mieten auf st pauli steigen und steigen

und jetzt muss ein kleiner käsekuchenladen gehen. ich war kein fan von dem käsekuchen. einmal probiert und naja. aber das heißt ja nichts. ich bin fan von einer gemischten ladenstruktur. davon, dass es interessant ist zu bummeln. das an einem frühlingstag wie heute, der spaziergang durch unterschiedliche ideen bereichert wird. ich mag riesige läden genauso wie kleine und am liebsten alles durcheinander. so wie es aber gerade in hamburg läuft wird alles nur noch langweiliger. schon vor zwei drei jahren stellte die broschüre „trendy teuer langweilig“° das fest und wenn jetzt auch noch trendy und teuer gehen und nur noch langweilig bleibt, dann werden nach den gesetzen des marktes in zehn jahren die mieten ins bodenlose fallen, weil alle hier wegziehen, die es müssen und alle die es können um es irgendwo lebenswerter zu haben. denn einererseits, sieht man jetzt mal von der konsumseite weg, werden die wohnlagen langweiliger, weil nur eine bestimmte klientel sich teure mieten leisten kann, aber alle sich billige mieten leisten können und andererseits werden selbst, die, die sich hohe mieten leisten können in ihren entscheidungen konservativer, weil die risiken steigen. ist also nun wirklich für alle schlecht mit den hohen mieten. und es ist und bleibt eine politische entscheidung, gerade in hamburg, wo ein städtisches unternehmen, die saga, der größte vermieter ist. also senat: aufhören mit den hohen mieten. und für die saga heißt es: vorbild sein: mieten senken.

°gibt es leider nicht mehr im netz


3 Antworten auf „mieten auf st pauli steigen und steigen“


  1. 1 karlo 25. März 2012 um 15:00 Uhr

    Meine Güte.
    Darf zitieren, aus dem Morgenpost Artikel? “
    „“„Wir sind in wahnsinnig schrottige Läden gegangen und haben dafür gesorgt, dass es hier schöner wird, und jetzt werden wir dafür bestraft“, sagt Stepha.“"

    So was kommt eben von so was. Hör mal – „KÄSEKUCHENLADEN“. Und: hippe Klamottenhöker, Schuhladen, Friseurschwemme, Latte-Machiato-Schuppen, Bedarf „für das ’schöne‘ Leben-Läden“???
    Hippe Konsumscheiße zieht noch hippere Konsumscheiße nach.

  2. 2 Administrator 25. März 2012 um 18:38 Uhr

    Ja, das stimmt ja. Ist ja nicht so, dass ich für jeden Nippes bin, aber lieber Nippes als noch ne Kette, das wollte mein Argument sein. Und eben, dass es jetzt doch wirklich mal reicht mit dem ständigen Mietensteigen. Und natürlich haben Leute, die ein Viertel hübscher, interessanter, trendiger machen, Leute mit (hier jetzt das schlimme Wort) „kreativen“ Ideen, unter den derzeitigen Bedingungen schuld daran, dass die Mieten steigen, aber dann müssen wir die Bedingungen ändern. Kann ja nicht sein, dass alle Studierenden, alle KünstlerInnen, alle Leute mit mittlerem Gehalt, alle Arbeitslosen, die sich ein Stück Garten am Strassenrand basteln, alle kleinen Geschäftsleute, alle „Orginale“ mit interessanten Biografien, die innenstadtnahen Viertel verlassen müssen, weil sie sie so hübsch und begehrenswert für Neue machen.

  3. 3 ich liebe kuchen 26. März 2012 um 10:56 Uhr

    die broschüre gibt es noch an anderen orten im netz, zb: trendy, teuer, langweilig

    ps: carlo, mit deiner kritik des breitschwerts: welche arten von läden bleiben dann, die auf keinen fall „hipp“, „buh“ oder „igitt“ sind? zb all diejenigen, die vor mehr als 10 jahren aufgemacht haben? oder nur gemüseläden? mit dieser sortierung kommen wir nicht weit. ich denke aber sehr wohl, dass sich gerade der kuchenladen, sowie auch der plattenladen nebenan, deutlich von vielen anderen neueröffnungen im viertel unterscheiden, und (leider) noch deutlicher von künftigen neueröffnungen unterscheiden werden. dann macht es allein schon einen unterschied, welches gewerbe sich 1200 euro miete leisten kann und welches nicht.

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