°die bürgerbeteiligungsveranstaltung zur alten rindermarkthalle, ex-real, wird auf einen unbekannten zeitpunkt verschoben, da die organisatoren mit einem zustrom von 500 bürgerInnen rechneten und die aula der budapesterschule nicht so viel raum bietet. was soll das? wollen sie den bedarf für eine halle aufzeigen? haben sie angst vor den protestlern? ist es doch das was markus schreiber schon sagte „eine bürgerbeteiligung in dieser form wird es nicht mehr geben?“ kiezterror bloggte dazu folgendes bild:
und das altonaer museeum werht sich vehement gegen seine schließung. verwunderlich ist, warum nicht auch die bücherhallen, deren etat schließlich um 1,5 millionen gekürzt wird, nachdem in den letzten jahren schon viele kleine bücherhallen aus finanziellen begründungen heraus geschlossen wurden, auf die strasse gehen und sich dem protest anschließen.
im ahburger karolinenviertel kosten wohnungen inzwischen auch gerne 11 euro kalt den qm°°°

mehr zu den „schutzgebieten“ von denen in den gestrigen stadtnachrichten die sprache war°°°

toller kleber:

aus der pm des flüchtlingsrats: Flüchtlingskinder: Kein Bildungspaket und 50 Prozent weniger Sozialhilfe als Hartz-IV-Kinder

Der gestern veröffentlichte Gesetzentwurf zu den Hartz-IV-Regelsätzen sieht für Kinder unverändert 215 – 287 €/Monat vor. Zudem erhalten Schulkinder ab 2011 Sachleistungen zur Deckung ihres Bildungsbedarfs. All dies gilt jedoch nicht für Kinder, die unter das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) fallen. Flüchtlingskinder sind wie Deutsche schulpflichtig, müssen aber mit einem bis zu 47 Prozent geringeren Sozialhilfesatz (133 – 199 €/Monat) auskommen. Auch das Bildungspaket bekommen sie nicht.

Im Februar 2010 hatte das Bundesverfassungsgericht die Hartz-IV-Regelsätze für verfassungswidrig erklärt und aus dem Grundrecht auf Menschenwürde und dem Sozialstaatsgebot das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums abgeleitet. Es ist unbestritten, dass dieses Grundrecht für Deutsche und Ausländer gleichermaßen gilt. Nach den Maßgaben dieses Urteils müssen auch die Beträge nach dem AsylbLG neu ermittelt werden.

Maßgeblich für die 1993 erfolgte Festlegung der seitdem unveränderten Regelsätze des AsylbLG waren allein haushalts- und migrationspolitische Motive. Der Bedarf spielte keine Rolle, die Beträge wurden „ins Blaue hinein“ geschätzt. Sie liegen inzwischen bei Erwachsenen um 38 Prozent unter den Hartz-IV-Sätzen, Kinder bekommen bis zu 47 Prozent weniger.

„Es liegt auf der Hand und ist unter Fachleuten kaum bestritten, dass die seit 1993 unveränderten Beträge nach § 3 AsylbLG zur Deckung eines menschenwürdigen Existenzminimums evident unzureichend sind. Das Geld reicht weder für Kleidung und Essen noch für Fahrgeld und Schulbedarf, geschweige denn für Sport-, Musik- oder Nachhilfeunterricht“, sagt Georg Classen, Sozialrechtsexperte des Flüchtlingsrats Berlin. „Die besondere Situation neu eingereister Flüchtlingskinder dürfte eher dafür sprechen, dass diese finanziell gesehen einen höheren Bildungsbedarf als Deutsche haben, beispielsweise zum Spracherwerb“, so Classen weiter.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Bildungsbedarf eines Schulkindes, dessen Eltern als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, geringer sein soll als der eines deutschen Schulkindes. Das Geschwätz von der Integration entpuppt sich als plumpe Lüge. Ministerin von der Leyen verweigert den Kindern von Flüchtlingen das Existenzminimum ebenso wie den notwendigen Schul- und Bildungsbedarf. Als oberste Integrationsverweigererin gibt sie ein schlechtes Vorbild ab.

Auf der Internetseite der Arbeits- und Sozialministerin finden sich schöne Worte: „Die Zukunft hilfebedürftiger Kinder darf nicht länger davon abhängen, ob die Eltern langzeitarbeitslos sind oder nicht. Kinder brauchen Chancen, Kinder brauchen Perspektiven, egal wie gut oder schlecht ihre Eltern finanziell gestelltsind. Zu fragen ist, weshalb dies nicht gleichermaßen für Asylbewerberkinder gilt.

Mit Urteil vom 26.07.2010 hat das Landessozialgericht NRW die Leistungen nach § 3 AsylbLG für offensichtlich unzureichend und verfassungswidrig erklärt. Die Beträge prüft jetzt das Bundesverfassungsgericht. Der Flüchtlingsrat fordert Ministerin von der Leyen und die Bundesregierung auf, nicht auf die Verfassungsrichter zu warten, sondern sofort das diskriminierende, integrationsfeindliche und verfassungswidrige AsylbLG abzuschaffen.

stadtnachrichten mittwoch 29 september

heute wird bundesweit gegen die sparpakete demonstriert. die gewerkschaften und linke gruppen sollen das organisiert haben und sie wollen banken besetzen.°°° laut tagesschau sollen die us-geheimdienst mittels drohnen anschläge in europäischen städten verhindert haben.°°° die bundeskanzlerin rechnet mit höheren mieten aufgrund der energiesanierungen, was dagegen möchte sie allerdings nicht unternehmen, vielmehr befürwortet sie sogar ie möglichkeit, dass vermieterInnen die kosten für die energiesanierung auf die mieterInnen umlegen. °°°

in den usa werden weniger kreditkarten benutzt, die tagesschau führt diese verhalten auf die erfahrungen aus der wirtschaftskrise zurück°°°° die kluft zwischen armen und reichen vergrößert sich, seit beginn der wirtschaftskrise°°°

in frankreich wird immer noch gnadenlos rassistische und antiziganistische politik gemacht. selbst nach der androhung eines eu-verfahrens gibt es wenig sichtbare änderungen.°°°

wien feiert am 1 oktober einer besetzung:

auch in italien ist kein ende rassistischer und antiziganistischer politik in sicht°°°

in berlin wünscht sich die bezirkspolitik, dass künstlers „mehr leben“ in die südliche friedrichstraße bringen. °°°kreuzberg hat in der glitschinerstr. ein projekt, dass sich als künstlerische volkshochschule für arme versteht. allerdings fehlt es ihnen an finaziellen mitteln, den armen sowieso, den projektmacherInnen auch.°°° am legiendamm wurden die fenster eines showrooms für badezimmermöbel eingeworfen. dahinter wird ein politisches motiv vermutet°°°der gentrificationblog weist auf zwei radiobeiträge zum thema hin°°°

bremen beherbergt dieses jahr die deutschen einheitsfeierlichkeiten und antinationalen widerstand.°°°

spanische gewerkschaften rufen zum generalstreik auf°°°

in hamburg soll am 1 oktober um 18.30 die „bürgerbeteiligung“ zur rindermarkthalle weitergehen. kiezterror berichtet, dass auf dem sanierungsbeirat wohlwillstr. gesagt wurde aus „sicherheitsgründen“ seien nur 200 personen zugelassen. bei der letzten tatsächlich öffentlichen (zu einer passenden uhrzeit, ohne voranmeldung und abgabe der meldedaten) stattfindenden „bürgerbeteiligung“ war es zu einem eklat gekommen, als der bezirksamtchef nicht in der lage war, sich mit dem unmut der anwesenden konstruktiv auseinanderzusetzen, sondern zu erst brüllte und dann auch noch in einer unmöglichen steigerung schlagende bewegungen in richtung von konfettiwerferInnen machte um dann die veranstaltung abzubrechen und per presse mitteilen zu lassen, dass “ eine bürgerbeteiligung in dieser form“ nicht noch einmal geben werde. alleine zu hören, was den umschwung hin zu einer erneuten „bürgerbeteiligung“ in dieser form bewirkt hat, dürfte interessant werden. auf einigen plakaten, die für die veranstaltung werben, findet sich zur zeit der schön gestaltete aufkleber: „zusatzvorstellung! wegen großen mißerfolgs!“. ach und was wollen eigentlich die gegnerInnen der bezirklichen planung? im wesentlichen fordern sie die zeit, die fakten und die finanzierung, um eigene pläne für das areal entwickeln zu können, nach dem motto „wir wollen über die budgets bestimmen und uns die architekten selber aussuchen“. wir an dieser stelle sind für felder mit weizen. sehen hübsch aus und sind symbolisch an diesem ort, der seit jahrzehnten durch tankstelle, recyclinghof und großstraßen kontaminiert ist. der weizen würde sich einfach nur im winder vorbeifahrenden autos wiegen und selber wieder aussähen, eine brache sein, ein ort, der platz denken lässt und die möglichkeiten der großtstadt, die an dieser stelle so großstädtisch wäre, dass sie sich ländlichkeit leisten könnte.°°°der neue wirtschaftsenator ian karan möchte dem hafen gerne noch mehr als 100 millionen euro geben, allerdings fände er gut, wenn das nicht die stadt alleine machen müsste, sondern auch der bund ein bisschen geld gäbe. wir fragen uns: warum nicht die weltbank, schließlich geht es um drei denkmalzuschützende arbeitsplätze°°°im katharinenviertel haben die anwohner zusammen mit der gemeinde es geschafft, der oberbaudirektor jörn walter einen kompromiss abzuringen. glückwunsch°°°laut kultursenator stuth ist die idee der generalintendanz für schauspielhaus und thalia vom tisch°°°über die angekündigte schließung des altonaer museums und den verkauf von teilen der sammlung in der weserburg in bremen berichtet die taz°°°

die ubs verlässt die züricher innenstadtlagen. 27 standorte will sie dort auflösen°°°

aufgrund der wirtschaftskrise haben viele englische kommunen kein geld mehr und so verändert sich die rolle der rathäuser für die städte.°°°

stadtnachrichten dienstag 28 september

da das elterngeld für erwerbslose gestrichen wird, nahm sich das institut für nachhaltige entwicklung die zeit eine genaue analyse zu erstellen und präsentiert diese im netz°°°

in der bundesrepublik wird wieder mehr eingekauft°°°

in england sind ganze kommune davon betroffen, dass ihre bauprojekte keine finanzierung mehr haben.°°°

in der zeit gibt es einen hintergrundbericht zur reform von hartzIV°°°

in peking kam es zu einer großrazzia gegen homosexuelle, bei der ca.achtzig männer festgenommen wurden°°°

zürich ist von der wirtschaftskrise getroffen und gerät in die roten zahlen, es wird mit einem fehlbetrag von 200 millionen franken gerechnet°°°

die stadt wien verlangt nun von obdachlosen für die benutzung von notquartieren zu zahlen°°°jeder fünfte darf nicht wählen, eine kampagne prangert diesen umstand an°°°solidarität mit dem amerlingshaus äußert das hausprojekt und beschreibt die geschichte des ortes. das amerlinghaus war 1975 die erste besetzung in wien°°°

die stuttgart21-gegnerInnen verlassen den runden tisch°°°

hamburg geht auf die strasse, zumindst klingt es so in der auflistung von „sommer in hamburg“ ob schauspielhaus im öffentlichen raum, altonaer museum, oder die menschenkette „gerecht geht anders“ die termine finden sich in diesem post.°°°die mopo hat die „nacht der wohnungslosigkeit“ zum anlass genommen zwei portraits von obdachlosen ins blatt zu nehmen.°°° im spiegel wird der aufschwung des hamburger hafens bejubelt, während wir uns vorhin vom büro der partei „die linke“ bestätigen liessen, dass der hafen ab 2014 mit 100 millionen euro jährlich subventioniert wird, weil der neue wirtschaftssenator ian karan mitleid mit den armen hafenbetreibern hat, die es nicht geschaft haben mit projekten wie der hafencity genügen geld einzuspielen um sich über wasser zu halten°°°

tipp von spreeblick:

strukturwandel in dortmund

beschreibt ein radiofeature vom deutschlandfunk. dabei wird von großprojekten, wie dem phoenixsee, der ab 1 oktober voll wasser laufen wird, und so groß ist, wie die hamburger alster und der ansiedlung von technologieunternehmen genauso erzählt, wie von den problemen der nordstadt.

frauenhaus in wedel soll geschlossen werden

dazu deren pressemitteilung:

Autonomes Frauenhaus Wedel
Das Justiz- und Gleichstellungsministerium Schleswig-Holsteins hat am 03.09.2010 seinen Entwurf zur „Umstrukturierung bei Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen“ verkündet. Dieser sieht vor die Fördermittel ab 2012 um 563.000,-€ zu kürzen. Um dies zu erreichen sollen 48 Frauenhausplätze ersatzlos gestrichen werden, durch die Schließung des Autonomen Frauenhaus Wedel und des AWO-Frauenhaus Lübeck, sowie der Zusammenlegung zweier Frauenhäuser und der Fusionierung etlicher Beratungsstellen.

Der Entwurf sieht die Schließung des Autonomen Frauenhaus Wedel mit 15 Plätzen vor. Träger des Frauenhauses ist der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“ Wedel, der sich 1985 aus einem Wedeler Frauentreff gründete und ein Jahr später das erste Frauenhaus im Kreis Pinneberg eröffnete. Der Verein hat heute 60 Vereinsfrauen, die das Frauenhaus durch ihr ehrenamtliches Engagement unterstützen.
Seit 25 Jahren finden hier Frauen mit ihren Kindern Schutz vor Gewalt, sie erhalten Beratung und Unterstützung um sich eine neue Perspektive in Sicherheit aufzubauen. Das Frauenhaus Wedel arbeitet eng vernetzt mit anderen sozialen Einrichtungen und Institutionen zusammen und hat ein tragfähiges Netzwerk für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder in Wedel geschaffen. Die Mitarbeiterinnen bieten Fortbildungen und Präventionsarbeit für ErzieherInnen, LehrerInnen, ÄrtzInnen, Polizei und andere Fachdienste an und leisten wichtige Öffentlichkeitsarbeit im Antigewaltbereich.
Darüber hinaus bietet das Frauenhaus auch externe Beratungen für Frauen aus Wedel und dem Wedeler Umland an. Im Verbund mit den Frauenberatungsstellen Elmshorn und Pinneberg übernimmt das Frauenhaus für Wedel und Umland die pro-aktive Beratung nach Wegweisung.

Der Entwurf des Ministeriums sieht vor, das Frauenhaus Wedel ab 2012 nicht weiter zu fördern, mit der Begründung eines Überangebotes von Frauenhausplätzen in der Region. Fakt ist aber, dass die Frauenhäuser des Kreises Pinneberg in den letzten Jahren überdurchschnittlich belegt waren. Das Frauenhaus Wedel war z.B. in 2009 zu 83,09% belegt, dies bedeutete Schutz für 51 Frauen und 44 Kinder, was den tatsächlichen Bedarf an Frauenhausplätzen deutlich macht. Regionen mit mehr Frauenhausplätzen versorgen andere unterversorgte Regionen in Schleswig-Holstein mit. Im Rahmen von Schutz vor Gewalt kann nicht von Überkapazitäten gesprochen werden.

Das Ministerium führt für die Schließung des Autonomen Frauenhaus Wedel auch an, dass Wedel zu vielen Frauen aus Hamburg und anderen Bundesländern Schutz gewähre. Dies lässt die Situation von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern völlig unberücksichtigt, deren Sicherheit oftmals nur gewährt ist, wenn sie ein Frauenhaus außerhalb ihres ehemaligen Wohnort aufsuchen können. Der Schutz vor Gewalt für Frauen und Kinder ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht an Landesgrenzen enden darf.

Durch die Schließung von Frauenhäusern fallen nicht nur lang gewachsene Strukturen des Hilfesystems weg, es bedeutet für betroffene Frauen und Kinder lebensgefährliche Einsparungen. Der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“ Wedel kämpft mit den anderen Frauenhäusern Schleswig-Holsteins und weiteren UnterstützerInnen für den Erhalt aller Frauenhausplätze und Standorte in Schleswig-Holstein, denn Sparmaßnahmen dürfen nicht zu Lasten der Sicherheit von Frauen und Kindern gehen, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchen.

proteste in altona

stadtnachrichten montag 27 september

von schönen stadtansichten vergangener zeiten schwärmt spreeblick. wir finden: zu recht.°°°

die wiener initiative „der platz ist da“ bietet in ihrer digitalen pressemappe informationen über leerstand in wien.°°°

in darmstadt wurde in der nacht vom 24 zum 25. 9 ein haus neu besetzt.

rund ein drittel der privaten ausgaben der bundesbürger gehen fürs wohnen drauf. an dieser stelle sei darauf hingewiesen, dass es bei transferleistungsbeziehern mehr als die hälfte des monatlichen betrags ist, die für die miete verschwindet. dann kommen noch ein paar nebenkosten wie telefon und zum beispiel heizbedarf über der pauschale hinzu und schon ist wenig zu essen da. da sind die angekündigten minimalerhöhungen wirklich lächerlich.°°°über hartz IV gibt es gerade viel presse. unter andrem die auflistung der zusammensetzung des regelsatzes. am putzigsten finden wir hier die großzügigen 1,39 monatlich für bildung. damit kann man wirklich gut das idealbild des lebenslangen lernens verwirklichen. alleine eine karte der hamburger bücherhalle kostet 20 euro pro jahr, ist also davon nicht finanzierbar. und museen liegen in anderen galaxien, außer das mineralogische, da ist der eintritt noch frei.es gibt dorch tatsächlich stimmen, die finden, wenn man hartzIV erhöht, dann setze man die falschen anreize und fordere zur fauheit auf. glücklicherweise sprechen andere sofort dagegen.

wie und warum sich der protest in stuttgart artikuliert wird zum gegenstand der betrachtung. die faz sieht schon eine „neue auflehnungsbereitschaft“ am horizont. am freitag kam es bei den protesten zu festnahmen. hier sollen die übertäter nicht die berüchtigten „erlebnisorientierten jugendlichen“ sein, sonder in stuttgart sind es „berufsdemonstranten“. °°°

das ehemalige flugfeld in berlin tempelhof ist nun seit fünf monaten begeh- und befahrbar. was viele tun. sehr viele. das spricht dafür es so zu halten, mit vielleicht noch einem pool in die mitte?°°° in den monbijou park soll ein neuer glasklotz, für eine fotogalerie.°°° jugendclubs demonstrieren vor dem roten rathaus gegen kürzungsmassnahmen des senats°°° die wohnungsbaugesellschaft howoge möchte jetzt ein deutliches signal gegen korruption setzen. eins gegen hohe mieten wäre auch sehr toll.°°°hausboote finden in berlin auf einmal keinen platz mehr°°°

in hamburg gibt es die gerüchte, dass das maritime museum gerne die schiffssammlung des altonaer museums übernehmen möchte. dazu und zu den kürzungen mehr auf der seite von medienwatch°°°° die sozialbehörde hat einen verlgeich mit dem sozialunverträglichen vermieter kuhlmann geschlossen, der sich durch illegitime praktiken mit der vermietung von sozialwohnungen unangenehm bekannt machte°°° auf der seite „zoom- das sauerland und mehr“ wird mit der regierungspolitik der hamburger gal ins gericht gegangen. dort bekommt man auch einen guten überblick über die sparmaßnahmen.°°° ein weiteres gerücht rund um das altonaer museum ist, dass es geschlossen werden soll, damit an dieser stelle ein ordentlicher immobiliendeal stattfinden kann. dieses gerücht findet sich auf dem altona blog, in einer sammlung mit recht vielen informationen zu den protesten. beinah hätten wir den link allerdings nicht reingenommen, weil das erste bild eins ist, auf dem eine kachel mit der aufschrift „kulturschutzgebiet“ zu lesen ist. uns erinnert das zu sehr an deutschlands koloniale vergangenheit und die sogenannten „schutzgebiete“, so dass wir nahezu automatisch, den post lieber ignorieren wollten als ihn zu multiplizieren. andererseits macht es wohl sinn, genau dieserart, hoffentlich nur unsorgsamen, sprachlichen gesten auch mal wieder zu diskutieren, denn die grenze zwischen lokalpatriotismus und „recht auf stadt“ als begriff der die gesellschaftlichen produktionsverhältniss im ganzen kritisch beleuchtet muss wohl immer wieder neu bestimmt werden. wir plädieren an dieser stelle für empfindlichkeit.°°°die magerfettstufe fordert einen abakus für die stadt hamburg und rechnet nach, warum die sparpläne doof sind.°°° zur nacht gegen wohnunglosigkeit kamen rund 500 leute an den michel°°°die fernwärmetrasse soll jetzt nur noch im konsens mit den bürgern gebaut werden.°°°so ganz nbenbei lässt sich bei hamburg 1 lesen, dass das konzept „hafen finanziert hafen“ gescheitert sei und die stadt hamburg nun den hafen ab 2014 mit 100 milliarden euro jährlich finanzieren wird. so sieht das aus in der kreativen stadt mit nachhaltigkeit°°° die kreative stadt möchte laut abendblattinterview mit dem neuen (nicht)kultursenator auch die strukturelle förderung für künstlers runterfahren. vielleicht ziehen wir auch bald mal nach berlin, oder lieber noch lüneburg, da sind sicher die mieten billig.

AB: Das heißt, dass die Projektförderung auf den gesamten Kulturbereich ausgeweitet und die strukturelle Förderung heruntergefahren wird?

Stuth: Nicht der gesamte Kulturbereich ist betroffen: Wir haben vereinbart, dass insbesondere Festivals, Ausstellungen und Aufführungen mit hoher Qualität gefördert werden. Es ist doch ein gutes Prinzip, nicht nur starr und fantasielos Budgets zu verteilen, sondern auch auf individuelle Projekte und Anstrengungen einzugehen.

AB: Dann gibt es aber keine Planungssicherheit mehr.

Stuth: Ja klar, Sicherheit ist immer das Bequemste. Ich habe den Eindruck, dass Kreative nicht nur auf die Bequemlichkeit gucken.

AB: Ihre Vorgängerin hat eine Vereinbarung über die Anbindung der Sammlung Falckenberg an die Deichtorhallen unterzeichnet. Bleibt es dabei?

Stuth: Da gibt es eine gute Nachricht: Die Mittel dafür werden in Höhe von jährlich 570.000 Euro zur Verfügung gestellt, aber nicht aus dem Haushalt der Kulturbehörde, sondern aus der Senatskanzlei. Insofern gilt auch hier der Satz: Wir haben Glück im Unglück.

°°° der streit um drogenhilfeeinrichtungen in altona dauert an°°° die ag mieten lädt mit hilfe von ein paar eckdaten zur demo gegen leerstand am 23 oktober ein.°°°

mit fistelstimmen werden wir euch bezwingen

der flashende mob vor der kulturbehörde gegen die kürzungen im hamburger etat prostestierend:

hamburg: protest gegen die sparpläne freitag 24-september 11 uhr vor der kulturbehörde

ausser mailage:

An alle aus der Kunst!

Hamburgs aktueller Bürgermeister Ahlhaus und sein Kultursenator Stuth machen sich bereit Hamburg endgültig ins kulturelle Nirvana zu schicken. Nachdem es bereits in den letzten Jahren aufgrund der Kulturpolitik in Hamburg zu einer massiven Abwanderung junger Künstler und Künstlerinnen nach Berlin kam macht sich der neue Senat unter ausdrücklicher Teilnahme der Grünen nun daran, die traditionellen Kulturinstanzen zu unterhöhlen. Der künstlerische Etat des Schauspielhauses soll um über 50 % gekürzt werden, dadurch wird es zu Kündigungen kommen, kleinere Spielstätten werden aufgelöst und jede Form von Experiment von vornherein unmöglich gemacht! Nicht nur um des Schauspielhauses willen, sondern um den umfassenden Unmut über unsere Situation zu verdeutlichen, treffen wir uns morgen um 11 Uhr vor der Kulturbehörde (Hohe Bleichen 22) zu einem lautstarken und ausgedehnten Flashmob- bestenfalls in Uniform- sie sollen unsere Gegenwart spüren- solange wir noch da sind! Kommt alle!

Gezeichnet: Das Militärorchester Studio Braun und diverse Mitkämpfer aus den Niederungen der Hamburger Kunst.

stadtnachrichten donnerstag 23 september

was machen banker und werber, die während der krise ihren job verloren haben? in new york investieren sie in handfeste dinge und machen imbissbuden auf.°°°°

der „protestforscher“ kraushaar guckt auf die entwicklung von bürgerinitiativen°°°°

im standard findet sich ein artikel zum wiener gemeindebau „schöpfwerk“°°°weiterhin berichtet die zeitung, dsas das amerlinghaus mit seinen 50 sozialinittiativen vor dem finanziellen aus steht°°°

der film fishtank erzählt eine geschichte aus einem londoner plattenbau°°°

über die aktionen gegen das neu erlassene besetzungsverbot in den niederlanden berichtet ein indymediabeitrag°°°

gegen die sparpläne in frankreich sind über 230 demonstrationen geplant°°°

das defizit der bundesrepublikanischen kommunen hat sich verdoppelt°°°

die woz schreibt über den bedarf nach einer schweizweiten mieterinnenvereinigung, die die interessen von mietern vertritt°°°in einem weiteren artikel stellt sie fest, dass es an bezahlbarem wohnraum mangelt°°°auch in wintherthur, früher viel günstiger als zürich, steigen die mieten°°°

der gentrificationblog bietet einen „crashkurs“ in wohnungökonomie zum nachlesen an.°°°

über mobile häuser auf barbados lässt sich in der zeit lesen°°°°

mehr zum berliner streit um baugruppen findet sich auf indymedia°°°am dienstag wird das sparprogramm verkündet außer der nebulösen aussage, dass es bei den sozialausgaben viel sparpotential gäbe, ist noch nichts klar.°°°das kompetenzzentrum archälogie entsteht auf der museumsinsel°°°demnächst zahlt man im prenzlauer berg einen euro pro stunde parken°°°zwischen prenzlauer berg und friedrichshain entstehen 82 townhouses°°°der tagesspiegel erzählt geschichten von der boxenhagener straße°°°

in hamburg findet heute am michel die nacht gegen wohnungslosigkeit statt mit übernachtung vor der kirche, konzerten und grillen.
°°° die stadt soll ein pressemuseum bekommen, wir wären erst mal für den erhalt der museen, die es schon gibt, außer des tamm-museums, das könnte mal weg mit seiner blöden militaria-ausrichtung°°° in hamburg beginnt heute das projekt „nachbarschaft verbindet“, das bis zum 3.oktober läuft°°°beeblebiox empfiehlt die container vor dem st.pauli stadion und die darin wohnende aussstellung°°°der hungerstreik in horst geht weiter°°°

wo der hamburger senat kürzt

das altonaer museum wird geschlossen werden; die bücherhallen sollen weniger geld bekommen und beamte bekommen weniger geld.
nachdem vor ein paar jahren schon so wichtige bücherhallen wie die auf st pauli in der trommelstr. und die im grindelviertel geschlossen wurden, scheint mir das wirklich krass. auch das altonaer museum, dass durch seine stadtteilbezogene arbeit solide verankert ist, ist eine schmerzhafte entscheidung, die sich hoffentlich viele nicht gefallen lassen. ndr-bericht

movement for justice in el barrio

in new york, genauer in east harlem, gibt es diese gruppe die sich „movement for justice in el barrio“ nennt und die laut selbstaussage für würde und gegen verdrängung (displacement) kämpfen, nicht ohne dabei auch für die “ liberation of women, immigrants, gays, lesbians, the transgender community, people of color, and indigenous communities“ einzutreten. das klingt vielversprechend und ist sicher eine aufmerksame beobachtung der entwicklungen dort wert.

künstler kollektive

Alan W. Moore, „New York Art Gangs, post-’68″ from target: autonopop on Vimeo.

stadtnachrichten dienstag 21 september

irland steckt immer noch tief in der finanziellen staatskrise. die usa hingegen haben das „ende der rezession“ erklärt.°°°

benefiz-musik für das berliner tacheles und eine demonstration°°°

°°°morgen gibt es am spielbudenplatz in st. pauli ein stadtteilgespräch mit bezirkspolitikern. dort sollen auch die „esso-häuser“ thema sein.°°°die hochschule für angewandte wissenschaften zieht in die finkenau°°°über die erfolge der kraftwerkmoorburggegner und darüber wie es weiter geht berichtet hh1°°° der spiegel schreibt über eine iba-aktion°°°