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brainreading

Britischen Forschern ist es gelungen, mit bildgebenden Verfahren Kontakt zu Menschen mit schweren Hirnschädigungen aufzunehmen.

Wer im Wachkoma liegt, weist normalerweise derart schwere Hirnverletzungen auf, dass Mediziner bislang annahmen, dass keine Kommunikationsaufnahme mehr möglich ist. Doch das scheint nicht immer der Wahrheit zu entsprechen, wie eine neue Studie[1] zeigt, die mit bildgebenden Verfahren arbeitete. Eine der Testpersonen konnte darin eine Reihe von Ja-Nein-Fragen beantworten – und zwar ganz allein über die Interpretation von Gehirnscans.

Die Untersuchung zeigt, wie schwer es sein kann, Menschen mit diesen Krankheitsbildern zu diagnostizieren – und dass neue Techniken helfen könnten, sie doch noch zumindest teilweise ins Leben zurückzuholen. Das wirft zahlreiche ethische und philosophische Fragestellungen auf, unter anderem, was sich als bewusste Wahrnehmung interpretieren lässt und wie diese messbar ist.

„Meiner Ansicht nach ist dieses Paper ein Durchbruch in den Kognitionswissenschaften und der Neurologie – und wird wohl die Basis für eine neue Diskussion darüber liefern, was es bedeutet, wach, aufnahmefähig und letztlich ein Mensch zu sein“, meint Allan Ropper. Der Neurologe am Brigham and Women’s Hospital in Boston kommentierte die Studie für das „New England Journal of Medicine“.

Bereits 2006 publizierte Adrian Owen, Neurologe des Medical Research Council (MRC) im britischen Cambridge, erstmals über seine erstaunliche Entdeckung: Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT), einer indirekten Messung der Gehirnaktivitäten über ein bildgebendes Verfahren, konnte er Kontakt mit einem Wachkoma-Patienten aufnehmen, der komplexe Kommandos ausführte. Die neue Studie baut auf diesen Erkenntnissen auf und zeigt, dass dieser Patient kein isolierter Vorfall war und fMRT tatsächlich zur Kommunikation mit Patienten genutzt werden kann, die sonst nicht ansprechbar erscheinen.

Diese Erkrankungen werden gerne mit dem eigentlich falschen Begriff „Koma“ bezeichnet, der jedoch üblicherweise nur Tage oder Wochen dauert. Danach wacht ein Patient entweder auf oder wechselt in ein sogenanntes apallisches Syndrom, bei dem er seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt. Alternativ kommt es auch zu einem minimal bewussten Zustand, bei dem der Betroffene zwischenzeitlich lachen oder weinen kann, manchmal nach Objekten greift und sogar einfache Fragen beantwortet. Die Diagnose eines Wachkomas erfolgt üblicherweise mit einigen neurologischen Untersuchungen, die prüfen sollen, ob eine Umweltwahrnehmung stattfindet oder nicht.

Bei der neuen Studie wurden Patienten, die entweder in einem Wachkoma-Zustand oder minimal bei Bewusstsein waren, gebeten, sich vorzustellen, dass sie Tennis spielen oder durch eine Straße einer ihnen bekannten Stadt laufen. Bei gesunden Menschen aktiviert jede dieser Aufgaben einen charakteristischen Teil des Gehirns – das für Bewegung zuständige Zentrum oder jenes, das die räumliche Vorstellungskraft steuert. So war es den Forschern potenziell möglich, mittels bildgebender Verfahren zu unterscheiden, was sich die Person gerade vorstellt. Die Aufgaben sind außerdem kognitiv komplex: Der Patient muss das Kommando verstehen, es während des Versuchsverlaufs behalten und dann die gewünschte Visualisierung vornehmen.

Die MRC-Forscher fanden heraus, dass fünf von 54 Wachkoma-Patienten ihre Gehirnaktivität willentlich beeinflussen konnten. Das legt nahe, dass Menschen mit geringen oder gar keinen Anzeichen von Bewusstsein dennoch messbar ansprechbar sein könnten – wenn auch in seltenen Fällen. Die fünf Patienten hatten Hirnschäden aufgrund von Kopftraumata statt aufgrund von Sauerstoffmangel davon getragen – ein Hinweis darauf, dass diese Personengruppe bessere Heilungschancen haben könnte.

Das Team zeigte dann bei einem der Patienten – einem 22jährigen, der vor fünf Jahren nach einem Autounfall als Wachkoma-Betroffener diagnostiziert worden war –, dass die Technik auch zur Kommunikation genutzt werden kann. Die Versuchsperson wurde gebeten, sich ein Tennisspiel vorzustellen, wenn die Antwort auf eine Frage „ja“ lautete – und sein Zuhause, wenn die Antwort „nein“ lautete. Auf diese Weise konnte er fünf von sechs Fragen korrekt beantworten. Um Fehler auszuschließen, ließen sich die Forscher erst nach dem Test die Fragen von seiner Mutter beantworten und verifizierten sie so. Bei der letzten Frage gab der Patient wiederum keine falsche Antwort, sondern zeigte schlicht keine Gehirnaktivität. Den MRC-Wissenschaftlern zufolge könnte er eingeschlafen sein, das Bewusstsein verloren haben – oder er wollte nicht antworten.

Das Team zeigte dann bei einem der Patienten – einem 22jährigen, der vor fünf Jahren nach einem Autounfall als Wachkoma-Betroffener diagnostiziert worden war –, dass die Technik auch zur Kommunikation genutzt werden kann. Die Versuchsperson wurde gebeten, sich ein Tennisspiel vorzustellen, wenn die Antwort auf eine Frage „ja“ lautete – und sein Zuhause, wenn die Antwort „nein“ lautete. Auf diese Weise konnte er fünf von sechs Fragen korrekt beantworten. Um Fehler auszuschließen, ließen sich die Forscher erst nach dem Test die Fragen von seiner Mutter beantworten und verifizierten sie so. Bei der letzten Frage gab der Patient wiederum keine falsche Antwort, sondern zeigte schlicht keine Gehirnaktivität. Den MRC-Wissenschaftlern zufolge könnte er eingeschlafen sein, das Bewusstsein verloren haben – oder er wollte nicht antworten.

„Das ist zwar nur der erste Fall, aber er zeigt zumindest, dass Technik die Grenzen verschieben kann, was an Diagnostik am Krankenbett möglich ist“, meint Steven Laureys, Leiter der Komaforschungsgruppe an der Universität von Liege in Belgien. Der Forscher, der Mitautor der MRC-Studie war, sieht bereits Auswirkungen auf Pflegestandards und aktuelle Richtlinien auf den Medizinbetrieb zukommen.

So könnte solchen Patienten künftig mehr Einfluss auf ihre Behandlung gewährt werden. Bis es so weit ist, müssen jedoch noch zahlreiche wissenschaftliche, ethische und rechtliche Fragen geklärt werden. Bei dem Experiment wurde der Patient beispielsweise nicht befragt, ob er Schmerzen hatte – stattdessen ging es um Themen, die sich nachprüfen ließen. „Bevor wir so wichtige Dinge wie Wohlbefinden, Behandlungsformen oder Fragen von Leben und Tod angehen, muss in der Medizinwelt noch viel diskutiert werden.“

Wie stark bei Bewusstsein diese Patienten wirklich sind, lässt sich nicht überprüfen. Klar ist nur: Im Gegensatz zu Menschen mit dem sogenannten Locked-in-Syndrom, bei dem es zwar zu einer fast vollständigen körperlichen Lähmung, aber dem Erhalt kognitiver Fähigkeiten kommt, existieren hier starke Gehirnschädigungen, die schwerwiegende Auswirkungen haben. „Selbst wenn sie auf eine einfache Frage ja oder nein antworten können, heißt das noch nicht, dass sie die kognitiven Fähigkeiten besitzen, komplexe Probleme zu lösen. Wir wissen das einfach noch nicht“, sagt Martin Monti, Postdoc am MRC und einer der leitenden Autoren der Studie.

Im Fall des 22jährigen Unfallopfers war besonders spannend, dass es Medizinern zuvor nie gelungen war, Kontakt mit ihm aufzunehmen. (Einige Wachkoma-Patienten können immerhin mit den Augen zwinkern.) „Das muss bedeuten, dass es irgendwo in seinem System ein Problem gibt, das dafür sorgt, dass er seine kognitiven Fähigkeiten nicht mehr in Bewegungen umsetzen kann“, meint Monti. „Sprache kann er verstehen, er konnte uns hören und sich die gewünschten Dinge vorstellen. Das sind alles ziemlich komplexe Aufgaben.“

Die MRC-Forscher versuchen nun, alternative Methoden zur Messung der Gehirnaktivität zu entwickeln, um sie auch bei anderen Patientengruppen anzuwenden. FMRT ist teuer, zeitintensiv und eine technische Herausforderung – die Patienten müssen während des Scans stillliegen, ein Problem für jene, die ihren Körper kaum kontrollieren können. EEGs zur Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns wären eine billigere und leichter nutzbare Alternative, wenn sie auch kein Bild wie fMRT liefern. Laureys und seine Kollegen testen die Geräte gerade. Vorstellbar wären auch neue elektronische Gehirnschnittstellen, über die Patienten mit ihrer Umwelt kommunizieren könnten.

„Ich denke, dass diese Werkzeuge relativ schnell entwickelt werden, weil es hier eine hohe Dringlichkeit gibt“, meint Nicholas Schiff, der ähnliche Untersuchungen am Weill Cornell Medical College in New York durchführt. „Wir wollen wissen, wie verlässlich diese Patienten kommunizieren können.“ Dann werde es möglich, ihnen neue Wege zu eröffnen, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/tr/artikel/Kommunikation-mit-Wachkoma-Patienten-923926.html

npd demonstration am 5.12. in buchholz

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http://www.nazis-aufhalten.de/buchholz/

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„der blog ist ein pöbelmedium“

die einheitsfeierei ist hin- und wieder belustigend: habe heute im dlf einen moderator darüber jammern hören, dass die offizielle geschichtsschreibung noch immer nichts von der totalitarismustheorie hören will und damit die verbrechen stalins verschweige und den vergleich verbiete.
vergleichen nicht verboten: stalin hat den 2. weltkrieg nicht angefangen, sondern beendet, hat auschwitz nicht erschaffen sondern befreit usw., wichtiger scheint jedoch vielen deutschen der bodycount und der daraus gezogene, sehr banale schluß, stalin habe auch viele menschen umgebracht. wär hätte das gedacht!
von der gruppe inex gibt es einen lesbaren text zum thema „totalitarismustheorie“ und „extremismustheorie“, der sich u.a. mit dem ende der ddr und der verharmlosung des holocaust befaßt.