stadtnachrichten mittwoch 16 februar

stadt lässt sich unseres erachtens nach nicht ohne globale migrationsströme denken und auch nicht ohne ihr gewaltvolles fernbleiben. deswegen nun die nachricht, dass die europäische grenzschutzagentur frontex aktiv gegen flüchtlingsströme aus tunesien vorgehen wird°°°

und auch die politiken der „inneren sicherheit“ bleiben beim denken und schreiben über stadt notwendig. so ist zu bemerken dass die polizei inzwischen den einsatz von „drohnen“ also unbemannten fluggeräten, derzeit zur videoüberwachung, regelhaft einführt. in berlin soll sogar der der görlitzer park mehrfach mittels dieser fliegenden agentenaugen überwacht worden sein°°°

das bundesdeutsche kabinett hat beschlossen, dass nachbarschaften kinderlärm, anders als die emissionen von gewerbe, erdulden müssen.°°°

in zürich-west spriessen die hochhäuser wie krokusse im frühling, leider spielt die infrastruktur eher gefährdete orchideensorten nach und so wächst die skepsis gegenüber den neu entstehenden quartieren°°°

der frage danch wie künstler derzeit in berlin leben geht der freitag nach und stellt im interview fest, dass die erhöhung der mietpreise auch das leben der künstlerInnen erschwert. ateliers, ausstellungsräume und wohnungen werden zu teuer um experimente wagen zu können°°°auf der berlinale kam es während einer premierenfeier zu solidaritätsaktionen für die liebigstr14 die vor zwei wochen geräumt wurde°°° in miete werden noch mehr luxuswohnungen gebaut°°° der gentrificationblog bespricht eine beitrag von dradio zur restrukturierung der gentrifizierung in berlin-mitte. dort sind es nicht mehr die alt-altbauten die aufgewertet werden, nein jetzt trifft es auf einmal die plattenbauten. nichts ist sicher vor der mieterhöhung°°°

324 euro müssen studentInnen in hamburg im durchschnitt für miete ausgeben. 21% mehr als im bundesdurchschnitt°°°