Archiv für Juni 2011

Haben und Brauchen. Berliner KünstlerInnen proben den Aufstand

2010 forderte der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit „Berliner Künstlerinnen und Künstler zu einer umfassenden Bestandsaufnahme ihrer künstlerischen Produktion im Rahmen einer Leistungsschau“ auf, um die Entscheidung von Senat und Abgeordnetenhaus für den Neubau einer Kunsthalle am Standort Humboldthafen zu forcieren. (1) 1250 folgten. 2600 empörten sich. Der Souverän adressiert sein politisches Objekt um es als Instrument für einen politischen Zweck zuzurichteten: Die Legitimation des Neubaus einer Kunsthalle am Standort Humboldthafen.

Bestandsaufnahme und Überblick, Zählen, Sichten und Ordnen, Maßnahmen zur Steigerung seiner Nützlichkeit und Ausnutzung seiner Kräfte sind Strategeme der Biopolitik. Ein derartiges Unbehagen löste dieses Ansinnen und seine Machtrhetorik bei den Aufgerufenen aus, dass sich die Berliner Kunstszene nach langer politischer Abstinenz politisierte. Unter dem Schirm „Haben und Brauchen“, den der Künstler Florian Wüst und die Kuratorin Ellen Blumenstein aufspannten, versammelten sich KünstlerInnen und KulturproduzentInnen, um eine offene Diskussion darüber zu führen, „was die zeitgenössische Kunstszene der Stadt – institutionell wie auf anderen Ebenen – auszeichnet, was ihr fehlt und wie sie nachhaltig gefördert werden kann.“ Als Resultat der Treffen an wechselnden Orten wurde dem Bürgermeister ein offener Brief zugestellt, der Mitsprache und Reziprozität fordert. (2)

KulturproduzentInnen ergreifen das Wort. Das war so nicht vorgesehen. Zwar füllt ihre Präsenz das Image-Konto der Hauptstadt, im Gegenzug aber werden sie in Fragen von Kulturpolitik und Stadtentwicklung nicht involviert. „Ihr habt keinen Logos“, würde Jacques Rancière diagnostizieren, „Ihr zählt nicht.“ Die politische Natur des Menschen basiert Rancière zufolge auf der Aufteilung in diejenigen, die über Sprache (Logos) verfügen, die sich Verhör verschaffen und öffentlich sichtbar werden, die zudem bestimmen, wer sprechen darf und was verhandelt wird und diejenigen, die vom politischen Diskurs ausgeschlossen im unartikulierten Rauschen untergehen, im noise ihres Unmuts und Schmerzes über erlittene Ungerechtigkeit. Vielleicht würde Rancière bei der Gelegenheit wieder die Geschichte von der secessio plebis erzählen:
494 v. Chr. legten die römischen Plebejer ihre Arbeit nieder, zogen aus der Stadt aus und versammelten sich auf dem mons sacer, um ihren Forderungen nach politischer Mitsprache Nachdruck zu verleihen. Nicht nur konstituierten sich die Plebejer in dieser räumlichen Separation als soziale Einheit, sondern auch als sprechende, d.h. politische Wesen. Das Privileg öffentlich zu sprechen, war freien Bürgern vorbehalten und stand den Plebejern nicht zu. Nun positionierten sie sich als Verhandlungspartner. Eine Verhandlung auf Augenhöhe, wie es so schön heißt, kam für die Patrizier nicht in Frage, erodiert sie doch den sozialen Abstand zwischen Privilegierten und Unterprivilegierten. Erst die drohende Hungersnot in der Stadt motivierte die Konsuln zur Entsendung eines Unterhändlers. (3)

Wer im Aufruf des Bürgermeisters noch eine Geste väterlicher Fürsorge für die unzähligen und ungezählten KünstlerInnen gesehen hatte, denen die Kunsthalle zu Sichtbarkeit verhelfen sollte, den mochte das schrittweise Abstand Nehmen in der Umsetzung verunsichern. Aus London, Paris und New York wurden drei namhafte Kuratoren bestellt. Hans Ulrich Obrist, Christine Macel und Klaus Biesenbach ihrerseits zogen sich in die Rolle der Supervisoren zurück und deligierten die Künstlerauswahl an fünf Sub-KuratorInnen, die 1. jung und 2. nicht in die Szene involviert sein sollten („Das Brett vorm Kopf als Chance“, Biesenbach). Diese Methode des Rückzugs und des Delegierens schuf eine Distanz, die komunikativ schwer zu überbrücken ist.

Mittlerweile wurde die Ausstellung eröffnet und hat vor ihren Kritikern einen uneinholbaren Vorsprung. Sie ist schon da. 80 junge, internationale KünstlerInnen, die auf der Durchreise einen Fuß in Berlin setzen, wurden ausgewählt. Ein Bild des Transits wird gezeichnet. Von der anvisierten Übersicht und Bestandsaufnahme haben die Ausstellungsmacher sich suspendiert. Einer kuratorischen These enthalten sie sich. Diese Inhaltsleere produziert ein Vakkuum, das die Kritik von „Haben und Brauchen“ förmlich aufsaugt. In einem Akt kulturellen Kannibalismus wird der Gegner gefressen, um sich seine Kraft und Intelligenz einzuverleiben. Kein Vorwort, kein Katalogtext, kein Interview, keine Rezension, die den Einspruch nicht wohlwollend würdigt.
Anders herum lässt sich jedoch auch die Strategie des Trojanischen Pferdes oder der viralen Infektion ausmachen: „Haben und Brauchen“ ist es gelungen, sich in den Diskurs der Leistungsschau einzunisten. Der monierte Titel „Leistungsschau“ wurde in ein unverfängliches „Based in Berlin“ verharmlost und lässt damit zugleich den Anspruch fahren, mit dem das Projekt angetreten war. Auch der vorgesehene Standort am Humboldthafen ist vom Tisch und mit ihm das temporäre Ausstellungsdorf „Instant Art City“, mit dem raumlabor_berlin vor 20 anderen renommierten Architekturbüros einen klandestinen eingeladenen Wettbewerb gewonnen hatte. Das Spektakel mit Containern, Bauwägen und Weihnachtsmarktbuden auf der Baustelle hätte bei HamburgerInnen Erinnerungen an Sub_Vision 2009 in der HafenCity geweckt, ging es doch hier wie dort um eine Strategie der Fokussierung auf ein Stadtentwicklungsgebiet, das Investoren schmackhaft gemacht werden soll. (4)

Gegen einen gemeinsamen Feind zu mobilisieren ist stets leichter, als gemeinsame Ziele zu konkretisieren. Nach der Ausstellungseröffnung sortiert „Haben und Brauchen“ sich neu. Anders als die lokale Hamburger Szene ist die Berliner Kunstszene polyzentrisch und setzt sich aus zahlreichen Soziotopen zusammen. Die Mehrzahl der KünstlerInnen kommen von außerhalb. Über 130 künstlerbetriebene Off-Orte konkurrieren um Aufmerksamkeit. Es ist nicht leicht einen Überblick über die Initiativen zu bekommen, die sich bereits in Stadtentwicklung und Kulturpolitik engagieren. Wer macht was? Welche Modelle existieren bereits? Welche Strategien verfolgen sie? Das Beste an dem ganzen Ärger ist, dass die notorischen Ab- und Ausgrenzungen, die die Berliner Szene pflegt, zugunsten eines gemeinsamen Handelns ausgesetzt werden um miteinander zu reden. Nur der Bürgermeister bleibt eine Antwort auf den offenen Brief schuldig. Er hat die KulturproduzentInnen als Verhandlungspartner noch nicht anerkannt und fühlt sich beleidigt.

Die Beleidigung ist, wie das Geschenk, eine Herausforderung. Es setzt einen Austausch in Gang, wie Pierre Bourdieu am Beispiel des nordafrikanischen Stammes der Kabylen verdeutlicht. So wie jedes Geschenk ein Gegengeschenk erfordert, dessen Gewicht wohlerwogen sein will, um die Gleichheit der Interagierenden zu wahren, so erfordert auch die Beleidigung eine angemessene Antwort. Es sei denn, der Herausforderer wird als nichtigswürdig erachtet. In diesem Fall wechselt man die Straßenseite und ignoriert die Provokation. So bei den Kabylen. Auch den Römern schwante das Ende vom Anfang, als der Unterhändler Menenius Agrippa den Aufständischen Konzessionen machte. Schließlich aber erreichte er seinen Zweck und bewegte sie zur Rückkehr an den Arbeitsplatz. Und zwar mit rhetorischer Finesse: Er erzählte die Geschichte vom trägen Magen, gegen den die übrigen Körperteile sich verschwören. Mangels Nahrung versorgt der Magen den Rest des Körpers nicht mehr mit Blut und das Gemeinwesen stirbt Hungers. (Ernst Bloch übrigens bewertet die Fabel vom Bauch und den Gliedern als „eine der ältesten Soziallügen“.)

Vermutlich würde Berlins Bürgermeister sich unbeeindruckt zeigen, wenn KünstlerInnen ihre Arbeit niederlegten und die Stadt verließen. Die Wirtschaft bräche nicht zusammen. Der Kunstsektor ist kein relevanter Arbeitsmarktfaktor. Dennoch lässt der Beitrag der Gegenwartskunst „zu dem Markenwert der Stadt jede Image-Kampagne verblassen, so die Studie des Instituts für Strategieentwicklung. (5)
Der Bohemian Index, der für Diversität und Toleranz steht, ist laut Richard Florida zum herausragendsten Attraktor im Wettlauf der Metropolen avanciert. (6) Nichtsdestotrotz werden Künstler in Berlin immer noch als Zwischennutzer und Zugvögel gesehen. Das aus der Not geborene Nomadentum, das Tingeln von Projekt zu Projekt, von Nische zu Nisch, Residency zu Residency wird zur Tugend künstlergerechter Praxis stilisiert. Wenn die Mieten steigen und die Nischen verschwinden, ziehen sie eben weiter, „Hasta la vista“, kommentiert Curator at Large Klaus Biesenbach lakonisch, nichts zu machen. Nun ist Reziprozität ein soziales Prinzip, das sich durchaus machen lässt. Nichts Geringeres als diese Gegenseitigkeit der Beziehungen fordert „Haben und Brauchen“ ein.

Um ihren Forderungen nach Teilhabe an der Stadt Nachdruck zu verleihen, drohten Hamburgs KünstlerInnen: „Wir gehen massenhaft nach Berlin!“ Der Exodus ist die effektivste Form des Aufstands für Machtlose. Hardt/Negri sehen darin die adäquate Ausdrucksform der Multitude und die gemeinsame Flucht als größten solidarischen Akt. Natürlich funktioniert das nur, wenn etwas Besseres in Aussicht steht. Unter einem promised land läuft gar nichts. Und da sitzen wir in Berlin ja schon. Auch wenn weder Milch noch Honig fließen und das Gerücht von bezahlbaren Freiräumen der neoliberalen Vermarktung städtischen Eigentums und dem Ausverkauf städtischen Raums an Investoren zuwider läuft. Bis sich anderwo ein Gelobtes Land auftut, ist jetzt die Zeit, positive normative Forderungen zu entwerfen, in welcher Stadt wir leben wollen.

Anmerkungen
(1) Aufruf zur Leistungsschau, Pressemitteilungen des Landes vom 26.10.2010, www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2010/10/26/316063/

(2)Haben und Brauchen fordert:
„– die grundlegende Revision des konzeptionellen und kuratorischen Modells des geplanten
Ausstellungsvorhabens.
– eine öffentliche Diskussion über die stadtentwicklungspolitischen Effekte eines temporären
Ausstellungsprojektes am Standort Humboldthafen vor dem Hintergrund der aktuellen
Transformationsprozesse durch Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes.
– einen öffentlichen Dialog darüber, wie die Produktions- und Präsentationsbedingungen von
zeitgenössischer Kunst in Berlin außerhalb medienwirksamer Leuchtturm-Projekte nachhaltig
gefördert und weiterentwickelt werden können.“
www.salonpopulaire.de

(3) Jacques Rancière, Das Unvernehmen: Politik und Philosophie, 2002

(4) 21 Architekturbüros waren direkt eingeladen, sich darüber Gedanken zu machen, wie denn Kunst jenseits des „White Cube“ zeitgemäß im Stadtraum gezeigt werden könnte. Bedingungen des Wettbewerbs: Ein Budget von 300.000 Euro für die Architektur (inklusive Honorare und Bauleitung), ein räumliches Konzept für 50 bis 80 noch nicht bestimmte Kunstwerke („die Ausstellungsbereiche müssen daher für Videos, Fotografie, Malerei, Skulpturen, Sound, Perfomrances, etc. geeignet sein“) und natürlich ein Bereich für Vernissagen und Veranstaltungen, Partys, Konzerte, Catering, Lounge und „Sanitäranlagen für bis zu 5.000 Besucher“.
www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-raumlabor_baut_modulare_Kunst-Stadt_in_Berlin_1504409.html

(6) Studie des Instituts für Strategieentwicklung zur Gegenwartskunst in Berlin 2010 und zur Situation Berliner KünstlerInnen 2011
www.ifse.de/html/studio_berlin.html

(6) Richard Florida, The Rise of the Creative Class: And How It‘s Transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life, 2003

Ausländische Polizisten beim Polizeieinsatz anläßlich der Performance im Rahmen des Recht-auf-Stadt-Kongresses

Nun gibt es eine Bestätigung aus dem Senat, dass tatsächlich ein „ein uniformierter niederländischer Polizeischüler/-student im Einsatz“ war und „Er war bewaffnet mit Schlagstock, Pfefferspray und seiner „persönlichen Schusswaffe“, hat aber nach Auskunft des Senats nichts davon eingesetzt.“
Mehr dazu bei der Antwort von Christane Schneider auf abgeordnetenwatch.

The Hamburg Parliament has confirmed, that there has been a fully equipped member of the dutch police corps at the right-to-the-city-congress-perfomance.

amsterdamer squat bittet um eine unterschrift

um ihr anliegen stärker in die öffentlichkeit zu bringen und um politischen druck aufzubauen:

Dears, please sign the petition against the eviction of the Schijnheilig, one of
Amsterdam’s greatest squads, and where we as Ojala and also with Noticias have
been organising workshops and events related to Latin-America (as in the Dia
de LA Ruta). The eviction of Schijnheilig would be an immense deprivation for
artistic, activist and cultural Amsterdam, including a serious blow to the
solidarity movement with Latin-America! So now it’s time to show some
solidarity and sign the petition and spread the word (through facebook, email,
etc): http://petities.nl/petitie/behoud-schijnheilig.

super knie // danke an ub

artbomb amsterdam

gegen die drastischen kürzungen des kulturetats in den niederlanden, gab es letzten freitag einen aktionsaufruf. solidarische institutionen und personen sollten „artbombs“ zünden und damit auf die situation aufmerksam machen. hier nun eine davon:

stonewall riots sind jetzt 42!

happy birthday and thanks to everybody

christopher street

Walking the Block from Jo Ann Santangelo on Vimeo.

was war los in der christopher street 69?

berlin: fünf linke projekte wahrscheinlich von rechtsextremen angegriffen worden

der tagespiegel berichtet, dass es in berlin zu fünf brandanschlägen auf linke projekte gekommen ist:

Insgesamt fünf Brandanschläge wurden in der Nacht zu Montag auf Gebäude in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Britz verübt, vermutlich waren Neonazis die Täter. Unter den Zielen waren mehrere Wohnhäuser, ein Bewohner wurde leicht verletzt. Offenbar handelt es sich um eine koordinierte Racheaktion der rechten Szene wegen der Angriffe auf hochrangige NPD-Funktionäre in den vergangenen Tagen.

Squatting Action Days

Im Oktober 2010 wurden in den Niederlanden Hausbesetzungen verboten. Vorher galt die Regel, dass ein Gebäude das ein Jahr leer stand besetzt werden durfte, wenn die besetzer es bewohnten. Gleiches galt übrigens für Boote.
Nun verschärft sich die Situation in Amsterdam: im Juli stehen fünf besetzte Häuser vor der Räumung. Um diese zu verhindern haben solidarische Leute Squatting-Action-Days vorbereitet und laden international dazu ein, sie zu unterstützen:

Squatting action days // 2-5 July Amsterdam

On July 5 some very important squats in central Amsterdam are facing
eviction by the military police, based on the recent ‘ban on squatting’
in the Netherlands. We won’t give up our autonomous and non-commercial
spaces that easy and we will organize action days from July 2-5 to keep
our spaces and prevent the eviction from happening.
The 2nd of july is the kick off of a long weekend full of actions,
parties, workshops, movies, lectures and, of course resistance. There is
food everyday and an abundance of sleeping places in one of the many
squats . On the 2nd of july there are peoples kitchens, and a party
slash fundraiser in the Schijnheilig squat. Sunday the 3rd will see many
workshops, as well as movies, peoples kitchens, and in the evening a big
demonstration. Monday the 4th there are more workshops and peoples
kitchens, while we prepare for resistance for the eviction wave the day
after. Tuesday the 5th will be the day of the eviction wave. You’ll have
the opportunity to join resistance in of the multiple sites of
resistance, which will keep us busy at least until the evening. Keep
yourself updated on our website for further and more detailed
information. In the meantime, talk to your friends, call your work and
arrange your trip to Amsterdam, to join us in our struggle! Because it’s
needed more than ever!!
http://krakendraaitdoor.wordpress.com/

http://de.indymedia.org/2011/06/310514.shtml

im karoviertel gefunden

Protestdemonstration nach Madrid

aus verschiedenen spanischen städten, gehen gerade leute los, um gemeinsam in madrid ihrer empörung über die sparpolitik der spanischen regierung ausdruck zu verleihen.

hamburg: wo wohnt man eigentlich

das finden wir ja immer gerne raus, in dem wir sehr nerdmäßig regelmäßig die parlamentsdatenbank lesen und dort die neuesten kleinen anfragen verfolgen.

aber es gibt noch eine zweite möglichkeit: die saga-immobilienwebseite. saga ist schließlich der größte vermieter in hamburg und mit nur zwei klicks sieht man, dass sowohl freie 1-zimmer-wohnen als auch 3-zimmer-wohnungen einen sehr weiten bogen um die innenstadtennnahen viertel machen. sehr weit heißt (fischbek, harburg, wilhelmsburg, finkenwerder, und als nächstes billstedt)

hansaplatz wird neu eröffnet

und das abendblatt verfasste darüber einen artikel, der nicht an bösartigkeiten spart. nicht gegenüber dem bezirk, nein gegenüber prostiutierten, freiern, zuhältern, menschen mit anderem geburtsort. die mögen sie alle nicht aber dafür nachts erscheinende rotblinkende elektropoller. die bild setzt einen anderen fokus um über die platzeröffnung zu berichten. sie beklagt den schwund der videoüberwachung des hansaplatzes und stellt der politik kritische fragen dazu.
gruselig.
einen solidarischen gruß, an die frauen die ihr geld verdienen

von besetzern zu besitzern: christiania

116.000 gegen Vattenfall & Senat

„Über 116.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterschreiben für eine vollständige Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze. Und für: … ,eine verbindlich sozial gerechte ,klimaverträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien in Hamburg‘. Damit hat sich das Volksbegehren „unser Hamburg – unser Netz“ eindrucksvoll durchgesetzt. Und das auch trotz einer massiven Gegenkampagne – gerade in den letzten Wochen.“ (…)

Weitere Infos: www.moorburgtrasse-stoppen.de

take no heroes

und kick over the statues

Syntagmaplatz ist weiterhin besetzt

und die jungle world schreibt einen recht auführlichen und differnzierten artikel darüber, welches spektren von politischen akteueren sich dort versammeln, was ihre forderungen sind und wie sie versuchen diese umzusetzen.
das nicht alles emanzipativ ist, was aufständisch handelt, sieht man leider an der anzahl an faschisten, die die platzbesetzung für ihre zwecke zu nutzen suchen.

die gruppe .wav hat das real-gelände verändert


zu .wav geht es hier

after the future

Bifo: After the Future from Preempting Dissent on Vimeo.

griechenland: raus aus der stadt wegen der mieten

so zumindest berichtet die tagesschau.

raquel rolnick, peter marcuse und david harvey