Energiewende trotz Schmutzkampagne

Noch bis Mittwoch können für das Volksbegehren „Unser Hamburg unser Netz“ Unterschriften gesammeln werden, und es sieht wohl schon ganz gut aus! In der Stadt verteilt, gibt’s am Wochenende jede Menge Infostände, unzählige Sandwich-Menschen mit Unterschriftenzetteln sind auf Fahrrädern oder zu Fuß unterwegs. Ein Wahnsinnsprojekt für das parteiunabhängige Bündnis aus Umweltverbänden, Bürger- und Verbraucherinitiativen und Kirchen, das eben nicht auf die Unterstützung machtvoller Institutionen bauen kann, sondern alles selber machen muss.

Schon jetzt wird klar: Vattenfall wird nervös und schaltet Anzeigen, die Angst machen sollen. Die Plakate der Initiative werden mit leicht abgeändertem Anzeigenmotiv in Nacht und Nebel Aktionen überklebt. Olaf Scholz zeigt seine Verbundenheit mit dem Energieriesen und steigt für Vattenfall in den PR-Ring. Die SPD zerstreitet sich intern an der Frage und Wir-wollen-lernen-Walter Scheuerl (CDU) hat nix gelernt und meint, den BUND mit abstrusen Klagen belegen müssen.

Hilft nix, zeigt nur, wie machtvoll das ist, was hier verhandelt wird. Es geht um die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze von Strom, Fernwärme und Gas! Eine Energiewende von unten und ernst gemeint.