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lefebvre kladde 1

also gerade lese ich ja nun “ die kritik des alltagslebens“ von lefebvre und bin da bei hundert seiten starken vorwort, das sehr durch abgrenzungen zum stalinismus, existenzialismus, strukturalismus und so weiter geprägt ist, aber nicht nur dadurch lebt, sondern durch recht treffend scheinende bestimmungen der historischen situation der damaligen gegenwart und ein durch und durch marxistischen analyse derselben. das macht spass und lädt zu maximalforderungen ein.
wenn man davon ausgeht dass in zeiten der „kreativgesellschaften, kreativclusters, kreativwirtschaft“ und der „image-city“ die stadt immer mehr nicht zum produktionsort sondern zum produktionsmittel wird. das kann man ja aus allen image-broschüre der hanse belegen bis es einem zum halse heraus hängt, dann gilt doch eigentlich die alte forderung der aneignung der produktionsmittel auf verändertem territorium: wohnen, cafes, flanieren, partys, ausstellung und was noch alles zum handwerkszeug der „kreativen klasse“ gehört, gehört umverteilt von oben nach unten.

kda: Die Wohnungskrise

„Die Wohnungskrise läßt sich vom Zusammenhang ökonomischer Phänomene und sozialer Tatsachen, von ‚Krisen‘ verschiedenser Art nicht ablösen.“

in: Henri Lefebvre: Kritik des Alltagslebens. Grundrisse einer Soziologie der Alltäglichkeit, S. 616