stadtnachrichten donnerstag 3 februar

die besetzung in der neufrankengasse in zürich hat sich gestern morgen in luft aufgelöst und abriss und neubau auf dem areal beginnen°°° die stadt will ihre polizisten durchnummerieren, damit sie keine anoymen straftaten im dienst verüben können°°°

laut der zeitung „die zeit“ wohnen in der bundesrepublik inzwischen viele studentInnen auf campingplätzen, weil es in den uni-städten nicht genügend bezahlbaren wohnraum gibt. im marburg sollen es bei semesteranfang sogar turnhallen sein°°°

in berlin und solidarisch dazu in vielen anderen städten wurde sich das recht auf stadt gestern recht entschlossen genommen. während und nach der räumung der liebigstraße gingen leute in ihren städten wütend auf die straße. kein wunder bei den steigenden mieten, stagnierenden löhnen und den bundesweiten stadtpolitiken bei denen mit dem schein-argument der wirtschaftskrise zu allererst bei sozialausgaben, kulturausgaben und partizipationsmöglichkeiten gestrichen wird. wer soll sich auch ruhig an den rand der stadt umsiedeln lassen, wenn ständig von wirtschaftsaufschwung geredet wird, aber die „schuldenkrise“ als grund fürs „nein“ für jeden politischen handlungsspielraum, der nicht der wirtschaft dient genutzt wird. recht auf stadt wurde sich unter anderem genommen, weil bei henri lefebvre in seinem buch „la droit a la ville“ das namensgeber für die bewegung ist, das recht auf zentralität und zugang zum städtischen infrastrukturellen luxus eine zentralstehende forderung ist. in diesem sinne erklären wir von „from town to town“ uns solidarisch mit den besetzerInnen. partizpationsverliererInnen gibt es zu viele, die politiken müssen vom primat der wirtschaft und des eigentums endlich abstand nehmen. °°°der berliner innensenator körting findet dass leute, die keine rücksicht auf die bausubstanz nehmen „eher straftäter“ sind °°°falls sie bürgermeisterin wird, sieht renate künast ein einsparpotential von 100 million im berliner sozialetat°°° im letzten jahr mussten 1195 haushalte umziehen, weil die wohnungen laut den hartzIV-gesetzen zu teuer oder zu groß für die „bedarfsgemeinschaften“ waren. das sind doppelt so viele wie im jahr zu vor und damit ist diese zahl ein deutlicher indikator für die mietpreiserhöhung in der auf sand gebauten stadt.°°°

mehr komische rechnungen bei der elbphilharmonie in hamburg. die stadt hat sich darin ein hotel gebaut, dass sie mit krediten finanziert baut, wenn es fertig ist verkauft um dann damit einen teil der elbphilharmoniebaukosten wieder reinzuspielen.°°°laut abendblatt waren es 400 leute, die gestern solidarisch mit der liebigstr demonstrierten.°°°