Schrankwand – ein Filmabend über das Wohnen

Die Wohnung gilt als die Sphäre des Privaten schlechthin, als Rückzugsort in einer kalten Welt, als Ausdruck der eigenen Identität: Hier lebe ich – hier darf ich sein. Auch wenn die Idylle vom heimischen Nest trügt, der Mythos lebt. Kaum ein Bereich des gesellschaftlichen Lebens wird so strukturkonservativ gedacht wie das Wohnen, so unsere These. Nicht wenige Linke kopieren in „ihrem“ Wohnen einen großbürgerlichen Wohnstil des letzten Jahrhunderts in Altbauwohnungen mit Kronleuchtern und Holzdielen. Und nicht selten scheitern kollektive Versuche des gemeinsamen Wohnens an individuellen Differenzen und Unvereinbarkeiten.

Das Private ist Politisch: ja! Aber wie kann dem Bedürfnis nach „eigenem“ Raum Rechnung getragen werden ohne dabei einen völlig privatisierten Raum zu schaffen? Wie offen und flexibel wird das Wohnen gedacht? Und überhaupt: Wer schließt sich warum, zu gemeinsamen Wohneinheiten zusammen? Darüber und über noch viel mehr möchten wir in lockerer Atmosphäre plaudern. Wir zeigen Filme über das Wohnen, dazu knabbern wir Chips, nippen an Kaltgetränken und solidarisieren uns – by the way – mit der Flora, denn an diesem Montag (28.3.) läuft die Kaufvertragsbindung aus. Ändern tut sich dadurch nix: Die Flora bleibt unverträglich und ist nach wie vor eins unserer lieb gewonnenen Wohnzimmer der Stadt.

Seid eingeladen, macht es euch bei uns gemütlich am:
Montag, 28.3, 19 Uhr im Centro Sociale, Sternstr. 2, Hamburg,
GastgeberInnen: Leute aus dem Centro Sociale und vom BUKO Arbeitsschwerpunkt StadtRaum Hamburg (www.buko.info).