stadtnachrichten montag 15 november

die bundesförderung für sozialen städtebau wurde deutlich gekürzt. alleine in berlin bedeutet das die gefährdung von ca. 1000 projekten. ausführlicheres dazu und die chance bis zum 10.12. dagegen zu unterschreiben findet sich beim petitionsausschuss. °°°der bundesrechnugnshof bestätigt, dass ein-euro-jobs keinerlei sinnvolle funktion haben°°°das hartzIV-bildungspaket soll von den kommunen umgesetzt werden°°°samstag gingen bundesweit 100.000 leute gegen die sparpolitik des bundes auf die straße. °°°

die eu macht kommunen die einführung von fair-trade-produkten schwer°°°

knapper günstiger wohnraum führt unter anderem dazu, dass mieterInnen ihre wohnungen beim auszug nicht auf den freien markt geben, sondern untervermieten. so auch in zürich.°°°im tagesanzeiger wird angeregt über wohnungsmarktsituation in zürich diskutiert°°°


vom 3 bis zum 6 dezember gibt es aktionstage für das leben im wagen in wien°°°

in london demonstrierten über 25.000 menschen gegen die erhöhung der studiengebühren und überrollten damit komplett die polizei, die mit 5000 gerechnet hatte.°°°

über die ausformungen städtischer aufwertungsprozessse in istanbul berichtet die zeit°°°

seoul war ort einer demonstation von 10.000 leuten gegen die Politiken des G20-Gipfels°°°

auch bei stuttgart21 hatte die polizei die demonstrantInnen unterschätzt und äußert sich, so wie die londoner auch, nun öffentlich zu ihrem „versagen“.°°°

die sueddeutsche nennt das büchleine „der kommende aufstand“ ein „kommunales manifest“. °°°

in der berliner bezirken kreuzberg und neukölln machen sich vermehrt nazis durch parolenschmiererein bemerkbar. dagegen richtete sich am samstag eine „langer tag gegen nazis“°°° der tagesspiegel propagiert rassisitsche praxen indem er scheinbar neutral über einen mangel an polizeitaktikten gegen „arabische clans“ berichtet. zusammen gelesen mit dem urteil in bremen, in dem ein richter befand, dass das kurzzeitige würgen eines tatverdächtigen für polizisten im rahmen des legalen sei, wobei es sich bei dem tatverdächtigen im konkreten fall um ein menschen migrantischer herkunft handelt, kann man von einer deutlichen verschärfung des rassistischen klimas in der bundesrepublik sprechen.°°°künast möchte flächendeckend tempo 30 einführen.°°° im wedding ist jeder ünfte nicht mehr in der lage seine schulden abzubezahlen°°°zum zwanzigsten jahrestag der räumung der mainzer str berichtet auch der gentrificationblog°°° der dritte kiezspaziergang, diesmal durch den reichekiez, fand am 30.10 stand. bei indymedia gibt es einen nachbericht°°°

bei den demonstrationen gegen die innenministerkonferenz in hamburg, wurde endlich einmal nicht in die sparkassenfiliale auf dem schulterblatt vom glas befreit, sondern eine in ottensen.°°° auf einmal sollen doch auch wohnungen auf dem gelände des ehemaligen real-marktes an der feldstr entstehen.°°°morgen beginnen die „fachgespräche wohnungsbau“ im bezirksamt nord, mit stadtplanern, architekten, wohnwirtschaftlern und verwaltern°°°die bewohnerInnen der esso-häuser bitten um unterstützung gegen ihren vermieter:

Esso-Häuser bleiben!
Wichtig: Kommt und helft uns am Samstag, den 20.11. 2011, 11.00 Uhr den Investoren deutlich zu machen, dass wir keinen Abriss und keine Eigentumswohnungen wollen.

2009 wurden die Esso Häuser von der Bayerischen Hausbau GmbH & Co. KG gekauft.Der neue Investor will das Areal (bestehend aus der Esso Tankstelle, zwei Wohnhäusern und Gewerbeflächen) neu und dichter bebauen, um den Profit an dem Gelände zu steigern.

Eine neue, gesichtslose Allerweltswelts-Glas-Stahl-Betonbebauung soll die sanierungsfähigen, historischen Kaschemmen, Läden und Häuser ersetzen. Ob die überaus heterogene Bewohner_innenschaft (über 100 Menschen) weiter dort bleiben kann und zu welchen Bedingungen genau,ist völlig unklar.
Die Mieter_innen- und Nachbarschafts-Initiative Esso-Häuser möchte den Abriss der Häuser, den Bau von Eigentumswohnungen und den weiteren Ausverkauf St. Paulis verhindern.

Seit einigen Wochen ist bereits der von dem Investor als Moderator beauftragte Politik- und Unternehmensberater M.Birzer in den Häusern unterwegs und nimmt Befragungen in den Häusern vor. Bei diesen Befragungen geht M.Birzer sehr offensiv vor, gibt den betroffenen Bewohnern unterschiedliche Auskünfte und versucht zu erfahren, was nötig ist damit die Bewohner ausziehen.

Nun lädt die bayrische Hausbau am 20.11.2010 um 11 Uhr zu einem „Ideen- und Informationsworkshop“ in den Ballsaal des FC St.Pauli.

Als Tagesordnungspunkt wird der „städtebaulicher Realisierungswettbewerb“ genannt, was verdeutlicht, dass der Investor von einem Abriss und einer Neubebauung ausgeht.

Auch wird diese Veranstaltung als frühzeitiges Info- und Beteiligungsverfahren dargestellt. Fakt ist aber, dass dies nur eine Reaktion des Investors auf den sich regenden Widerstand ist. Die Bayerische Hausbau will nach unserem Eindruck damit keine wirkliche Beteiligung herstellen, sondern nur sein bereits geplantes Projekt durchdrücken und legitimieren.

Die Initiative möchte diese Veranstaltung nutzen, um bereits bei Veranstaltungsbeginn (der Einführung durch M. Birzer) zu intervenieren und ihre Sichtweise des bisherigen Verfahrens und ihre Forderungen zu verlauten.

Um offensiv aufzutreten wäre es großartig, wenn andere interessierte Anwohner_innen/ Nachbar_innen und RAS ler_innen am Samstag kommen.

Die Einladungen der Bau- und Immobiliengruppe gingen an die Mieter_innen der Essohäuser sowie die Anwohner_innen der umliegenden Strassen (Kastanienallee/ Taubenstraße) und die Initiative. Personen, die an der Infoveranstaltung teilnehmen wollen, sollen sich laut organisatorischen Gründen im Vorhinein mit Adressangabe anmelden. Die Initiative wird ausreichend Gäste anmelden, so dass keineR, der/die am Samstag kommen möchte, sich persönlich anmelden muss. Damit die Iniative eine ungefähre Einschätzung hat, wieviel Unterstützer_innen kommen, wäre eine Rückmeldung wer sicher kommen möchte hilfreich. (info@initiative-esso-haeuser.de)