Bettel- & Hurenflashmob

Am 15.09. findet um 17:30 vor der Bezirksversammlung Mitte ein Bettel- & Hurenflashmob statt.
Warum? Weil frei nach dem Motto ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ Hamburg derzeit zum Provinznest umgestaltet wird und dies zu Lasten sogenannter Randständiger die dieses Idyll stören könnten, geschieht.

An Beispielen mangelt es nicht:
- Bezirksamtsleiter Schreiber will, dass der Straßenstrich von St.Georg ins Industriegebiet nach Rothenburgsort umgesiedelt wird.
- Die Straßenkinder und Obdachlosen, die unter der Kersten-Miles-Brücke lebten, wurden durch Umbaumaßnahmen für 100.000 € vertrieben, damit sich die Touristen, die zu ihren Bussen strömem, durch diesen Anblick nicht gestört fühlen.
- Der Bauwagenplatz Zomia soll aus Wilhelmsburg verschwinden und bekommt unsägliche Ersatzflächen angeboten: am Flughafenzaun, zwischen Gleisen, an die Grenze Schleswig-Holsteins, …
- Trinker sollen aus dem öffentlichen Raum verschwinden und in Trinkerräumen unsichtbar verwahrt werden.
Um das durchzusetzen sollen nicht nur Platzverweise erteilt, sondern auch immer mehr öffentlicher Raum, z.B. rund um den Hauptbahnhof, privatisiert und dann von Sicherheitsdiensten „betreut“ werden.
- Selbst ein, eigentlich begrüßenswertes, Winternotprogramm soll missbraucht werden Obdachlose zu registrieren und „Rückführmaßnahmen“ zuzuführen.
- In Folge galoppierender Gentrifizierung werden immer mehr Menschen, die mit dem Mietenwahnsinn nicht mit halten können aus ihren angestammten Quartieren vertrieben, wodurch nicht nur die vorhandenen sozialen Strukturen in den „Szenequartieren“ zerstört werden, sondern andernorts soziale Brennpunkte eskalieren und Menschen in eine räumliche Falle getrieben werden.
Gleichzeitig sollen demokratischen Rechte, die sich die Hamburger per Volksentscheid erkämpft haben, wieder kassiert werden.
So schwadroniert die SPD seit den letzten Wahlen immer wieder davon das neue Hamburger Wahlrecht wieder durch das alte zu ersetzen, obwohl noch nicht einmal verfassungsgerichtlich festgestellte Anforderungen, wie die Streichung einer Zugangshürde auf kommunaler Ebene, erfüllt sind.
Mit dem „Hamburger Vertrag“ wird ein vermeintlicher Konflikt zwischen allgemein als notwendig erachtetem Wohnungsbau und demokratischen Rechten postuliert und die Möglichkeit zu Bürgerentscheiden beschnitten.

Wer zeigen will, dass er/sie diese Entwicklungen nicht stillschweigend hinnehmen will, kommt am besten am Donnerstag den 15.09.11, um 17:30h, eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Sitzung der Bezirksversammlung Mitte nach der Sommerpause, um vor der Bezirksversammlung zu betteln, der Prostitution nachzugehen, zu trinken und die Abgeordneten freundlich zu begrüßen.
Um 18:00h, zu Beginn der Sitzung, kann der eigenen Meinung auch noch in der Bürgerfragestunde nachgegangen werden.

Stadt für ALLE und echte Demokratie!
Keine Vertreibung und soziale Spaltung!

HAMBURG IST KEIN SCHREIBERGARTEN !!!

*** Danke für die Weiterleitung! ***