Hafencity in Basel

Basel bewegt sich, „Basel tickt anders“ (so der offizielle Tourismus-Werbeslogan). Geht es aber um Stadtentwicklungsvisionen, so ist auch die sozialdemokratisch regierte Stadt am Rhein nicht anders als alle anderen. Toll sind Hochhäuser, Landmarks, der Wissens-Campus der Novartis, das Hochhaus der Hoffmann-La Roche und Umstrukturierungsideen, die weltstädtisch anmuten, Gutverdienende anziehen sollen – und am Ende bloss umstrukturieren, wenigvermögende Menschen vertreiben, langweilig daherkommen und die Fehler anderer Städte wiederholen.

So auch die neueste Vision, veröffentlich diese Woche durch den Stadtbaumeister Basels. Es geht darum, dass die alten Rheinhäfen, über die ein grosser Teil des Güterimports in die Schweiz abgewickelt wird, umgelagert werden an einen neuen Ort – und dadurch als Brachflächen in Zentrumsnähe in der dichtbebauten Stadt ohne Landreserven tout à coup hochinteressant werden – als Spielwiese der feuchten stadtentwicklerischen Visionen…

lest selbst (ich verweise ausserdem nochmals hierauf, publiziert vor längerer zeit: www.metrobasel.ch): Manhattan mitten in Basel

selbstverständlich ist das umliegende Hafenquartier im Moment noch eines derjenigen Quartiere, die gemeinhin als „populär“ oder „günstig“ bezeichnet werden…