stadtnachrichten mittwoch 13 oktober

dänische kommunen richten jetzt vermehrt hotlines und online-plattformen zur förderung der denzunziation von nachbarn ein. damit möchten sie ihre sozialausgaben senken°°°

hundertausende us-amerikaner verlieren monatlich ihr häuser, weil sie die raten nicht mehr zahlen können. das passiert auch jetzt noch.°°°

wegen des polizeieinsatzes gegen eine demonstration gegen stuttgart21 fordern die grünen einen untersuchungsausschuss°°°

senat und saga setzen ein klitzekleines signal gegen die stetige minimierung von sozialem wohnungsraum.°°° die leute, die für den erhalt des altonaer museums sind, bereiten ein bürgerbegehren vor°°°

der berliner senat startet eine bundesratsinitiative zur begrenzung von mieterhöhungen°°°ein bündnis fordert kostenfreien nahverkehr°°°

da die stadtnachrichtenlage heute so eine übersichtliche ist hier mal ein paar kleine randgedanken:
ich möchte eine stadt ohne leuchtturmprojekte.
eine die reichtum umverteilt im sinne von freiem zugang zu mobilität, kultur, bildung und gesundheit für all ihre einwohner.
eine stadt, in der mit heterogenität sorgsam umgegangen wird in der sie sozusagen gepflegt wird.
das das gehen kann, zeigen viele vorbilder.
in berlin sind bibliotheksausweise für menschen mit hartzIV kostenfrei.
wien zum beispiel mit seinen achtzig prozent mietwohnungen in gemeindehand, den stadtteilmusseen, dem queeren kleingeldfond, der günstigen portokosten für soziale projekte.
oslo mit der idee der allmende im stadtteil bjørvika

Für das künftige Stadtviertel Bjørvika, das in Oslos Hafengebiet entwickelt wird, hat die Stadt ein Versprechen gegeben: das Versprechen von freiem Zugang zu öffentlichem Raum und von Gemeinschaftlichkeit, enthalten im Begriff allmenning, Allmende oder Common Lands. Sieben Gebiete sind als Common Lands ausgewiesen.

so was hätte ich gern.