Archiv für Januar 2012

hafentor – die leute wollen mitbestimmen

7 meter from anwohnerinitiative hafentor on Vimeo.

hamburg: jetzt reichts! dem frauenmusikzentrum wird das zentrum genommen

okay, die mieten steigen. okay, das senatsamt für gleichstellung ist weg. okay, das museum für arbeit hat keine abteilung für frauengeschichte mehr, weil es nicht im zeitgeist liegt. okay, altona ist verloren an die investoren. aber ausgerechnet eine der letzten hinterhof nischen ottensens, das frauenmusikzentrum, durch die blöde scheiß gentrifizierung auch noch zu verlieren? das kann man (sic) doch nicht mit sich machen lassen. mit freude erinnern wir uns nach an ladyfest und espressiva, musikalische ereignisse, die die stadt gerockt haben und fordern:
große räume fürs fm: z jetzt und sofort.

Liebe Freunde und Freundinnen des FMZ,

am heutigen Tage wurde unser Mietverhältnis gekündigt. Zum 1. März 2013 müssen wir unsere Räumlichkeiten in der Großen Brunnenstraße 63a verlassen.
Nun liegt es in unserer Hand, was wir aus dieser Situation machen!

Unser Vermieter hat mehrere Flächen des Clausenhofes zum Verkauf angeboten. Augenscheinlich haben sich nun Kaufinteressenten gemeldet, die die Fläche des FMZ sowie die nebenan gelegenen Büroflächen zu einem Preis von 950.000€ kaufen möchten.

Der Verkauf wird in den nächsten Wochen über die Bühne gehen!
Unsere dringliche Bitte an euch: Nutzt eure Netzwerke!!!
Wer kennt InvestorInnen, die an einer solchen Fläche Interesse haben könnten? Gibt es vielleicht Möglichkeiten zum Zusammenschluss (InvestorInnengemeinschaft)?
Alle Informationen zur Immobilie haben wir euch als pdf angehängt. Schickt sie an alle Menschen, die potenziell Interesse haben könnten.

Wir haben nicht viel Zeit! Alles was euch einfällt, schreibt uns direkt oder ruft an unter untenstehender Telefonnummer.
Wenn dort niemand zu erreichen ist, bitte Maria Pallasch mobil unter 0174-93 25 788 anrufen!

Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten!

Liebe Grüße,

Euer Team
Maria Pallasch, Anne Koenen, Anna Weiße

frauenmusikzentrum (fmz)
grosse brunnenstrasse 63 a
22763 hamburg-ottensen

fon: (0)40-39 27 31
info@frauenmusikzentrum.de
www.frauenmusikzentrum.de

bürozeiten: di und mi von 11-15 uhr, do 17-21 uhr

bildwechsel stellt filme online

bildwechsel, der dachverband für frauen+/medien/kultur beginnt damit schätze ins netz zu stellen. wir freuen uns sehr über den ersten film, einmal wegen dem zeitpuffer, von dem man nie genug vorrat haben kann, aber auch wegen dem breiten hamburgisch das im film gesprochen wird. schön zu hören und zu sehen:
http://durbahn.net/50fenster-50windows/index.html

Partisan des Möglichen. Vortrag über Lefebvre

derive – Radio für Stadtforschung dokumentiert den Vortrag „Ich bin ein Partisan des Möglichen“ von Klaus Ronneberger über Henri Lefebvre. Die Sendung kann über das Sendungsarchiv von Radio Orange FM 94.0 nachgehört werden. Hier die Ankündigung, inkl. Literaturhinweisen:

Der 1991 verstorbene französische Stadtphilosoph und -soziologe Henri Lefebvre ist gerade in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum wieder zu einer der zentralen Figuren in der Stadtforschung geworden. Das, obwohl seine Bücher zu städtischen Themen erstens schlecht übersetzt und zweitens auf Deutsch nur mehr antiquarisch erhältlich sind. Aktuell ist Henri Lefebvre in erster Linie durch seine Forderung eines „Recht auf Stadt“ bekannt. Unter diesem Slogan versammeln sich weltweit stadtpolitische Gruppen mit ihren Aktivitäten gegen die Auswirkungen einer neoliberalen Stadtpolitik.

Am 4. Oktober 2010 hat der Frankfurter Stadtforscher Klaus Ronneberger im Rahmen des von dérive veranstalteten Festivals urbanize! Int. Festival für urbane Erkundungen in Wien einen Vortrag über Henri Lefebvre gehalten. Der Titel des Abends lautetet „Die Stadt ins Werk setzen. Ein Abend über Henri Lefebvre“. Neben Klaus Ronneberger wirkten die KünstlerInnen Helmut Weber und Sabine Bitter sowie die Kulturtheoretikerin Elke Krasny an diesem Abend mit. Klaus Ronneberger gewährte in seinem Vortrag vor einem dicht gefüllten Saal einen Einblick in Lefebvres Thesen zur Produktion des Raumes, zur Urbanisierung und zum Recht auf Stadt.

Klaus Ronneberger, Studium der Kulturanthropologie, Europäischen Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaften. Langjähriger Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main. Gegenwärtig freier Publizist.

Weiterführende Informationen:
- Klaus Ronneberger: Eingreifendes Denken – Zur Aktualität Henri Lefebvres. In: dérive – Zeitschrift für Stadtforschung 40/41
- Klaus Ronneberger: Henri Lefebvre und die Frage der Autogestion
- Henri Lefebvre (Wikipedia)
- Klaus Ronneberger, Stephan Lanz, Walther Jahn: Die Stadt als Beute. Bonn: Dietz, 1999
- urbanize! Internationales Festival für urbane Erkundungen Wien: www.urbanize.at

Redaktion und Sendungsgestaltung: Christoph Laimer und Elke Rauth
Signations: Bernhard Gal (www.bernhardgal.com)
Sendungsverantwortung: Elke Rauth
Information und Kontakt: www.derive.at, mail@derive.at