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zomia möchte sich nicht räumen lassen.

unter dem schönen motto: zomia bleibt, schreiber geht, bambule kommt, bitten sie um unterstützung. hier der pressetext zum nachlesen:
Wagenplatzräumung ab 3.11? Nicht mit uns.

Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine
Räumungsanordnung erhalten. Frist: 3.11. – mit sofortiger Vollziehbarkeit.

Der Antrag auf Einrichtung eines Wagenplatzes wurde am 14.10. mit dünnster
Begründung abgelehnt. Es gibt keine Sachargumente gegen die aktuelle
Fläche in Wilhelmsburg, es gibt keine real möglichen Alternativen. Seit
einem Jahr gibt es keine Konstruktivitäten. Der Bezirk schillert mit
Räumungsanordnungen und repressiver Prolligkeit: „Bis Ende November ist
Zomia Geschichte!“. Bürgerschaft, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
und Bürgermeister-Staatsräte produzieren seit einem Jahr Verwaltungsakte
und Ausschusssitzungen und glänzen mit Zurückhaltung. Ergebnis unterm
Strich: keins. Markus Schreiber darf weiter aufräumen.

Wir haben genug. Wir lassen uns nicht einfach wegräumen! Wir wollen in
Hamburg leben und im Wagen leben. Und wir lassen uns nicht aus der Stadt
vertreiben. Wir werden es nicht akzeptieren, dass es in der Stadt Hamburg
keinen Platz für uns geben soll. Hamburg muss sich jetzt entscheiden, ob
es ein weiteres Mal mit repressiver Law-and-Order-Politik gegen
Wagenplätze vorgehen will und Markus Schreibers Feldzug der Verwertung und
Vertreibung den Weg ebnen will. Viele unterschiedliche Brandherde des
Protests gegen kapitalistische Stadtentwicklung, Aufwertung und
Vertreibung in Hamburg zeigen, dass das Fass schon übergelaufen ist.

Vor einem Jahr ist die Wagengruppe Zomia (20.11.2010) mit der offenen
Besetzung eines Platzes in Wilhelmsburg angetreten um nach fast 10 Jahren
auf die unveränderte Lage hinzuweisen: Menschen in Hamburg wollen gerne
offen kollektiv im Wagen wohnen. Nach der Räumung der Wagenplätze
Hellgrundweg (2000), Schützenstraße (2002), Paciusweg (2002), Bambule
(4.11.2002), Wendebecken (2004), Parkplatz Braun und auf mindestens 18
Plätzen der Wagengruppe Dosengarten (2000) unter der Führung von Ronald
Schill / Ole von Beust und auch dort bereits Markus Schreiber klafft noch
immer eine tiefe Lücke. „Aus für alle Bauwagen“ war damals das Motto der
Rechtspopulisten für die nächsten Jahre. „Wir ziehen diese Sache jetzt
durch“, lässt sich Markus Schreiber im Oktober 2011 zitieren, und: „Wenn
nichts Unvorhersehbares geschieht, dann ist der Zomia-Bauwagenplatz Ende
November Geschichte“.

Seit Schill nix gelernt? Na dann!
Lassen wir das Unvorhergesehene geschehen!
Zomia bleibt. Es reicht.

Wir fordern von Markus Schreiber und dem Bezirk Mitte die sofortige
Rücknahme der Räumungsanordnung!

Wir fordern Olaf Scholz, Jutta Blankau als Senatorin für Stadtentwicklung
und Umwelt und die hamburgische Bürgerschaft dazu auf, öffentlich Position
zu beziehen für eine tolerante Stadt, für Wagenplätze und gegen Markus
Schreibers Feldzug der Vertreibung.

Wir fordern nach den Handlungen der letzten Jahren und Monate von der
Bezirksversammlung Mitte die Abwahl von Markus Schreiber als
Bezirksamtsleiter.

Der Zaun muss weg!

„Ganz ehrlich, ES REICHT!
Darum findet am 1. Oktober ab 14 Uhr eine Demo gegen Schreibers ausgrenzende Politik statt, die an der Kersten-Miles-Brücke, Helgoländer Allee, beginnt.

Der Aufruf zur Demo:

Der vor mehr als einer Woche gebaute Zaun an der Kersten-Miles-Brücke setzt der Vertreibungspolitik in Hamburg endgültig die Krone auf! Anstatt ernsthafte Schritte gegen Wohnungsnot und Mietenwahnsinn zu unternehmen und ausreichend Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen, werden die am härtesten Betroffenen dieser Entwicklung zu vertreiben versucht. Treibende Kraft hierbei ist der Bezirksamtsleiter – Mitte Markus Schreiber. Neben Vertreibung von Sexarbeiter_innen aus St. Georg und St. Pauli, der geplanten Räumung des Wilhelmsburger Wagenplatzes „Zomia“, der Privatisierung von Bahnhofsgeländen zur Vertreibung von Obdachlosen aus dem Stadtbild, werden Nachbarschaftsinitiativen und selbstverwaltete Wohnprojekte vom Mitgestalten an der Stadt ausgeschlossen bzw. massiv in Ihrer Arbeit behindert. Dies sind nur einige Beispiele einer langen Liste von verfehlter Stadtteilpolitik. Das werden wir nicht länger dulden! Deshalb fordern wir:

1. Sofortiger Rückbau des Zaunes unter der Kersten-Miles-Brücke
2. Schaffung von menschenwürdigen Wohnraum statt Schikanierung von Obdachlosen
3. Aufstockung der Finanzmittel im sozialen Sektor
4. Keine Privatisierung von Bahnhöfen und deren Vorplätzen
5. Keine Vertreibung des Wagenplatzes Zomia
6. Keine Vertreibung der SexarbeiterInnen aus St.Georg und St. Pauli
7. Rücktritt Markus Schreibers von seinen Ämtern aufgrund von unsozialem Verhalten!

Ohne Rückbau des Zaunes und Rücktritt Markus Schreibers, lehnen wir jegliche Schlichtungsgespräche ab.

Menschenwürde ist nicht verhandelbar!

„Anwohnerinitiative Münzviertel“ – „Attac Hamburg“ – „Avanti – Projekt undogmatische Linke“ – „Bündnis Zaun muss weg“ – „Die Linke Bezirksverband Mitte“ – „Die Linke Landesverband Hamburg – „Echte Demokratie jetzt“ – „Elbrausch für alle“ – „Hedonistische Internationale“ – „Hinz & Kunzt“ – „one of many e.V.“ – „Piratenpartei Hamburg“ – „Politsch korrektes Bier“ – „St. Pauli Perlen – „Topfschlagen gegen Mietenwahnsinn und Wohnungsnot“ – „Wagenplatz Zomia“

Demo nach dem Paulispiel

Heute, Freitag der 23.te, um 20. 00 23.9. Demo: Markus Schreiber abschreiben!
Ort: Südkurvenvorplatz (Budapester Straße, St. Pauli)

Aktivist_innen aus dem Umfeld des FC St. Pauli rufen für den morgigen Freitag zu einer spontanen Demonstration nach dem Spiel gegen Aue auf. Anlass ist die Errichtung eines Sperrzaunes an der naheliegenden Kersten-Miles-Brücke. Durch den Zaun, der einem Atomkraftwerk alle Ehre machen würde, sollen Wohnungslose vertrieben werden, die unter der Brücke Schutz vor der Witterung suchen. Bereits vor einiger Zeit wurden ein Bachlauf und große Steine zur Vertreibung der dort lebenden Menschen errichtet. Nachdem dies nichts nutzte, sollen es nun gewalttätig anmutende Gitter schaffen.

Wenn dies Schreibers ?Visionen für St. Pauli? sind, ist es richtig und notwendig, auf die Straße zu gehen, um die Verantwortlichen von SPD und Grünen im Bezirk Mitte abzuschreibern und gegen Aufwertung und Vertreibung Position zu beziehen. Nicht nur an der Kersten-Miles-Brücke findet Vertreibung von Wohnungslosen statt. Auch auf dem Spielbudenplatz und anderen Orten auf St. Pauli werden Menschen ohne festen Wohnsitz systematisch vertrieben.

Die Aufwertung des Stadtteils, steigende Mieten und anschließende Vertreibung haben dabei einen gemeinsamen Ursprung: Eine kapitalistische Stadtentwicklung, die unter neoliberalen Vorzeichen als Standortpolitik für die Marke Hamburg betrieben wird.

Recht auf Straße für alle und überall: Keine Vertreibung von Sexarbeiter_innen, Drogenkonsument_innen und Menschen ohne festen Wohnsitz!
Mietenwahnsinn stoppen ? Wagenplätze verteidigen!

Weitere Informationen:
http://www.hinzundkunzt.de/das-thema/schreibers-zaun
http://florableibt.blogsport.de/2011/09/22/fr-23-9-20-uhr-demo-markus-schreiber-abschreiben/

Aufruf: http://de.indymedia.org/2011/09/316615.shtml
Als PDF zum ausdrucken: http://florableibt.blogsport.de/images/Schreiber_abschreiben.pdf

Scholz Regierung verschlechtert die Situation für Hamburgs Arbeitslose

Gelder für Programme in denen Jugendliche Arbeitslose ihren Hauptschulabschluss machen können werden genauso gestrichen wie Arbeitsmarktprojekte für Frauen. Stattdessen sollen alle ungeachtet ihrer Voraussetzungen gleich behandelt werden. Dieses „Rasenmäherprinzip“ hat unseres Erachtens rein gar nichts mit sozialer Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit oder Bildungsförderung zu tun.

RindermarkthallenaktivistInnen erzielten einen großen Erfolg

Seit über einem Jahr streiten die AktivistInnen aus den umliegenden Vierteln mit dem Bezirk Mitte um die zukünftige Nutzung des Geländes der alten Rindemarkthalle an der Feldstraße in Hamburg. Wollte der Bezirk dort eine Music-Hall und eine Markthalle einrichten so wollte die AnwohnerInnen selber mitentscheiden, ob sie noch mehr Eventlocations in der Gegend brauchen und wie die Stadt sich ihrer Meinung nach entwickeln sollte. Nun ist die Music-Hall gekippt und die Nahversorgung wird durch mehre Supermärkte auf dem Gelände gesichert. Das ist ein riesiger Schritt nach vorne für die Initiative. Denn immerhin wurde so verhindert, dass über die Köpfe der BürgerInnen hinweg darüber entschieden wurde, was für sie das beste sei. Nun gilt es aber weiterhin noch, den Planungsprozess den die Initiative „Die Leute Real“, Teil des Recht-auf-Stadt-Netzwerks, initiiert haben ernst zu nehmen und Raum für Idee aus der Nachbarschaft auf dem riesigen Arreal zu schaffen. Wir sind da immer noch für ein Weizenfeld. Nach der erfolgreichen Aneignung des Gängeviertels und der Ersetzung des Höchstgebotsverfahrens durch das Bestgebotsverfahren bei der Grundstückvergabe, zeichnet sich hier nun ein weiterer großer Erfolg des Recht-auf-Stadt-Zusammenhangs ab.

aktuelle lage des kunstvereins

ob er nun wirklich pleite ist, oder die leitung nur eine menge wirbel veranstalten wollte ist immer noch fraglich, aber im art-magazin findet sich ein interessanter artikel dazu.

altona planungswerkstatt mit empörten bürgerInnen

scholz seine big city ideen

werden treffend und anregend in jf`s blog beschrieben. da findete man gute stichwörter um mehr über den neuen kurs der hamburger stadtentwicklung lesen zu können.

tunten sur le radio galore

ja, es gibt sie noch: die großen versteckten klunker der subversion.
die vor nichts halt machen. die in bahnbrechendem tempo ihre intellektuelle, finanzielle, ideelle, und physische selbstausbeutung betreiben nur um euch ein subversives diadem ins haar stecken zu können.
warum sind tunten subversiv? weil sie als weibische kerle und männliche torten energisch und mit viel witz für ein leben jenseits der kategorien kämpfen wie ein königspudel um seinen kaviar und warum sind es blessless und didine? weil sie in einer stadt, die kultur und kleinkunst mit füssen tritt um sie dann als toursimusfaktor in geld umzuwandeln seit jahrzehnten immer wieder erheitern, verdutzen, erstaunen und erfreuen.
mindestens uns und hier kommt nun der informationsteil dieser werbung:

Radio & Web: Mittwoch 31.8.2011 Zwei Stimmen im Fummel auf fsk Radio, 21-23 Uhr

FSK Radio: Frequenzen: 93 MHz Antenne, 101.4 MHz Kabel in Hamburg
Livestream:http://www.fsk-hh.org/livestream

Zwei Stimmen im Fummel
Die Zwei Stimmen im Fummel möchten am Vorabend des Antikriegstages mit dem Gemischten Kaleidoskop von Asienan Lucrecia Kasilags Erbe erinnern. Blessless Mahoney, Didine van der Platenvlotbrug und die Hexe von Passau werden aleatorisch ihre und Ihre Tonalität im Sinne des datadám datadám datadám damdám erweitern. Kurz: Wenn der Móps mit der Wúrst übern Rínnstein spríngt!

2.
Mittwoch 30.11.2011 fsk Radio, 21-23 Uhr

FSK Radio
Zwei Stimmen im Fummel
Die Zwei Stimmen im Fummel widmen sich in dieser Sendung den Mauern in unseren Köpfen und Großstädten. Musikalische Herzensbildung mit der swingenden Abrissbirne. Feiern Sie mitDidine van der Platenvlotbrug und Blessless Mahoney auf ihrem akustischen Ruinenrundgangschon 31 Tage vor dem Jahreswechsel das Ende einer Welt. Studiogäste: das Waisenkind Hopsa und der Rosenkavalier!

kunstverein nicht mehr in der lage gehälter zu bezahlen

oder versteckt sich hinter meldung des abenblatts, dass der kunstverein sich nicht mehr in die lage versetzt sieht miete, gehälter und austellungen zu finanzieren, eine gelungene aktion mit dem zweck darauf hinzuweisen wie unwichtig die kultur und bildung den städtischen politiken geworden ist. wenn es letzters ist dann: respekt kunstverein. wenn ersters dann macht uns die nachricht sauer.

um mal aus dem persönlichen nähkästchen zu plaudern: dass die nächste kleine bücherhalle eine halbe stunde zufuss von unserem wohnort ist finden wir schlimm und trauern immer noch der am großneumarkt und der in der trommelstraße und der in eppendorf nach. auf der einen seite soll bildung in zeiten der dienstleistungs- und kreativökonomien die städtische ressource der zukunft sein, natürlich neben der hafenindustrie, und auf der anderen seite wird an den gut eingeführten städtischen bildungsinstitutionen wie hochschulen, schule, kunsthäusern, museen,theatern, schwimmbädern und bücherhallen gespart ohne ende.
wir finden: nieder mit den leuchttürmen hoch mit strand.

kunstverein nicht mehr in der lage gehälter zu bezahlen

oder versteckt sich hinter meldung des abenblatts, dass der kunstverein sich nicht mehr in die lage versetzt sieht miete, gehälter und austellungen zu finanzieren, eine gelungene aktion mit dem zweck darauf hinzuweisen wie unwichtig die kultur den städtischen politiken geworden ist. um mal aus dem persönlichen nähkästchen zu plaudern: dass die nächste kleine bücherhalle eine halbe stunde zufuss von unserem wohnort ist finden wir schlimm und trauern immer noch der am großneumarkt und der in der trommelstraße und der in eppendorf nach. auf deiner einen seite soll bildung in zeiten der dienstleistungs- und kreativökonomien die städtische ressource der zukunft sein, natürlich neben der hafenindustrie, und auf der anderen seite wird an den gut eingeführten städtischen bildungsinstitutionen wie hochschulen, schule, kunsthäusern, museen,theatern, schwimmbädern und bücherhallen gespart ohne ende.
wir finden: nieder mit den leuchttürmen hoch mit strand.

urbane gärten wachsen wie giersch

alea geduldet est

die würfel vor der alten rindermarkthalle an der feldstraße sind geduldet. finanzbehörde und sprinkenhof ag finden es okay, dass sie da stehen.
jetzt fehlen nur noch die aus steuergeldern generierten finanziellen ressourcen für die planung von den bürgern für die stadt und man wäre einen wirklichen schritt weiter in richtung zukünftige stadtentwicklung. aber erst mal: herzlichen glückwunsch an die aktivistInnen.

mutter, das ist sehr gut so

St-Pauli Würfel: Ein Räumung schwebt weiter durch die Luft

Dienstag 23 August.
Um 12 Uhr begann die Pressekonferenz der Initiative „Unser Arreal“ .
Rund 30 Leute versammelten sich bei den Planungswürfeln die nun seit letztem Freitag auf der Brachfläche vor dem ehemaligen Supermarkt stehen und einen bürgernahen Dialog ermöglichen sollen. Da standen StadtplanerInnen und Kaufleute, StatistikerInnen, Hartz IV EmpfängerInnen und Schreibende, HandwerkerInnen, KünstlerInnen und BäckerreifachverkäuferInnen, fast alle über 30 und in der Lage ihre Wünsche in Bezugnahme auf die städtischen Politiken und Realitäten flüssig und gelassen zu formulieren. Wünsche, von denen die Stadt in ihrer Broschüren und Projektbeschreibungen sagt, dass sie sie jederzeit gerne hören würde.
Die Würfel für eine offene Planung sind aber kein Projekt des Senats, um endlich mal den Kriterien moderner Stadtplanung zu entsprechen und ihre BürgerInnen und WählerInnen ernst zu nehmen, sondern ein Geschenk von St.PaulianerInnen und GängerviertlerInnen an Hamburgs BürgerInnen und ihre gewählten RepräsentantInnen.

Hier könnte sie stattfinden die Partizipation. Die Stadtplanung der Zukunft in der die Wähler wenigstens als „aktive Konsumenten“ städtischer Politik ernst genommen werden. Hier könnte ein politischer Aushandlungsprozess Raum fassen und eine Stadt könnte sich ganz ohne Internationale Baustellung aus den eigenen Ressourcen heraus neu erfinden. Jubeln nun die Behörden? Freuen sie sich über das Engagement der Menschen für ihre Viertel? Sind sie begeistert darüber endlich mal die „Bürgerbeteiligung“ zu erleben zu der sie so gerne einladen? Glücklich mit den hübschen Pflanzen und den temporären Bauten?

Nein, sie wollen die Würfel räumen lassen, wissen nur noch nicht genau wie. Also versuchen sie es mit Aussagen wie „Die Pächter möchten das nicht“.
Die Pächter, das ist eine Securityfirma die auf Nachfrage durch die Initiative sagte, dass sie gar nichts gegen die Würfel hätte. Die fänden sie sogar ganz gut. Die wollen also nicht räumen lassen. Wer ist es dann, der räumen lassen will ? Gestern schrieben wir noch die Finanzbehörde. Eben allerdings wurde erzählt, dass ein Sprecher der Finanzbehörde davon nichts gewusst haben wollte, es aber auch nicht dementieren möchte.
Gehen wir das Ganze mal durch:
Das Grundstück gehört dem Land Hamburg. Die Sprinkenhof AG verwaltet es. Die Securityfirma pachtet es.
Die Bauplanung liegt in den Händen des Bezirks und damit in der Verantwortung von Hansaplatz-Schreiber, dem Bezirksbürgermeister von Mitte. Wenn der Standort Bedeutung für die ganze Stadt hat, also das Bundesland Hamburg hat, dann ist der Bezirk aber raus aus der Planungsvollmacht.
Soweit so kompliziert. Irgendeine dieser Stellen möchten nun, dass Anwohner nicht selbstätig und derzeit noch unbezahlt ihr Engagement einbringen. Und die hat jemandem von der Inititative gesagt, dass sie mit einer Räumung rechnen müssen. Aber auf konkrete Nachfragen hin, möchte niemand das in den Raum gestellt haben.

Egal die Presskonferenz war jedenfalls sehr nett gemacht. Die Reden kurz und informativ, die Getränke gekühlt die Schnittchen vom Bäcker. Die Pflanzen aus der Keimzelle machten einen robusten Eindruck und die Interessierten auch.

Was wir nicht so richtig verstehen ist, warum man aus städtischer Perspektive was gegen diese Bauten haben könnte und warum die nicht einfach da stehen bleiben können. Sie sind ja keine Millionenverschlingende Maschine wie Elbphilharmonie und keine optische Belästigung wie die doofen tanzenden Türme, die ihren äesthtischen Müll über die angrenzden Viertel verteilen. In letztere kommen Büros rein, die keiner braucht weil über eine Millionen Quadrameter Büroräume in Hamburg leerstehen. Und da kommen Luxuswohnungen rein, die keiner wirklich braucht, dafür hat man doch eigentlich die Walddörfer und Blankenese ersteres mit viel Grün und Exklusivität letzteres mit Elbblick, viel Grün und vielen Touristen. Beide Viertel haben noch den enormen Vorteil, dass man dort die tanzenden Türme nicht sehen muss. Elbphilharmonie und tanzende Türme sind doch deutliche Belege dafür, dass die gewählten Vertreter der BürgerInnen Hamburgs es irgendwie nicht so richtig hinkriegen weder mit der Planung, noch mit der Beteiligung noch mit der Finanzierung. Auch die IBA mit der so geglänzt wird, schafft es nicht einmal all ihre Bauprojekte durchzuziehen.

Wir finden die Stadt könnte sich mal ordentlich darüber freuen, wenn BürgerInnen ihr helfen wollen. Vor allem wo zu erstens die Wohnungspreise in den letzten 10 Jahren auf St.Pauli 15 mal schneller gestiegen sind als im Rest der Stadt und zu befürchten steht, dass ab 2013 auch das an das Areal angrenzende Karolinenviertel massiv aufgewertet wird, wenn die Treuhandverträge zwischen Stadt und Sanierungsgesellschaft ausgelaufen sind. Also fordern wir: Die Würfel bleiben und die AktivistInnnen bekommen städtische Gelder für den Planungsprozess und die Beauftragung von ArchitektInnen und StadtplanerInnen.

„Where We Were Not – Part One – Alexus’ Story“

bildwechsel und die villa magdalena k. laden ein zum Blechbox-Gespräch
am Mittwoch den 10.8. um 20:00 in die villa magdalena k.
Bernstorffstr.160a ( durch den Torgang), Hamburg

In der Reihe Blechbox-Gespräche und unter dem Motto „Das Gespräch – immer noch eine der effektivsten Kommunikationsformen unserer Zeit“ ist Jessica MacCormack aus Montreal zu Gast bei bildwechsel.
Jessica macht experimentelle Animationen, Video, malt, zeichnet, macht Performance, Installationen und interventionistische Projekte.
An diesem Abend geht es um ihr neustes Projekt, den animierten Dokumentarfilm „Where We Were Not“.
Über Jahre hinweg hat sie mit Frauen im Knast und in First Nation Community Projekten künstlerisch zusammen gearbeitet.
In dem Film erzählen eine Aktivistin gegen die Sklaverei und die Todesstrafe, eine First Nations Transgender Frau und zwei Frauen, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden über Kriminalisierung und ihre Erfahrungen im kanadischen Gefängnissystem.
Jessica wird uns den ersten Teil „Where We Were Not – Part One – Alexus’ Story“ zeigen.
Sie wird über das aktuelle Projekt erzählen und bei Interesse gerne noch weitere Arbeiten vorstellen.
Gemeinsam wollen wir ins Gespräch und Austausch kommen über verschiedene Formen von biografischen und autobiografischen künstlerischem Arbeiten.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache (mit deutschen Zusammenfassungen) statt.
Getränke und ein kleiner Snack sind vorhanden.

Mittwoch, 10.8.11
20:00 Uhr
villa magdalena k.
Bernstorffstr.160a ( durch den Torgang), Hamburg

http://jessicamaccormackrmack.tumblr.com/
www.ilovebildwechsel.org
www.bildwechsel.org

nüsslerkamp videokunst gegen abriss

Milieu Nüßlerkamp from SyMmEx on Vimeo.

Eins auf den Deckel bekommen

Was den Schreberspacken, den KleingärtnerInnen in Altona und Bahrenfeld, da zugespielt wurde, ist ein echter Hammer. Die BSU hat eine bekannte PR-Agentur beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, wie sie die Erweiterung und Deckelung der A7 am besten gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern durchdrücken können. Es wird munter manipuliert, halb- und gegeninformiert, damit alle schön brav die mit dem Megaprojekt verbundenen Kröten (jahrelanger Dauerstau, Zerstörung von Grünflächen, Kostenexplosion, Mietsteigerungen) schlucken. Dafür werden alle Register gezogen. In Kindergärten sollen Kinder bunte Bilder zum Thema „Autobahn unter dem Deckel“ malen. Diese sollen dann im Krisenfall dazu verwendet werden, „die Aufregung herunter zu kochen“.

Meine „Lieblingsmaßnahme“ ist folgende: „Die BSU verschickt an Anwohner rund um die Autobahn (alle, die laut Immissionsstudie profitieren) eine gestaltete Postkarte / Brief mit angehängten / beiliegenden Ohropax. Die Botschaft lautet, dass die kommenden Lärmschutzmaßnahmen eine grundlegende Aufwertung der Lebensqualität bedeuten – das beiliegende Ohropax verdeutlicht dies und macht den Nutzen der Deckel erlebbar. Zielgruppe: Anwohner an und um die Autobahn (je nach prognostiziertem Baulärm nicht an die Anwohner direkt an die Autobahn, die den Versand von Ohropax als zynisch empfinden könnten)

Ein Großteil der Empfehlungen widmen sich dem „Kommunikativen Ansatz“, also dem Problem, wie man Presse und Öffentlichkeit möglichst gut eindeckelt. Da fließt jede Menge Geld in Broschüren, Newsletter und persönliche Journalisten-Schulungen fürs richtige Berichten. An die KriterInnen wird natürlich auch gedacht. Sie werden überwacht, ein wenig gehätschelt, um sie dann noch konsequenter als Deppen auflaufen lassen zu können. Schließlich heißt dieser Punkt nicht umsonst: „Symbolik“: Es verändert sich durch Kritik nix, aber wir tun mal so und am Ende gibt’s ne schöne Dokumentation! Im Speech der Pr-Agentur: „Die BSU muss sich offen gegenüber Bürgerinitiativen und Kleingärtnern zeigen, deren Kritik aufnehmen sowie weitere Multiplikatoren frühzeitig einbinden und informieren, damit nie der Eindruck entsteht, dass Bürger ignoriert und übergangen werden. Dies muss öffentlich dokumentiert werden und sollte weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren hinausgehen“.

Als notorische KritikerInnen und unbelehr- bzw. unmanipulierbar gelten die Recht-auf-Stadt-Initiativen, die nun unter besonderer Beobachtung stehen: „Kritische Initiativen wie Recht auf Stadt (bzw. die unter dieser Plattform agierenden Gruppierungen) positionieren sich eher als Fundamental-Opposition. Kooperationen erscheinen nicht möglich. Dennoch können diese Initiativen durch ihre Vernetzung, ihre plakative Ausdrucksweise gegenüber der Presse sowie ihren Zugang zu kritischeren Medien ein Risiko darstellen. Aus diesem Grund sollten Äußerungen oder Veranstaltungen weiterhin beobachtet werden. Bei einer möglichen medialen Berücksichtigung sollte dann über proaktive Pressearbeit reagiert werden.“ Und zudem müsste man diesen Initiativen doch mal eine gehörige Portion Ohropax ins Kritkermaul stopfen…

Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Vielen Dank an die chronisch weiter bohrenden Schreberspacken für die Bereitstellung der aufschlussreichen Informationen, die ich (obwohl es mir in den Fingern juckt) nicht noch weiter kommentiere. Ich vertraue auf mündige Lesende und jede/r kann sich selbst ein Bild machen über die neue Strategien zur Durchsetzung von umstrittenen städtischen Großprojekten: http://is.gd/4RMYHB

oz ist zu gefängnisstrafe verurteilt worden

wegen sprayen muss er jetzt 14 monate in den knast.

die iba wird nicht schlauer

sondern will lieber noch mehr abholzen und radikal verändern, als mit den leuten mal gucken was gehen könnte.
nun soll am ernst-august-kanal eine kleine betonlandschaft entstehen. just als wären wir wieder in den siebzigern, obwohl damals wurde ja auf den sozialen aspekt geachtet, also just, als wären wir in den siebzigern ohne die sozis.