ottensen: wo die aufwertung immer weiter geht

die zeit als das mercado gebaut wurde, war für uns damals schon die zeit, an der man ottensen komplett verloren gab. verloren an bio-supermärkte, schnick-schnack-läden, schicke restaurants. verloren für den charme einer stadt, in der man sich auch mit weniger geld wohl fühlen kann. dann dachte man eine zeitlang, okay, so sieht das also aus, wenn ein viertel durchgentrifiziert im modernen sinne ist. ein bisschen öko, ein bisschen kultur, ein bisschen viel esoterik, reste von politkram und viele engagierte gutbetuchte. dabei wurden die ärmern bewohnerInnen des viertels meist in richtung osdorf abgedrängt. jetzt wird es wohl die kulturell interessierten mit etwas unter mittelständischem bankkonto treffen, denn mit dem masterplan altona und der verdichtung im sinne von eigentumswohnungsbau, wird es nur noch teurer werden und das ist bekanntlich kein gutes pflaster für schöne kleine ideen.