stadtnachrichten montag 13 september

am samstag gab es in graz einen sprengstoffanschlag auf ein asylheim.°°°

die bundesrepublik deutschland ist ja schon wieder im plus, so kriegt man wenigstens den eindruck, wenn man die nachrichten liest und sieht, auch wenn die hypo-real-estat schon wieder neue bürgschaften braucht, so spürt der gemeine bürger von der „krise“ wenig. das wird sich wohl ändern, wenn die sparpakete greifen zum beispiel die streichung des heizkostenzuschusses, der wegfall der rentenversicherung für transferleistungsempfängerinnen und das sinkende elterngeld.°°°°

dem gängeviertel in hamburg, wurden vom bezirksamt die beiden wichtigsten veranstaltungsgebäude geschlossen: die druckerei und die fabrik. gerade jetzt zum beginn der kühleren jahreszeit ist das eine fiese massnahme. angeblich geht es um bausicherheit, da die gebäude aber jetzt schon seit mehr als einem jahr erfolgreich bespielt werden und auch sicher schon mehrfach geprüft wurden, scheint das eine vorgeschobene argumentation. es gilt aufmerksam zu bleiben. °°°bei indymedia gibt es nun den vierten teil der „recht auf stadt“-chronik, die wir sehr empfehlen.°°°wie teuer wohnen auf st.pauli wird, belegt ein blogeintrag bei kiezterror, der über eigentumswohnungsverkauf in der annenstr. berichtet.°°°anna elbe möchte die ehemalige seefahrt schule als sozio-kulturellen ort für altona.°°°bürgerbeteiligung am „zukunftsplan altona“ kann man sich hier angucken.°°°laut dem architektur-blog will die stadt nun neue wege gehen und auch in gewerbegebieten wohnraum schaffen. damit würde sie sich dann von der chart of athen verabschieden, was wir an dieser stelle nur begrüßen, hat sie uns doch solche komischen dinge wie die city-nord („arbeiten im grünen“) und steilshoop genauso eingebracht wie die verödetete innenstadt, in dem versuch durch die trennung von wohnen und arbeiten der verelendung entgegenzutreten.°°°

der berliner mauerpark wird ebenso wie das spreeufer zum kristiallisationspunkt eines streits darüber, wer wie die stadt gestaltet. darüber berichtet die faz in einem längeren artikel°°°° das intersquat-festival nahm sich die taz zum anlass über drei der letzten besetzten häuser in berlin zu berichten.°°°viele stadtplanungskritische aktivitäten in berlin finden sich bei mietenstopp im kalender.°°°°kritik an der kritik der gentrifizierung kann man sich als mp3 anhören und der link findet sich hier.°°°°baugruppen gegen besetzer geht in die nächste runde.°°°wie in berlin gentrifiziert wird, beschreibt der gentrificationblog°°°

die AG-kritische kulturhauptstadt ruhr äußert sich zu der masssenpanik mit todesfolgen in dortmund bei der loveparade°°°

strassenprotsitution am sihlquai in zürich ist ein umstrittenes geschäft. im tagesanzeiger wird die sicht einiger anwohnerInnen dargestellt.°°°die schweizer briefträger helfen bei der volkszählung und überprüfen adressen vor ort. wir würden die nicht ins haus lassen.°°°

die wochenzeitung „die zeit“ versucht zu verstehen, warum in stuttgart die bürgerInnen rebellieren.°°°

im wiener „standard“ gibt es einen artikel über die urbane sportart parcours und die bürokratischen hindernisse auf die sie stösst.°°°

guerilla-gardening verbreitet sich sehr. am schönsten finde ich die idee mit der seed-bomb. einfach in eine kleine plastiktüte wasser, saatgut und dünger tun und diese tüte dann auf städtische brachflächen werfen um zu gucken, was da wächst. °°°