stadtnachrichten montag 27 september

von schönen stadtansichten vergangener zeiten schwärmt spreeblick. wir finden: zu recht.°°°

die wiener initiative „der platz ist da“ bietet in ihrer digitalen pressemappe informationen über leerstand in wien.°°°

in darmstadt wurde in der nacht vom 24 zum 25. 9 ein haus neu besetzt.

rund ein drittel der privaten ausgaben der bundesbürger gehen fürs wohnen drauf. an dieser stelle sei darauf hingewiesen, dass es bei transferleistungsbeziehern mehr als die hälfte des monatlichen betrags ist, die für die miete verschwindet. dann kommen noch ein paar nebenkosten wie telefon und zum beispiel heizbedarf über der pauschale hinzu und schon ist wenig zu essen da. da sind die angekündigten minimalerhöhungen wirklich lächerlich.°°°über hartz IV gibt es gerade viel presse. unter andrem die auflistung der zusammensetzung des regelsatzes. am putzigsten finden wir hier die großzügigen 1,39 monatlich für bildung. damit kann man wirklich gut das idealbild des lebenslangen lernens verwirklichen. alleine eine karte der hamburger bücherhalle kostet 20 euro pro jahr, ist also davon nicht finanzierbar. und museen liegen in anderen galaxien, außer das mineralogische, da ist der eintritt noch frei.es gibt dorch tatsächlich stimmen, die finden, wenn man hartzIV erhöht, dann setze man die falschen anreize und fordere zur fauheit auf. glücklicherweise sprechen andere sofort dagegen.

wie und warum sich der protest in stuttgart artikuliert wird zum gegenstand der betrachtung. die faz sieht schon eine „neue auflehnungsbereitschaft“ am horizont. am freitag kam es bei den protesten zu festnahmen. hier sollen die übertäter nicht die berüchtigten „erlebnisorientierten jugendlichen“ sein, sonder in stuttgart sind es „berufsdemonstranten“. °°°

das ehemalige flugfeld in berlin tempelhof ist nun seit fünf monaten begeh- und befahrbar. was viele tun. sehr viele. das spricht dafür es so zu halten, mit vielleicht noch einem pool in die mitte?°°° in den monbijou park soll ein neuer glasklotz, für eine fotogalerie.°°° jugendclubs demonstrieren vor dem roten rathaus gegen kürzungsmassnahmen des senats°°° die wohnungsbaugesellschaft howoge möchte jetzt ein deutliches signal gegen korruption setzen. eins gegen hohe mieten wäre auch sehr toll.°°°hausboote finden in berlin auf einmal keinen platz mehr°°°

in hamburg gibt es die gerüchte, dass das maritime museum gerne die schiffssammlung des altonaer museums übernehmen möchte. dazu und zu den kürzungen mehr auf der seite von medienwatch°°°° die sozialbehörde hat einen verlgeich mit dem sozialunverträglichen vermieter kuhlmann geschlossen, der sich durch illegitime praktiken mit der vermietung von sozialwohnungen unangenehm bekannt machte°°° auf der seite „zoom- das sauerland und mehr“ wird mit der regierungspolitik der hamburger gal ins gericht gegangen. dort bekommt man auch einen guten überblick über die sparmaßnahmen.°°° ein weiteres gerücht rund um das altonaer museum ist, dass es geschlossen werden soll, damit an dieser stelle ein ordentlicher immobiliendeal stattfinden kann. dieses gerücht findet sich auf dem altona blog, in einer sammlung mit recht vielen informationen zu den protesten. beinah hätten wir den link allerdings nicht reingenommen, weil das erste bild eins ist, auf dem eine kachel mit der aufschrift „kulturschutzgebiet“ zu lesen ist. uns erinnert das zu sehr an deutschlands koloniale vergangenheit und die sogenannten „schutzgebiete“, so dass wir nahezu automatisch, den post lieber ignorieren wollten als ihn zu multiplizieren. andererseits macht es wohl sinn, genau dieserart, hoffentlich nur unsorgsamen, sprachlichen gesten auch mal wieder zu diskutieren, denn die grenze zwischen lokalpatriotismus und „recht auf stadt“ als begriff der die gesellschaftlichen produktionsverhältniss im ganzen kritisch beleuchtet muss wohl immer wieder neu bestimmt werden. wir plädieren an dieser stelle für empfindlichkeit.°°°die magerfettstufe fordert einen abakus für die stadt hamburg und rechnet nach, warum die sparpläne doof sind.°°° zur nacht gegen wohnunglosigkeit kamen rund 500 leute an den michel°°°die fernwärmetrasse soll jetzt nur noch im konsens mit den bürgern gebaut werden.°°°so ganz nbenbei lässt sich bei hamburg 1 lesen, dass das konzept „hafen finanziert hafen“ gescheitert sei und die stadt hamburg nun den hafen ab 2014 mit 100 milliarden euro jährlich finanzieren wird. so sieht das aus in der kreativen stadt mit nachhaltigkeit°°° die kreative stadt möchte laut abendblattinterview mit dem neuen (nicht)kultursenator auch die strukturelle förderung für künstlers runterfahren. vielleicht ziehen wir auch bald mal nach berlin, oder lieber noch lüneburg, da sind sicher die mieten billig.

AB: Das heißt, dass die Projektförderung auf den gesamten Kulturbereich ausgeweitet und die strukturelle Förderung heruntergefahren wird?

Stuth: Nicht der gesamte Kulturbereich ist betroffen: Wir haben vereinbart, dass insbesondere Festivals, Ausstellungen und Aufführungen mit hoher Qualität gefördert werden. Es ist doch ein gutes Prinzip, nicht nur starr und fantasielos Budgets zu verteilen, sondern auch auf individuelle Projekte und Anstrengungen einzugehen.

AB: Dann gibt es aber keine Planungssicherheit mehr.

Stuth: Ja klar, Sicherheit ist immer das Bequemste. Ich habe den Eindruck, dass Kreative nicht nur auf die Bequemlichkeit gucken.

AB: Ihre Vorgängerin hat eine Vereinbarung über die Anbindung der Sammlung Falckenberg an die Deichtorhallen unterzeichnet. Bleibt es dabei?

Stuth: Da gibt es eine gute Nachricht: Die Mittel dafür werden in Höhe von jährlich 570.000 Euro zur Verfügung gestellt, aber nicht aus dem Haushalt der Kulturbehörde, sondern aus der Senatskanzlei. Insofern gilt auch hier der Satz: Wir haben Glück im Unglück.

°°° der streit um drogenhilfeeinrichtungen in altona dauert an°°° die ag mieten lädt mit hilfe von ein paar eckdaten zur demo gegen leerstand am 23 oktober ein.°°°